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Gartengestaltung

Garten anlegen Kosten: Was kostet die Gartengestaltung 2026?

Kathrina Haunfelder
Verfasst von Kathrina Haunfelder
Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2026
Lesedauer: 18 Minuten
Mithilfe eines Gartenplans sehen Sie genau, wie Ihr Garten später aussehen wird © andreaskrappweis / istockphoto.com

Ein eigener Garten ist weit mehr als nur eine Grünfläche. Er ist ein privater Rückzugsort und eine Wohlfühloase, die die Lebensqualität steigern kann. Damit ein Garten aber wirklich schön und stimmig wird, braucht es eine durchdachte Gestaltung und eine professionelle Umsetzung. Das ist auf der einen Seite nicht wirklich billig, steigert aber auf der anderen Seite aber auch den Wert Ihrer Immobilie. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen für Wege, Pflanzen oder Sitzplätze und wo Sie Geld sparen können.

Alles auf einen Blick:

  • Die Kosten für die Neugestaltung eines Gartens oder einen Gartenumbau variieren je nach Umfang Ihres Projekts und Ihres individuellen Bauvorhabens.
  • Wichtige Kostenfaktoren sind die Größe der Gartenfläche, die Art der Gestaltung, das verwendete Material, die Bepflanzung sowie individuelle Wünsche.
  • Durch Eigenleistungen oder die Nutzung recycelter Materialien können Sie Ihre Ausgaben reduzieren.
  • Als groben Anhaltspunkt können Sie die Kosten entweder anhand der Hausbausumme oder der Quadratmeterfläche Ihres Gartens kalkulieren.
  • Um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden, empfiehlt es sich, mehrere unverbindliche Angebote von verschiedenen Anbietern zu vergleichen.

Sie möchten einen Garten anlegen? Die Kosten in der Übersicht

GestaltungselementeKosten (Stand 2026)
Terrassenbau (20 Quadratmeter gepflasterte Fläche)
  • Materialkosten für die Baumaterialien: 1.200 bis 1.800 Euro
  • Arbeitskosten: 1.400 bis 1.800 Euro (inkl. Unterkonstruktion)
Rasen anlegen (100 Quadratmeter)
  • Saatgut und Dünger/Vorbereitung: 200 bis 500 Euro
  • Arbeitskosten (inkl. Bodenaufbereitung/Walzen): 800 bis 1.500 Euro
  • Rollrasen (inkl. Verlegung): 2.000 bis 4.000 Euro
Hecke pflanzen
  • 15 Euro pro laufendem Meter für eine einfache Hecke
  • bis zu 150 Euro pro laufendem Meter bei besonderen Hecken
Gemüsegarten mit Hochbeet anlegen (50 Quadratmeter)
  • Materialkosten (Holzrahmen, Folie, Füllmaterial): 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter
  • Bodenaufbereitung und Beeteinbau (inkl. Kompost, Erde): 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter
  • Gesamtkosten (inkl. Handwerker, Bewässerung, Pflanzenstart): 5.500 bis 10.500 Euro
Erhöhte Terrasse
  • Planung und Entwurf: 500 bis 1.000 Euro
  • Baugenehmigung: 70 bis 150 Euro
  • Fundament: ca. 70 bis 100 Euro pro Quadratmeter
  • Arbeitskosten Handwerker: 70 bis 90 Euro pro Quadratmeter
  • Materialien (Bausatz): 90 bis 160 Euro pro Quadratmeter
Gartenhaus
  • Fundament: 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter (Gehwegplatten ab ca. 35 Euro)
  • Mittelgroßes Gartenhaus: ab 1.200 Euro
Bewässerungssystem
  • Einfache Tropf-/Micro-Drip-Lösung: 500 bis 1.500 Euro
  • Vollautomatisch: 2.000 bis 5.000 Euro
  • Regenwassertank: ab 1.500 Euro (Komplettlösung ab 2.500 Euro)
Naturpool
  • 600 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter
  • Schwimmteich: 150 bis 600 Euro pro Quadratmeter
Teichbau
  • Kleiner Teich (5–10 m²): ab 2.000 Euro
  • Technisch aufwendig: ab 6.000 Euro
Gartentreppen
  • Fünfstufige Treppe: 700 bis 6.000 Euro
  • Geländer: 80 bis 500 Euro pro laufendem Meter
Gartenweg aus Kies
  • Einfach: 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter
  • Aufwendig inkl. Fundament: 50 bis 125 Euro pro Quadratmeter
Staudenbeet anlegen (10 Quadratmeter)
  • Bodenaufbereitung: 100 bis 300 Euro
  • Pflanzen: 150 bis 400 Euro
  • Arbeit inkl. Mulch: 200 bis 500 Euro
Baum pflanzen
  • Standardbaum: 50 bis 150 Euro
  • Grubenarbeit und Pflanzung: 150 bis 400 Euro
Einfriedung
  • Holzzaun: ab 10 bis 20 Euro pro laufendem Meter
  • Kunststoffzaun: ab 60 Euro pro laufendem Meter
  • Metallzaun: ab 180 Euro pro laufendem Meter
  • Maschendrahtzaun: ab wenige Euro pro Meter

Gerade im Garten- und Landschaftsbau hängen die Preise für einen Gartenumbau stark von Untergrund (Bodenaushub/ Entsorgung), Zugänglichkeit, Ausführungsdetail (Randsteine, Entwässerung, Muster), Materialqualität und der Region ab. Daher kann diese Überblickstabelle rund um die wichtigsten Gestaltungselemente Ihnen nur eine Richtlinie bieten. Für ein konkretes Vorhaben sollten Sie sich immer mehrere Angebote machen lassen.



Was kostet 2026 die Gartengestaltung?

Für eine komplette Neuanlage müssen Sie mit rund 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter rechnen, wenn Sie es besonders hochwertig haben möchten und zum Beispiel ein aufwendiges Gartenbewässerungssystem möchten oder ein Bachlauf angelegt werden soll, sind auch 300 Euro und mehr pro Quadratmeter realistisch. Dabei sind die Arbeitskosten ein großer Hebel. Die tariflichen Stundenlöhne im Garten- und Landschaftsbau steigen zum 1. Juli 2026 genau wie die Ausbildungsvergütungen, was sich schnell auf den Rechnungen für den Endkunden widerspiegeln dürfte. [1] Auch die Kosten für die Anfahrt und die sogenannten Rüstkosten müssen Sie bei großen Projekten mit einplanen.

Aber trotzdem gilt es zu bedenken, dass ein professioneller Gärtner Sie von der Planung bis zur Umsetzung mit seinem fachlichen Know-how unterstützt und Ihnen im Vorfeld auch eine individuelle Kostenaufstellung erstellt. Dann können Sie dann immer noch entscheiden, ob Sie vielleicht den einen oder anderen Punkt in Eigenleistung selbst übernehmen wollen. Gerade Erdarbeiten bieten sich hier an.

Mit diesen 2 Faustregeln können Sie die Kosten für das Anlegen eines Gartens grob abschätzen

Es ist schwer abzuschätzen, wie teuer die Neugestaltung eines Gartens sein wird. Deshalb haben sich 2 Faktoren als praktische Messwerte erwiesen, anhand derer Sie zumindest eine grobe Preisspanne berechnen können:

  1. Ermittlung der Kosten anhand der Hausbausumme
    Möchten Sie nach dem Neubau des Hauses einen Garten anlegen, empfiehlt es sich, für die Gartengestaltung Kosten zu veranschlagen, die zwischen 12 und 18 Prozent der Hausbausumme ausmachen. Kostet Ihr neues Haus Sie also beispielsweise 300.000 Euro, sollten Sie für die Gartengestaltung circa 36.000 bis 54.000 Euro einplanen.
  2. Ermittlung der Kosten anhand der Gartenfläche
    Wollen Sie einen bereits bestehenden Garten umgestalten, können Sie die Preisspanne auch anhand der Quadratmeter des Gartens ermitteln. Diese Spanne sollte bei 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter liegen. Bei einer Gartenfläche von 200 Quadratmetern sollten Sie daher mit Kosten zwischen 20.000 und 36.000 Euro rechnen.
SCHON BEDACHT?
Wenn Sie zum Beispiel einen alten Garten umgestalten möchten, dann müssen Sie immer auch damit rechnen, dass Kosten zum Beispiel für das Entfernen eines Baumstumpfs oder den Rückbau einer alten Gartenhütte auf Sie zukommen. Diese Kostentreiber beim Gartenumbau können Sie zum Teil einschränken, wenn Sie die Planung geschickt gestalten und das Schönste aus dem Bestand sinnvoll in den neuen Garten einbinden.
Gartenarchitekt zeichnet mit Buntstiften eine Skizze zur Gestaltung eines Gartens.
Gerade schöne alte Bäume lassen sich gut in die Planung integrieren und dürfen zum Teil auch gar nicht gefällt werden © feuers / istockphoto.com

Wie setzen sich 2026 die Kosten für eine Gartengestaltung zusammen?

Die Kosten für eine Gartengestaltung hängen vor allem 

  • vom Umfang (ein Vorgarten ist deutlich günstiger als das ganze Grundstück),
  • Ihren individuellen Wünschen und Ideen,
  • den Baumaterialien (Betonstein vs. Naturstein),
  • von der Art Bepflanzung,
  • dem Eigenanteil an den Arbeiten,
  • der Wahl des Sichtschutzes,
  • der Baustellensituation (Zufahrt, Boden, Entsorgung), 
  • Kosten für Baumaschinen,
  • dem Anteil an Erdarbeiten und der Frage ab,
  • ob Sie einen Gartenarchitekten engagieren.

In einem kleinen Garten einen neuen Rasen zu verlegen, kann dementsprechend kostengünstiger ausfallen als in einem großen Garten. Andererseits kann auch ein kleiner Garten Sie teuer zu stehen kommen, wenn beispielsweise ein Teichbau geplant ist. Zusätzliche Arbeits- und Fahrtkosten kommen hinzu, wenn Sie die Gestaltungsarbeit einem Gärtner oder einem Landschaftsarchitekten überlassen.

Umfang der Arbeiten

Ausschlaggebend für den Preis kann die Gartengröße sein. Allerdings können Sie sowohl für einen großen als auch für einen kleinen Garten jeweils 50.000 Euro ausgeben. Hierbei kommt es stark auf Ihr Vorhaben und Ihre Wünsche an.

Art der Bepflanzung

Mithilfe einer sorgfältig geplanten Bepflanzung können Sie individuelle Akzente im Garten setzen und ihn in Ihre eigene grüne Oase verwandeln oder auch Ihren privaten Heidegarten anlegen. Für die Planung und Umsetzung einer geeigneten Bepflanzung müssen Sie ein entsprechendes Budget einplanen, abhängig davon, ob Sie mit Hecken, Stauden, Obstbäumen oder Beeten arbeiten. Je nach Pflanzenart und Größe können die Kosten stark variieren. Lassen Sie sich von einem professionellen Gärtner beraten, welche Pflanzen sich für Ihre Gartenanlage am besten eignen und zueinander passen. Und wenn Sie einen Baum pflanzen möchten, dann kommt es auch hier stark darauf an, wie groß dieser bereits ist. Wenn es bereits von Anfang an nach Garten aussehen soll, müssen Sie gerade bei einem Neubau erst mal etwas tiefer in die Tasche greifen und größere Bäume kaufen.

UNSER TIPP:
Gerade bei den blühenden Gartenpflanzen lässt sich Geld einsparen. Kombinieren Sie einfach teure und günstige Sorten miteinander und kaufen Sie statt einer teuren Sorte eine ähnliche Pflanze, die jedoch deutlich günstiger ist. Viele Pflanzen lassen sich zudem im Laufe der Zeit selbst nachziehen, sodass es ausreicht, nur wenige zu kaufen und diese dann selbst zu vermehren.

Rasen verlegen

Ein gepflegter Rasen hat eine große Auswirkung auf den Gesamteindruck Ihres Gartens. Planen Sie eine neue Rasenfläche mit schönen Rasenkanten in Ihrem neuen Traumgarten zu verlegen, können die Kosten für das Anlegen des Rasens je nach Flächengröße variieren. Zudem bestimmt auch die Methode die Kosten. Entscheiden Sie sich für einen Rollrasen, haben Sie beinahe schon im Hand umdrehen einen sattgrünen Rasen. Das schnelle Ergebnis hat auch seinen Preis. 

Pflasterarbeiten & Wege

Pflasterwege, die durch einen Garten führen, dienen nicht nur der ästhetischen Bereicherung, sondern erfüllen auch einen praktischen Nutzen. Ob Sie einen Weg zu Ihrem Teich, Gartenpool, einem Beet oder dem Gartenhaus benötigen, oder sich einfach nur eine befestigte Abstellfläche wünschen, solche Wege bieten einen vielfältigen Mehrwert und verleihen dem gesamten Grundstück eine durchdachte Struktur. Die Kosten für das Pflaster richten sich nach der Materialart und der Flächengröße. Aufgrund höherer CO2-Abgaben auf Zement und gestiegener Energiekosten bei der Herstellung liegen selbst die Preise für Standard-Betonpflaster im Fachhandel 2026 schon bei 25 bis 35 Euro pro Quadratmeter. Möchten Sie Naturstein verlegen, kann der Quadratmeterpreis bereits zwischen 150 und 450 Euro liegen. Lassen Sie einen Profi eine 20 Quadratmeter große Fläche mit Natursteinplatten pflastern, müssen Sie schon mit 3.000 bis 9.000 Euro rechnen. 

Ein geschwungener Gartenweg aus großen Naturstein-Trittplatten ist in dunklem Kiesbett eingebettet und führt durch ein üppig bepflanztes Blumenbeet mit verschiedenen Zierpflanzen, Stauden und Bodendeckern.
Wenn Sie Ihre Gartenwege sehr aufwendig gestalten, wird es zwar teurer, aber der Weg dient auch lange Zeit als Blickfang in Ihrem Garten © kynny / istockphoto.com

Terrasse

Die Gesamtkosten einer Terrasse setzen sich im Wesentlichen aus 3 Säulen zusammen: der Vorbereitung des Untergrunds, dem gewählten Obermaterial und dem Arbeitsaufwand. Den Anfang machen die Erdarbeiten und der Schotter-Unterbau, die für Stabilität und Frostschutz sorgen. Die Materialkosten für den sichtbaren Belag variieren stark je nach persönlichem Geschmack, von preiswerten Betonplatten bis hin zu exklusiven Natursteinen. Hinzu kommen Ausgaben für Randbefestigungen und Fugenmaterial. Wer die Terrasse nicht in Eigenleistung baut, muss zudem den Arbeitslohn für Fachbetriebe einkalkulieren, der oft einen erheblichen Teil des Gesamtbudgets ausmacht, dafür aber eine fachgerechte Entwässerung und Langlebigkeit garantiert. 

Die Terrassenbaumaterialien inklusive der Kosten im Überblick 

SteinartVorteileNachteileKosten pro Quadratmeter
Granit (Naturstein)
  • robust
  • langlebig
  • natürliches Aussehen
  • hoher Preis
  • schwer zu verarbeiten
60 bis 150 Euro
Sandstein (Naturstein)
  • natürliches, warmes Aussehen
  • robust
  • rutschfest
  • etwas weicher
  • empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
55 bis 110 Euro
Schiefer (Naturstein)
  • edle Optik
  • gute Wärmespeicherung
  • natürliches Aussehen
  • rutschfest
  • porös und spaltbar
  • empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
65 bis 130 Euro
Klinker
  • langlebig
  • pflegeleicht
  • widerstandsfähig
  • begrenzte Farbauswahl
  • kalt unter den Füßen
35 bis 65 Euro
Betonplatten
  • günstiger Preis
  • große Auswahl an Designs
  • einfache Verarbeitung
  • langlebig
  • kann mit der Zeit verwittern
  • umweltunfreundlich
25 bis 80 Euro

Bauvorhaben 

Wenn Sie im Rahmen Ihrer Gartengestaltung größere Bauprojekte planen, wie zum Beispiel den Bau einer Terrasse oder eines Gartenhauses, dann kommen je nach Art und Menge des Baumaterials und Flächengröße unterschiedlich hohe Kosten auf Sie zu. Die Kosten für das Bauen einer Terrasse setzen sich zum Beispiel aus dem Aushub, dem Fundament und dem Bodenmaterial zusammen.

GUT ZU WISSEN:
Informieren Sie sich vor größeren Bauarbeiten, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen. Die Vorschriften unterscheiden sich von Region zu Region, daher sollten Sie sich für genaue Informationen am besten an das zuständige Bauamt wenden.

Einfriedung & Sichtschutz

Zu einer vollständigen Gartenplanung zählt auch der Zaunbau dazu. Das verschafft Ihnen nicht nur mehr Privatsphäre, sondern bietet viele unterschiedliche Möglichkeiten Ihren Außenbereich zu gestalten. Sie können sich für einen lebenden Zaun in Form von hohen Hecken oder Sträuchern entscheiden. Der Preis steigt mit der Pflanzenhöhe, wobei kleine Pflanzen günstiger sind als hochgewachsene. Eine ein Meter große Pflanze kann circa 15 Euro kosten. Abhängig von der Pflanzenart auch deutlich mehr. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit einen herkömmlichen Gartenzaun aus Holz zu montieren. Je nach Holzart können die Materialkosten bei circa 10 bis 20 Euro pro Meter liegen. Ein Kunststoffzaun kann bereits 60 bis 160 Euro pro Meter kosten, während der Preis für einen Metallzaun mit 140 bis 200 Euro besonders kostspielig ist. Steinmauern können es preislich ebenfalls in sich haben, denn sie werden massiv gebaut. Jedoch sind sie im Vergleich auch deutlich langlebiger. Pro Quadratmeter gemauerter Fläche sollten Sie mit 150 bis 200 Euro rechnen, je nachdem natürlich auch, wie hoch die Mauer ist. 

Kosten für den Gartenbauer

Wollen Sie all diese Arbeiten nicht selbst durchführen, sondern einen Gartenbauer oder zumindest einen Gärtner beschäftigen und die Neuanlage vorher durch einen Landschaftsarchitekten planen lassen, fallen auch hierfür zusätzliche Kosten an. Die Kosten sind dabei unter anderem abhängig von dem Vorhaben, dem Betrieb sowie der Region. Eine umfangreiche Gartengestaltung kann je nach Umfang und Sonderwünschen daher unterschiedlich ausfallen. Gartenbauer rechnen oft nach einem Stundensatz ab oder veranschlagen einen Projektpreis, der sich anhand der Quadratmeter misst. Es lohnt sich, die Angebote verschiedener Experten miteinander zu vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, dass im Angebot alle anfallenden Kosten enthalten sind, damit Sie später nicht nachzahlen müssen. Der auf den ersten Blick günstigste Anbieter muss daher nicht immer die beste Wahl sein.

Kosten für Baumaschinen

Entscheiden Sie sich dafür, den Garten selbst anzulegen, benötigen Sie eventuell Baumaschinen, die Ihnen die Arbeit erleichtern. Diese können Sie im Baumarkt oder bei einer Baumaschinenvermietung mieten, wobei sich der Preis unterscheidet. Einen Minibagger können Sie pro Tag beispielsweise ab 120 Euro mieten. Die Mietpreise können sich mit einer längeren Mietdauer reduzieren, Sie müssen aber immer noch Liefer- und Abholgebühren sowie Treibstoffkosten mitbedenken.


Baggerfahrer auf einem orangenen Minibagger in einem Garten mit Erde in der Schaufel

BAGGERARBEITEN KOSTEN

Für viele Bauvorhaben im Garten benötigen Sie für den Aushub einen Minibagger.

© Yuriy Pozdnikov / istockphoto.com


Was kosten die Planungsarbeiten für das Anlegen eines Gartens?

Die Planung gliedert sich in mehrere Phasen, für die jeweils separate Kosten anfallen. Dabei müssen Sie nicht zwingend alle Leistungen an einen Profi vergeben. Wenn Sie beispielsweise lediglich die Konzeptplanung und die Pflanzpläne professionell erstellen lassen und die handwerkliche Umsetzung selbst übernehmen, lassen sich die Gesamtkosten spürbar reduzieren. Gleichzeitig profitieren Sie von einem stimmigen Gesamtkonzept und klaren Vorgaben, sodass auch ohne Fachausbildung nachvollziehbar ist, welche Arbeiten in welcher Reihenfolge auszuführen sind. Voraussetzung dafür sind jedoch handwerkliches Geschick und ausreichende Fachkenntnis in der Ausführung. Andernfalls kann es im Nachgang teuer werden, zum Beispiel wenn der Untergrund für Pflasterarbeiten nicht fachgerecht vorbereitet wird und die Fläche später absackt.

Wie viel kostet ein Landschaftsarchitekt?

Der Landschaftsarchitekt harmonisiert

  • Ästhetik,
  • Funktion und
  • Ökologie

in Ihrem Garten und berücksichtigt stets Ihre persönlichen Vorstellungen. Er übernimmt die Planung für Sie und koordiniert mit Fachleuten die Umsetzung. Im Gegensatz zum Gartenbauer oder Gärtner, der individuelle Stundensätze nutzt, berechnet der Landschaftsarchitekt oder Gartenarchitekt seine Dienstleistungen in der Regel gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Diese Richtlinie legt Gebühren für Planungs- und Beratungsleistungen fest, abhängig von Faktoren wie Projektumfang, Gartenfläche, Planungstiefe und Standort, ist aber nicht mehr verbindlich. Meistens wird das Honorar als Prozentsatz der Gesamtkosten kalkuliert. Der liegt mindestens bei 10 Prozent. Für Erstberatungen oder kleinere Projekte kann ein individueller Stundensatz oder Pauschalpreis vereinbart werden. Professionelle Gartenplanung kann je nach Größe zwischen 300 und 1.500 Euro oder mehr kosten, planen Sie etwas ganz Besonderes, wie beispielsweise einen Japanischen Garten, dann kann es auch deutlich teurer werden. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Ihr Anbieter nach der HOAI abrechnet.

Wie finde ich einen seriösen Experten für die Gartengestaltung? 

Die Suche nach einem verlässlichen Gartengestaltungsexperten für den geplanten Traumgarten erfordert einige Schritte. Empfehlungen aus Ihrem Umfeld sind hilfreich, doch oft startet die Suche online. Überprüfen Sie Referenzen verschiedener Landschaftsarchitekten sowie Gärtner und fordern Sie dabei detaillierte Kostenvoranschläge an und achten Sie auf erforderliche Lizenzen und Versicherungen. Das Vergleichen von verschiedenen Angeboten ist entscheidend, um den optimalen Gartenexperten für die Gartenplanung sowie die Ausführung zu finden. 



Wie kann ich Kosten beim Anlegen meines Garten sparen?

Durch Eigenleistungen können Sie die Gartenbaukosten effektiv senken. Beurteilen Sie Ihr handwerkliches Geschick realistisch und überlegen Sie, welche Vorarbeiten Sie selbst übernehmen können. Prüfen Sie auch, ob Sie die nötige Ausrüstung besitzen. Viele Werkzeuge müssen Sie gar nicht neu kaufen, da Baumärkte diese auch vermieten. So können Sie sich einiges an Ausgaben einsparen. Eine weitere Möglichkeit, am Preis zu sparen, besteht darin, recycelte Produkte zu verwenden. Recyceltes Füllmaterial und gebrauchte Steine sind deutlich günstiger als neue Materialien. Auch der Gebrauchtkauf von Garten- und Gewächshäusern oder Teichfiltern ist eine Option, solange Sie auf den Materialzustand achten, um unerwartete Ausgaben zu vermeiden.

Kosten für die Gartengestaltung: Beispielrechnung

Die folgende Rechnung zeigt die möglichen Kosten für eine komplette Gartengestaltung. Es soll ein Zaun, Teich sowie eine Terrassenfläche gebaut werden. Zusätzlich sollte die restliche Grundstücksfläche mit einem Rollrasen ausgelegt werden.

PositionBeschreibungPreis
lebender ZaunPflanzenhöhe: 1 Meter/Anzahl: 20 Stück600 Euro bei bei 30 Euro/Pflanze inkl. Einpflanzung
GartenteichVolumen: 8 Quadratmeter (inkl. Filter und Bepflanzung)5.400 Euro
TerrasseFläche: 20 Quadratmeter (inkl. Arbeitskosten); hochwertiges Holz inklusive Unterbau6.100 Euro
RollrasenFläche: 100 Quadratmeter (inkl. Verlegung)2.500 Euro
Landschaftsarchitekt/GärtnerPlanung und Beratung1.300 Euro
Gesamtkosten15.900 Euro

Nicht nur die Kosten an sich können sich aufgrund zahlreicher Faktoren verändern, auch die Arbeitskosten für den Landschaftsarchitekten oder Gärtner können je nach Erfahrung, Standort und individuellen Vereinbarungen um einiges variieren. Holen Sie sich am besten vorab verschiedene und unverbindliche Kostenvoranschläge ein.



Diese 5 Dinge sollten Sie beachten

  1. Unterschätzen Sie nicht die Nebenkosten rund um die Erdarbeiten. Bodenaushub, Abfuhr und Deponiegebühren (inklusive möglicher Einstufung als belasteter Boden) können je nach Menge und Region einen überraschend großen Teil des Budgets ausmachen.
  2. Ebenfalls gern übersehen werden Zugänglichkeit und Logistik, denn lange Transportwege durch das Haus, fehlende Zufahrten oder Kran- bzw. Minibagger-Einsatz schlagen schnell mit Zusatzstunden und Gerätekosten zu Buche.
  3. Auch in der Folge kommen Kosten auf Sie zu, beispielsweise der Wasserverbrauch oder der Strom für Pumpen sowie Ersatzpflanzungen in den ersten 2 Jahren, da es immer wieder passiert, dass Einiges nicht anwächst.
  4. Ein weiterer Kostentreiber ist die Qualitätssicherung im Detail, denn saubere Randsteine, Drainagne, Gefälleplanung und Frostschutzschichten sind unsichtbar, entscheiden aber meistens auch über die Haltbarkeit.
  5. Planen Sie ein paar Prozent mehr ein für Preisänderungen, Lieferengpässe und Schnittstellenrisiken. Denn gerade solche Faktoren sind in Angeboten oft nur begrenzt abgebildet.

Fazit

Was eine Gartengestaltung am Ende kostet, kann sehr unterschiedlich sein. Das hängt vor allem davon ab, wie groß das Grundstück ist, welche Pflanzen Sie möchten, welche Materialien Sie wählen und ob zusätzlich Dinge wie Terrasse, Wege oder eine Wasserfläche dazukommen. Deshalb sind pauschale Aussagen meist nur grobe Orientierung. Am besten bekommen Sie ein realistisches Gefühl für das Budget, wenn Sie erst einmal klar festlegen, was Ihnen wirklich wichtig ist und die Arbeiten in sinnvolle Schritte aufteilen. Sparen lässt sich häufig durch Eigenleistung, das Wiederverwenden von Materialien und indem Sie mehrere Angebote einholen und sauber vergleichen. Und wenn Sie mit einem Fachbetrieb arbeiten, profitieren Sie meist von einer durchdachten Planung, guter Abstimmung und einer fachgerechten Ausführung, denn das kann später teure Nachbesserungen ersparen.

Garten anlegen Kosten: Häufig gestellte Fragen

Was ist ein typischer versteckter Kostentreiber?

Ein oft übersehener Kostentreiber sind Schnittstellen zwischen Gewerken. Wenn etwa Beleuchtung, Bewässerung und Entwässerung nicht früh zusammen geplant werden, zahlen Sie später doppelt für erneutes Aufgraben, Wiederherstellen von Belägen und zusätzliche Anfahrten.

Wie wichtig ist die Bodenqualität? 

Der Boden kann zur Budgetfalle werden, wenn beispielsweise falsche Substrataufbauten langfristig zu Staunässe, Kümmerwuchs oder Absackungen führen und dann nicht einzelne Pflanzen, sondern ganze Flächen neu gemacht werden müssen.

Wie wichtig ist es, die Teilschritte aufeinander abzustimmen? 

Ein häufiger, kaum kalkulierter Kostentreiber ist die zeitliche Verzögerung zwischen Teilschritten. Denn wenn Sie erst Monate nach dem Wegebau bepflanzen, müssen Sie die Flächen in der Zwischenzeit gegen Unkraut, Erosion und Verschlammung sichern.

Quellen

[1] „Garten- und Landschaftsbau: Tarifabschluss – mehr Geld für alle!“ Igbau.de, igbau.de/Garten-und-Landschaftsbau-Tarifabschluss-mehr-Geld-fuer-alle.html. Zugegriffen 22. Januar 2026.

Über unsere*n Autor*in
Kathrina Haunfelder
Kathrina studiert zurzeit Technikjournalismus und Technik-PR. Im Studium eignete Sie sich bereits die grundlegenden Kompetenzen in den Bereichen Print-, Online-, Hörfunk- und TV-Journalismus mit dem Schwerpunkt Technik an. Vor ihrem Studium absolvierte Sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin.