Wenn die ersten Sonnenstrahlen im Februar ihren Weg zu uns finden, die ersten grünen Spitzen sich zeigen, dann juckt es vielen Hobbygärtnern schon mächtig in den Fingern. Doch jetzt heißt es, ein bisschen geduldig zu sein, denn auch wenn der Frühling leise anklopft, kann ein zu frühes Aufräumen der Beete fatale Folgen haben. Viele Nützlinge ruhen noch in hohlen Stängeln oder unter der schützenden Laubschicht, und die vertrockneten Pflanzenreste halten den Boden warm und schützen vor Frost. Was Sie aber tun können ist vorbereiten. Draußen sind es zwar nur wenige vorsichtige Handgriffe und Schnitte an den Gehölzen, aber die Fensterbank wird jetzt zur grünen Kinderstube für alles, was später an Gemüse und Kräutern draußen wachsen und gedeihen soll. Wer jetzt die richtige Balance findet zwischen dem sanften Erwachen der Natur draußen und dem gezielten Start der Vorzucht drinnen, legt den Grundstein für ein gesundes, kräftiges und ertragreiches Gartenjahr.
- Der Februar ist die richtige Zeit für die Bestimmung der Fruchtfolge
- Was darf im Februar schon ins Gemüsebeet?
- Was kann ich im Februar im Haus vorziehen?
- Sind alte und seltene Gemüsesorten sinnvoll?
- Warum habe ich Trauermücken in der Anzuchterde?
- In 5 Schritten die Anzuchterde vorbereiten
- Gartenarbeit draußen: Sanfte Bodenpflege im Februar
- Diese 3 Dinge sollten Sie im Februar bei der Gartenarbeit vermeiden
- Wann sollte ich den Winterschnitt von Bäumen, Hecken und Stauden durchführen?
- Was muss ich beim Beerenschnitt im Februar beachten?
- Gartenarbeit im Februar: Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Kalkanstrich an den Bäumen?
- Was brauchen Kübelpflanzen im Februar?
- Muss ich im Februar gießen?
- Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Fazit
- Gartenarbeit im Februar: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Im Februar können Sie im Garten bereits erste Vorbereitungen treffen, zum Beispiel Wege freimachen, Gartengeräte warten und bei frostfreiem Wetter Staudenreste vorsichtig zurückschneiden.
- Kontrollieren Sie den Winterschutz und die Bindungen an Gehölzen, damit Wind und Schnee nichts aufreißen, und entfernen Sie beim Baum- und Gehölzschnitt nur das, was wirklich beschädigt ist.
- Wenn der Boden nicht gefroren oder nass ist, können Sie Kompost ausbringen oder Beete leicht vorbereiten, ohne die Erde zu verdichten.
- Achten Sie darauf, nicht zu viel zu machen, denn in den Laub- und Totholzhaufen sowie stehengebliebene Pflanzenstängeln überwintern Insekten und andere Nützlinge, die noch geschont werden müssen.
- Es lohnt sich, jetzt bereits die ersten Vorzuchten auf der Fensterbank zu starten. Manche Gemüsesorten können auch bereits gepflanzt werden. Achten Sie dabei auf die Fruchtfolge und erstellen Sie einen Gartenkalender, dann profitiert ihr Gemüsegarten später davon.
Der Februar ist die richtige Zeit für die Bestimmung der Fruchtfolge
Es ist wichtig, die Fruchtfolge in Ihren Beeten bereits im Februar festzulegen, weil Sie damit den Grundstein für eine gesunde und erfolgreiche Gartensaison legen. Wenn Sie frühzeitig planen, vermeiden Sie, dass derselbe Boden Jahr für Jahr mit den gleichen Pflanzen und Nährstoffansprüchen belastet wird. Denn unterschiedliche Gemüsekulturen entziehen dem Boden verschiedene Nährstoffe, aber durch einen geplanten Wechsel bleibt die Erde fruchtbar und ausgeglichen. Gleichzeitig erschweren Sie Schädlingen und Krankheiten die Ausbreitung, da viele von ihnen auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert sind. Wer sich im Februar Zeit für diese Planung nimmt und eine Fruchtfolge-Tabelle erstellt, kann seine Beete außerdem in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer einteilen und Düngung rechtzeitig berücksichtigen. Hier kann auch eine Bodenanalyse sinnvoll sein, die genaue Auskunft über die Nährstoffwerte gibt.

In Kombination mit einem Aussaatkalender sorgen Sie so dafür, dass Ihr Garten im Frühling bereits seine volle Kraft entfalten kann.
Was darf im Februar schon ins Gemüsebeet?
Es gibt einige Gemüsesorten, die niedrige Temperaturen nicht nur aushalten, sondern sie zum Teil sogar zum Keimen brauchen. Sobald der Boden nicht mehr gefroren und ausreichend abgetrocknet ist können diese robusten Kulturen bereits ins Beet gesät werden:
| Gemüsesorte | Beschreibung und Vorgehen |
| Puffbohnen (Ackerbohnen) | Puffbohnen gehören zu den härtesten Kandidaten. Je früher sie in die Erde kommen, oft schon ab Mitte Februar, desto besser sind sie später vor der schwarzen Bohnenlaus geschützt. Sie keimen bereits bei Temperaturen von etwa 2 bis 5 Grad. |
| Schalerbsen | Sie sind deutlich widerstandsfähiger als die süßen Markerbsen. Eine Aussaat ab Ende Februar ist problemlos möglich, leichte Fröste stecken sie gut weg. |
| Spinat | Spinat ist ein klassischer Frühstarter. Er liebt die kühle, feuchte Erde des Vorfrühlings und liefert eine frühe Ernte, noch bevor wärmeliebende Sommergemüse ihren Platz im Beet beanspruchen. |
| Radieschen, Karotten und Rettich | Auch Radieschen und Rettich lassen sich jetzt schon anbauen. Im Frühbeet oder unter einem schützenden Vlies gedeihen sie besonders gut. Im offenen Freiland sollte man mit Radieschen eher bis Ende Februar oder Anfang März warten. |
| Feldsalat | Feldsalat kann im Februar ebenfalls noch ausgesät werden, falls im Herbst keine Aussaat erfolgt ist. Voraussetzung ist auch hier ein offener, nicht gefrorener Boden. |
| Pastinaken und Wurzelpetersilie | Beide Wurzelgemüse kommen mit Kälte bestens zurecht. Da sie lange zum Wachsen brauchen, lohnt sich die frühe Aussaat, um die gesamte Saison optimal zu nutzen. |
Wie schütze ich bereits ausgesäte Pflanzen vor Spätfrost im Februar?
Um bereits im Freien ausgesäte Pflanzen im Februar vor Spätfrost zu schützen, sollten Sie mehrere Schutzmaßnahmen kombinieren:
- Vlies oder Folien einsetzen: Leichte Gartenvliese oder transparente Frühbeetfolien können über die Beete gelegt werden. Sie wirken wie ein Mini-Gewächshaus, halten die Kälte ab und lassen gleichzeitig Licht und Luft durch. Wichtig ist, dass das Material locker liegt und die Pflanzen nicht zerdrückt.
- Mini-Frühbeete oder Hochbeete nutzen: Kleine Holz- oder Kunststoff-Abdeckungen halten die Wärme des Bodens besser und schützen empfindliche Keimlinge vor Frost. Wenn Sie die Abdeckungen tagsüber abnehmen, bekommen die Pflanzen genügend Licht und Luft.
- Mulch aufbringen: Eine dünne Schicht Stroh, Laub oder gehäckseltes Pflanzenmaterial rund um die Pflanzen schützt junge Wurzeln vor Frostspitzen und speichert gleichzeitig Feuchtigkeit. Sie können dafür auch Schafswolle verwenden.
- Windschutz aufstellen: Kalter Wind verstärkt die Frostwirkung. Eine einfache Barriere aus Holzlatten, Vlies oder Hecken kann junge Pflanzen zusätzlich schützen.
Was kann ich im Februar im Haus vorziehen?
Im Februar beginnt die Gartensaison und zwar innen auf der Fensterbank, im Wintergarten oder im Gewächshaus. Das Vorziehen im Haus verschafft den Pflanzen einen Vorsprung, sodass sie später draußen kräftiger und gesünder weiterwachsen. Besonders gut lässt sich das bei wärmeliebenden und langsam wachsenden Pflanzen machen. Aber auch Salate, Kohlarten und viele Kräuter haben auf diese Weise genug Zeit, kräftig genug fürs Beet zu werden. Wie man etwas vorzieht, hängt allerdings von der Pflanze ab. Wenn es sich um Samen handelt, verwendet man in der Regel Anzuchterde, da diese nicht zu viele Nährstoffe hat. Man kann diese in kleine Töpfchen geben, aber zum Beispiel auch in alte Eierbehälter. Wichtig ist, bei den zarten Wurzeln darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet, sonst faulen sie. Wenn die kleinen Pflänzchen größer werden und die ersten richtigen Blätter zeigen, nicht nur die winzigen Keimblätter, ist es Zeit fürs Pikieren.
Bei einer Aussaat im Februar reicht das Tageslicht am Fensterbrett oft noch nicht aus, sodass die Pflanzen schnell lang und schwach werden. Abhilfe schaffen eine Pflanzenlampe oder ein besonders heller Südfensterplatz. Sobald sich die ersten richtigen Blätter gebildet haben, werden die Jungpflanzen in nährstoffreichere Erde umgetopft, damit sie kräftig weiterwachsen können. Bevor sie endgültig ins Freie ziehen, sollten sie etwa eine Woche lang stundenweise an Sonne, Wind und UV-Strahlung gewöhnt werden, denn sonst können die zarten Blätter leicht verbrennen.
So ziehen Sie im Februar Gemüse, Obst und Kräuter vor
| Pflanze | Wie vorziehen? |
|---|---|
| Chili/Paprika |
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| Tomate |
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| Süßkartoffel |
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| Aubergine |
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| Kohlrabi |
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| Weiß-/Rot-/Blumenkohl |
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| Kopf-/Pflück-/Schnittsalat |
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| Sellerie |
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| Rote Bete |
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| Artischocke |
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| Ingwer |
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| Basilikum |
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| Kresse/andere Sprossen |
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| Minze |
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| Kräuter wie Oregano, Petersilie, Zitronenmelisse, Thymian oder Schnittlauch |
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| Physalis |
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Sind alte und seltene Gemüsesorten sinnvoll?
Alte und seltene Gemüsesorten bringen eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich, die gerade für Hobbygärtner spannend sind. Im Unterschied zu vielen modernen Hybridsorten sind sie nämlich samenfest. Das bedeutet, dass man aus reifen Pflanzen wieder Saatgut gewinnen und im nächsten Jahr erneut aussäen kann, ohne dass sich die Eigenschaften der Sorte stark verändern. Viele alte Sorten wurden historisch stärker nach Geschmack und Anpassungsfähigkeit als nach maximalem Ertrag oder perfekter Optik gezüchtet. Das führt oft zu intensiverem Aroma, spannenderen Texturen und einer größeren geschmacklichen Bandbreite. Dazu kommen ungewöhnliche Farben und Formen, etwa gestreifte Bete, dunkle Tomaten oder blaue Kartoffeln, die nicht nur optisch etwas hermachen, sondern insgesamt auch die Sorten- und Kulturvielfalt im Garten erhöhen. Diese Vielfalt ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität, denn je mehr unterschiedliche Sorten angebaut werden, desto stabiler sind Anbausysteme gegenüber Klimaextremen, Krankheiten und Schädlingen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass viele alte Sorten über lange Zeit an bestimmte Regionen und Bedingungen angepasst wurden. Sie kommen häufig besser mit kühleren Lagen, mageren Böden oder Trockenphasen zurecht und können dadurch robuster sein. Das bedeutet aber nicht, dass alte Sorten in jeder Hinsicht besser sind. Moderne Züchtungen sind häufig auf hohen und sehr gleichmäßigen Ertrag optimiert, während traditionelle Sorten manchmal etwas weniger tragen, kleinere oder unregelmäßig geformte Früchte bilden und auch mal anspruchsvoller im Anbau sein können. Manche alten Sorten sind zudem anfälliger für bestimmte Krankheiten. Es lohnt sich daher, gezielt nach bewährten, gut beschriebenen alten Sorten zu suchen, statt pauschal alles Alte dem Neuen vorzuziehen.
Warum habe ich Trauermücken in der Anzuchterde?
Man könnte denken, dass die Tiere zu nichts nützlich sind, aber das stimmt nicht. Das Problem entsteht im Blumentopf, denn in der freien Natur erfüllen Trauermücken unter anderem folgende wichtige Funktionen:
- Zersetzung von totem Pflanzenmaterial
- wichtige und proteinreiche Nahrungsquelle für andere Tiere
- Pilzverbreitung
Im Blumentopf aber fehlt die natürliche Balance. Es gibt dort keine Fressfeinde und wenn das tote organische Material in der Erde aufgebraucht ist, machen sich die Larven über die lebenden, zarten Wurzeln der Setzlinge her.
Was kann ich gegen Trauermücken tun?
Um Trauermücken effektiv und ökologisch loszuwerden, müssen Sie den Fokus auf die Larven in der Erde legen, anstatt nur die fliegenden Mücken zu jagen. Mit diesen Methoden werden Sie die Tiere wieder los, ohne Insektizide zu verwenden:
- Nematoden: Das ist die effektivste biologische Waffe. Diese winzigen Fadenwürmer werden mit dem Gießwasser ausgebracht, dringen in die Larven ein und töten diese gezielt ab, ohne Mensch oder Pflanze zu schaden.
- Sand-Barriere: Decken Sie die Erdoberfläche etwa 1 bis 2 Zentimeter hoch mit feinem, trockenem Quarzsand oder Vogelsand ab. Das verhindert, dass die Mücken ihre Eier in die feuchte Erde ablegen können, und die schlüpfenden Larven kommen nicht durch die scharfkantige Schicht nach oben.
- Gelbtafeln/-sticker: Diese dienen dazu, die erwachsenen Tiere abzufangen, bevor sie neue Eier legen können. Sie lösen zwar nicht das Larvenproblem in der Erde, unterbrechen aber den Fortpflanzungszyklus.
- Gießverhalten anpassen: Trauermücken lieben Staunässe. Lassen Sie die oberste Erdschicht ruhig öfter mal antrocknen (sofern die Keimlinge das schon vertragen), da die Eier und jungen Larven in trockener Umgebung schneller absterben.
Bei stabilen Pflanzen ist es ein bewährtes Hausmittel, Streichhölzer mit dem Kopf nach unten in die Erde zu stecken. Der enthaltene Schwefel tötet dann die Larven ab. Bei jungen Keimlingen hingegen sollten Sie darauf verzichten, da deren extrem zarte Wurzeln durch die konzentrierten chemischen Stoffe und die Veränderung des pH-Wertes leicht geschädigt werden oder sogar verbrennen können. Besser ist es, im Vorfeld des Säens die Anzuchterde zu dämpfen.
In 5 Schritten die Anzuchterde vorbereiten
- vorbereiten: Füllen Sie die Anzuchterde in eine feuerfeste Form oder auf ein Backblech.
- befeuchten: Besprühen Sie die Erde leicht mit Wasser, damit sie feucht (aber nicht nass) ist; der entstehende Wasserdampf erledigt die Arbeit.
- abdecken: Decken Sie das Gefäß mit Alufolie oder einem Deckel ab.
- backen: Schieben Sie die Erde für etwa 30 bis 45 Minuten bei 150 Grad in den Ofen (die Kerntemperatur der Erde sollte mindestens 70 Grad erreichen).
- abkühlen: Lassen Sie die Erde vollständig auskühlen, bevor Sie sie in die Anzuchtschalen füllen.
Durch die Hitze werden alle Schädlinge zuverlässig abgetötet und Ihre Keimlinge können in einer sauberen Umgebung ohne chemische Belastung wachsen.
Gartenarbeit draußen: Sanfte Bodenpflege im Februar
Unkraut nur gezielt entfernen: Verzichten Sie im Februar auf großflächiges Hacken. Statt das gesamte Beet zu durchkämmen, jäten Sie nur dort, wo es wirklich nötig ist und das möglichst behutsam. Wenn Sie Unkraut gezielt mit einem Unkrautstecher entfernen, bleibt das Bodenleben ringsum ungestört. So bewahren Sie wertvolle Mikrohabitate für Insekten, Würmer und andere Nützlinge.
keine schweren Geräte einsetzen: Motorhacken oder Fräsen haben im feuchten Februarboden nichts verloren und sind auch sonst nicht besonders gut geeignet. Denn sie zerstören nicht nur die Bodenstruktur, sondern töten auch viele Kleinlebewesen, die sich dicht unter der Oberfläche aufhalten.
Inseln für die Tiere erhalten: Am besten denken Sie schon bei der Gartenpflege im Herbst daran, kleine Laubhaufen zu bilden, in denen Insekten und andere Tiere wie Igel überwintern können. Wenn Sie sich zum Beispiel im letzten Sommer für Teichbau entschieden haben, dann kann es gut sein, dass
Sie bereits Molche im Garten haben, die ebenfalls im Laub ihr Winterquartier aufschlagen. Lassen Sie diesen Bereich im Beet bis ins warme Frühjahr hinein unberührt.

Diese 3 Dinge sollten Sie im Februar bei der Gartenarbeit vermeiden
Treten Sie nicht auf den Rasen, verzichten Sie auf das Auspflanzen frostempfindlicher Sommerblumen und räumen Sie das Laub bitte noch nicht vollständig weg. So sehr die ersten Sonnenstrahlen auch dazu einladen, im Garten aktiv zu werden, ist Zurückhaltung im Februar oftmals der bessere Weg. Der Garten steckt noch mitten in seiner Winterruhe und vorschnelles Handeln kann mehr Schaden anrichten als Gutes tun.
1. Rasen nicht betreten oder bearbeiten
Auch wenn er gerade nicht wirklich schön aussieht, sollte der Rasen jetzt unbedingt noch geschont werden. Die Gräser wachsen bei den noch niedrigen Bodentemperaturen kaum. Eine Düngergabe wäre deshalb wirkungslos, denn die Nährstoffe würden lediglich vom Regen ausgewaschen und könnten das Grundwasser belasten. Hinzu kommt, dass der Boden zu dieser Jahreszeit häufig noch stark durchnässt. Wenn Sie ihn jetzt betreten oder gar vertikutieren, kann er sich verdichten. Das schränkt die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln ein und beeinträchtigt das gesunde Wachstum der Grasnarbe im Frühjahr.
2. Sommerblumen noch nicht ins Freiland setzen
Auch wenn Gartencenter schon farbenfrohe Blütenpracht anbieten, sollten Sie noch warten. Denn frostempfindliche Sommerblumen wie Geranien oder Petunien kommen aus warmen Gewächshäusern und vertragen die kühlen Nächte nicht. Bereits leichter Frost kann sie ernsthaft schädigen oder ganz absterben lassen. Warten Sie lieber bis nach den sogenannten Eisheiligen Mitte Mai, bevor Sie frostempfindliche Arten dauerhaft ins Freie setzen. Was aber raus kann sind Krokusse, Winterlinge oder Schneeglöckchen.
3. Laub noch nicht wegräumen
In vielen Artikel und Posts zum Thema wird geraten, bei den ersten Sonnenstrahlen die Beete schick zu machen, die jungen Triebe von Schneeglöckchen, Krokus und Winterlingen freizuräumen und das Laub zu entfernen. Aber lassen Sie sich damit Zeit, bis es durchgängig wärmer ist, denn in dieser Bodenschicht haben viele nützliche Insekten, vielleicht sogar Igel überwintert und wenn Sie deren Betten sozusagen zu früh aufschütteln, kämpfen die Tiere ums Überleben und schaffen es oft nicht. Bleiben Sie daher ein bisschen geduldig und gehen Sie es langsam an.
Wann sollte ich den Winterschnitt von Bäumen, Hecken und Stauden durchführen?
Sie sollten Ihre Bäume auf jeden Fall zurückschneiden, bevor die Vögel beginnen, sich ihre Nester zu bauen. Gleiches gilt auch für den Rückschnitt von Sträuchern sowie den Heckenschnitt. Sie dürfen diese zwar ab dem Frühjahr nicht mehr radikal kürzen, das heißt aber nicht, dass Sie das unbedingt im Winter machen müssen, denn ein vorsichtiger Pflegeschnitt ist immer möglich. Wichtig ist bei einem Winterschnitt, dass Sie Folgendes beachten:
- Vorsicht Frostgrenze: Zwar sollte altes Gehölz entfernt werden, damit neue Triebe genügend Licht und Luft bekommen und sich im Frühjahr Blüten entwickeln. Schneiden Sie aber nur an frostfreien Tagen. Die Temperaturen sollten auch nachts stabil über -5 Grad liegen, da das Holz bei starkem Frost spröde ist und splittern kann. Zudem heilen die Wunden bei extremer Kälte schlechter.
- Achten Sie auf die Saftruhe: Der Schnitt muss unbedingt erfolgen, bevor die Knospen schwellen und der Baum austreibt. Sobald der Saftfluss im Frühjahr einsetzt, würde der Baum an den Schnittstellen zu viel Energie verlieren.
- Nehmen Sie den Vogelschutz wichtig: Laut Bundesnaturschutzgesetz sind starke Rückschnitte und das auf den Stock setzen von Hecken nur bis zum 28. Februar erlaubt, um nistende Vögel nicht zu stören.
- Steinobst braucht eine andere Behandlung: Beim Obstbaumschnitt muss man zwischen den verschiedenen Sorten unterscheiden. Gerade Obstbäume wie Kirschen oder Aprikosen werden am besten direkt nach der Ernte im Sommer zurückgeschnitten. Winterschnittwunden, wie sie im Februar entstehen, machen sie anfällig für Pilzinfektionen.
Was Sie aber auch jeden Fall vor dem Frühlingsausbruch noch machen können, ist eine Baumkontrolle. Auch hier muss altes Holz entfernt werden, wenn notwendig durch einen Baumkletterer. Bei starkem Schneefall sollten Sie Gehölze oder Hecken vorsichtig von Schnee befreien, um Bruch zu vermeiden.
Was muss ich beim Beerenschnitt im Februar beachten?
Besonders bei Beerensträuchern lohnt sich ein beherzter Schnitt im Februar schon eher, da man so Platz für das neue Fruchtholz schafft und die Erntequalität massiv steigert.

- schwarze Johannisbeeren: Sie tragen am besten am einjährigen Holz. Schneiden Sie die ganz dunklen, alten Triebe direkt über dem Boden ab, um Platz für die helleren, jungen Ruten zu schaffen.
- rote und weiße Johannisbeeren sowie Stachelbeeren: Wenn Sie diese Beerensorten bereits vor längerer Zeit gepflanzt haben, dann werden Sie feststellen, dass sie am zwei- bis dreijährigen Holz tragen. Hier kürzen Sie die Seitentriebe an den Hauptästen ein und entfernen alles, was älter als 4 Jahre ist (erkennbar an der sehr rissigen, dunklen Rinde).
- Himbeeren: Schneiden Sie nur die Ruten ab, die im letzten Jahr bereits getragen haben. Diese sind meist vertrocknet. Die jungen, grünen Ruten aus dem Vorjahr lassen Sie stehen, da sie diesen Sommer die Früchte liefern.
Achten Sie darauf, immer knapp über einer nach außen zeigenden Knospe zu schneiden, damit die neue Rute später vom Strauchinneren wegwächst. Das sorgt für Licht und Luft und beugt Pilzkrankheiten vor. Wenn Sie unsicher sind, ist es am besten, einen Gartenprofi zu beauftragen. Ein GaLa-Fachmann weiß genau, wo er die Gartenschere ansetzen muss.
Gartenarbeit im Februar: Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Kalkanstrich an den Bäumen?
Einen Weiß- oder Kalkanstrich können Sie bei frostfreier, trockener Witterung im Februar mit einem weichen Pinsel auf den Hauptstamm und die Leitäste auftragen. Bei älteren Bäumen empfiehlt es sich, vor dem Streichen lose Borke vorsichtig mit einer Bürste oder einem Schaber zu entfernen. Dieser weiße Baumanstrich ist eine bewährte, Maßnahme zum Schutz der Baumrinde vor Frostrissen. Der Kalkanstrich ist als fertig angemischtes Produkt im Fachhandel erhältlich, korrekt ausgeführt hält er mindestens eine Saison. Die enthaltenen Bestandteile wie Kalksteinmehl, Gesteinsmehle mit Spurenelementen und pflanzliche Zusätze werden mit der Zeit freigesetzt, gelangen in den Boden und stehen dem Baum zusätzlich als Nährstoffe zur Verfügung. Der Anstrich schont die Rinde, beugt Schäden vor und unterstützt ein gesundes Wachstum. Dabei wird der Stamm vom Boden aus bis in dieLeitäste hinein gestrichen. Erfolgt der Kalkanstrich regelmäßig und rechtzeitig vor den ersten stärkeren Frösten, lassen sich Frostrisse und das Eindringen von Schaderregern zuverlässig vermeiden. Besonders gefährdet sindjunge Obstbäume, deren Rinde noch glatt ist und noch keine schützende, dicke Borke ausgebildet hat. An sonnigen Wintertagen erwärmt sich die dunkle Rinde auf der Sonnenseite stark, während die Schattenseite kalt bleibt. Lässt die Sonne nach, kühlt der Stamm rasch wieder ab. Durch dieses ständige Erwärmen und Abkühlen entstehen Spannungen in der Rinde, die zu langen, vertikalen Rissen führen können. Solche Frostrisse schädigen den Baum direkt und bieten Bakterien, Pilzen und Schädlingen ideale Eintrittspforten. Ein regelmäßig aufgetragener Kalkanstrich reflektiert das Sonnenlicht, sodass sich der Stamm deutlich weniger aufheizt. Die Temperaturunterschiede bleiben geringer, die Rinde bleibt elastisch und Rissbildungen werden verhindert. Zusätzlich verschließt der Anstrich feine Risse und Spalten in der Rinde, wodurch sich dort weder Schädlinge noch Pilzsporen gut ansiedeln können. Auch Moos- und Flechtenbewuchs wird gehemmt, da Kalk eine leicht antibakterielle Wirkung besitzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die geringere Wärmeaufnahme der Baum im Frühjahr länger in der Ruhephase bleibt und erst später austreibt. Dadurch können Schäden durch Spätfröste reduziert oder sogar ganz vermieden werden.
Was brauchen Kübelpflanzen im Februar?
Für Oliven, Oleander oder Lorbeer ist der Februar oft der gefährlichste Monat. Während sie den konstanten Frost im Januar gut verschlafen haben, setzt ihnen jetzt das Wechselspiel aus intensiver Tagessonne und nächtlichem Frost massiv zu. So können Sie Ihre Kübelpflanzen schützen:
- Schatten statt Sonne: Stellen Sie Kübel an die schattige Nordseite oder verwenden Sie Schattiernetze. Das verhindert, dass sich die dunkle Rinde tagsüber zu stark aufheizt und die Pflanze zu früh aus ihrem Winterschlaf aufwacht.
- Winterschutz prüfen: Kontrollieren Sie, ob die im Herbst angebrachten Isolierungen aus Kokosmatten oder Vlies noch fest sitzen. Entfernen Sie den Schutz keinesfalls vor März, auch wenn die Sonne lockt.
- richtiges Gießen: Prüfen Sie an frostfreien Tagen die Erde. Ist sie trocken, gießen Sie mäßig mit zimmerwarmem Wasser.
- Lüften: Falls Sie Vlieshauben über den Kronen nutzen, lüften Sie diese an sonnigen Tagen kurz durch, um Wärmestau und Pilzbefall zu verhindern.
Bei manchen Gärtnereien und Gartenbaubetrieben haben Sie die Möglichkeit, empfindliche Kübelpflanzen über den Winter einzulagern. So können Sie sicher sein, dass Ihre südländischen Bäumchen oder Palmen auch im nächsten Jahr wieder in voller Pracht stehen.
Muss ich im Februar gießen?
Gerade im Februar, wenn die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen rauskommen, droht vielen Pflanzen das Verdursten. Das liegt daran, dass besonders immergrüne Gehölze wie Kirschlorbeer, Buchsbaum, Hortensien oder Rhododendron über ihre Blätter Feuchtigkeit verdunsten, sobald die kräftige Februarsonne sie erwärmt. Da der Boden jedoch oft noch gefroren ist, können die Wurzeln kein neues Wasser aufnehmen und die Pflanze trocknet von oben her aus. Man spricht hier von Winterdürre oder Frosttrocknis. [1] Kontrollieren Sie daher an frostfreien Tagen unbedingt die Bodenfeuchtigkeit. Wenn die Erde oberflächlich abgetrocknet ist, sollten Sie mäßig mit zimmerwarmem Wasser gießen. Dies gilt besonders für Pflanzen in Kübeln oder unter Dachüberständen, die keinen natürlichen Niederschlag abbekommen. Achten Sie jedoch darauf, nur so viel zu wässern, dass keine Staunässe entsteht, falls der Boden nachts wieder gefriert.
Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Der Februar ist nicht nur eine gute Zeit, um die spätere Pflanzenvielfalt zu bestimmen, sondern auch zum Beispiel für die Terrassenplanung oder das Sanieren der Terrasse.
- Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Nistkästen zu reinigen und im Garten zu verteilen.
- Im Februar kann man besonders gut beobachten, wo sich Boden, Mauern oder Zäune schneller erwärmen oder wo kalte Luft in Senken steht. Wenn Sie diese Mikroklimata kennen, können Sie später empfindliche Pflanzen gezielt an wärmere Plätze setzen oder Frühbeete optimal positionieren. Wenn Sie hier unsicher sind, können Sie auch eine professionelle Gartenberatung in Anspruch nehmen.
- Kontrollieren und reinigen Sie Ihre Gartengeräte gründlich, schärfen Sie Schneidwerkzeuge und desinfizieren Sie sie bei Bedarf, um Krankheiten nicht unbewusst von Pflanze zu Pflanze zu übertragen. Auch den Kompost können Sie jetzt gut umschichten.
- Schon im Februar kann man auch die Regentonnen vorbereiten und prüfen, ob Abflüsse sowie Gartenbewässerungssysteme frei sind. So nutzen Sie jede Niederschlagsmöglichkeit optimal, wenn die ersten Setzlinge bei der Gartenarbeit ab März Wasser brauchen.
Fazit
Der Februar ist der perfekte Monat, um den Garten langsam und sorgfältig auf die neue Saison vorzubereiten. Während draußen robuste Sorten wie Dicke Bohnen, Möhren oder Radieschen bereits ins Freiland gesät werden können, sobald der Boden frostfrei ist, erwacht auch drinnen auf der Fensterbank langsam aber sicher das Leben. Tomaten, Paprika und andere wärmeliebende Pflanzen können bereits vorgezogen werden. Wer jetzt umsichtig vorgeht, legt damit den Grundstein für eine reiche Ernte und kräftige Pflanzen. Rosen, Obstbäume und Ziersträucher können im Februar bereits geschnitten werden, der Boden kann vorsichtig aufgelockert und mit Kompost versorgt werden. Aber ganz wichtig ist, dass der Februar trotzdem noch ein Monat ist, in dem die Gartenarbeit etwas hinten ansteht und eher die Planung und Vorbereitung im Vordergrund stehen sollte. Wer sich jetzt Zeit nimmt, beobachtet, vorbereitet und kleine Details berücksichtigt, schafft die besten Voraussetzungen für einen Garten, der im Frühling und Sommer üppig blüht, reich trägt und einfach Freude macht.
Gartenarbeit im Februar: Häufig gestellte Fragen
Sollte ich im Februar noch die Vögel in meinem Garten füttern?
Wenn Sie im Herbst die Stauden und Disteln etc. stehen und das Laub liegengelassen haben, dann finden die heimischen Vögel in der Regel genug Nahrung. Möchten Sie die Vögel trotzdem füttern, dann machen Sie das nur bei tagelangem Frost oder sehr dicker Schneedecke. Reinigen Sie den Futterplatz regelmäßig und stellen Sie den Tieren auch immer wieder frisches Wasser zur Verfügung. [2]
Kann ich im Februar schon düngen?
Streu, Kompost oder fein gehäckseltes Laub können Sie schon im Februar locker auf die Beete aufbringen. Dieses Material schützt den Boden vor Frost, liefert Nährstoffe, wenn es langsam zersetzt wird, und bietet gleichzeitig Schutz und Nahrung für Mikroorganismen und Insekten.
Macht Gründüngung im Februar bereits Sinn?
Auch wenn die meisten Pflanzen noch ruhen, können Sie Gründüngungssamen vorbereiten oder schon ausbringen, wenn es mild genug ist. Robuste Sorten wie Winterwicke oder Winterroggen beginnen früh mit dem Wachstum, lockern den Boden mit ihren Wurzeln und reichern ihn mit Stickstoff an. Die Pflanzen stören die Bodenlebewesen nicht, sondern fördern deren Aktivität. [3]
Muss ich bei den Zwiebelpflanzen im Februar etwas machen?
In diesem Monat brauchen die meisten Zwiebelpflanzen nur wenig und es ist das Beste, sie in Ruhe zu lassen. Sie sollten nur dann eingreifen, wenn akuter Schaden droht, zum Beispiel bei Staunässe.
Quellen
[1] Reich, E. L. „Frosttrocknis“. Spektrum.de, Spektrum.de, 18. Juni 2007, www.spektrum.de/lexikon/biologie/frosttrocknis/25764. Zugegriffen 11. Februar 2026.
[2] „Vögel füttern im Winter?“ Bund-naturschutz.de, www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/voegel-fuettern-im-winter. Zugegriffen 11. Februar 2026.
[3] „Gründüngung“. Pflanzenforschung.de, www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/lexikon-a-z/gruenduengung-10090. Zugegriffen 11. Februar 2026.