Gartenbau.org Icon
Gartenpflege

Gartenarbeiten im September: Aufgaben im Überblick

Simone Blaß
Verfasst von Simone Blaß
Zuletzt aktualisiert: 11. September 2026
Lesedauer: 16 Minuten
© FamVeld / istockphoto.com

Der September ist der heimliche Wendepunkt im Gartenjahr, denn während der Sommer langsam zu Ende geht, stehen bereits die Vorbereitungen für das nächste Frühjahr an. Zwischen spätsommerlichen Sonnenstrahlen und den ersten kühleren Nächten entscheidet sich jetzt, wie farbenfroh es im nächsten Frühjahr blüht und wie gut der Garten durch die frostige Jahreszeit kommt. Der noch warme Boden bietet ideale Bedingungen, um Blumenzwiebeln für die ersten Frühjahrsboten wie Krokusse, Narzissen und Tulpen in die Erde zu bringen. Auch Immergrüne, Gehölze und Stauden wurzeln jetzt besonders gut an und nutzen die verbleibende Restwärme des Spätsommers, um gestärkt in den Winter zu gehen.

Alles auf einen Blick: 

  • Der September ist ein entscheidender Monat im Gartenjahr, um mit dem Pflanzen von Blumenzwiebeln, Gehölzen und der Rasenpflege die Basis für das nächste Frühjahr zu schaffen.
  • Neben der Ernte von Spätsommergemüse stehen Arbeiten wie das Einsäen von Wintergemüse, das Mulchen von Beeten sowie die Vorbereitung frostempfindlicher Kübelpflanzen an.
  • Für aufwendige oder gefahrgeneigte Aufgaben wie Baumfällungen, Neuanlagen, Pflasterarbeiten oder den Bau von Schwimmteichen wird die Beauftragung von Fachbetrieben empfohlen.
  • Durch das Belassen von Laub- und Totholzhaufen, das Stehenlassen von Samenständen und das Reinigen von Nistkästen lassen sich Heimtiere und Nützlinge im Frühherbst gezielt unterstützen.
  • Erste Schutzmaßnahmen für den Winter, wie das Überprüfen von Wasserleitungen oder das Aufstellen eines Schutznetzes am Teich, verhindern spätere Frostschäden und hohe Nährstoffbelastungen durch in den Teich gefallenes Laub.


Das ist im Spätsommer zu tun: Ein Überblick über die Gartenarbeiten im September

BereichWas ist jetzt zu tun?Hinweise
Wintergemüse säenFeldsalat, Winterspinat und Asia-Salate direkt ins Beet säen. Auch Rucola, Radieschen und Winterkresse sind je nach Standort noch möglich.
  • Den Boden feinkrümelig vorbereiten und bei Trockenheit vor sowie nach der Aussaat gründlich angießen.
  • Bei noch hohen Temperaturen kann ein leichtes Vlies die Keimung von Feldsalat verbessern.
Sommergemüse erntenTomaten, Zucchini, Bohnen, Gurken, Paprika, Zuckermais, Mangold und Kräuter regelmäßig abernten.
  • Häufiges Pflücken verlängert bei Zucchini und Bohnen die Erntezeit.
  • Unreife Tomaten vor kalten Nächten ernten und bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.
Vorräte anlegenÜberschüsse einkochen, einfrieren, fermentieren oder trocknen. Besonders geeignet sind Tomaten, Bohnen, Zucchini, Kräuter, Paprika und Wurzelgemüse.
  • Fermentieren ist eine gute Möglichkeit, um Gemüse aus dem Garten haltbar zu machen und Ernteüberschüsse aromatisch zu verwerten. Dabei sorgen Milchsäurebakterien unter Sauerstoffausschluss für die Konservierung. Wichtig ist, dass das Gemüse stets vollständig von einer Salzlake bedeckt bleibt.
MulchenUnbepflanzte Beete, Pflanzenzwischenräume und Flächen unter Beerensträuchern mit organischem Material abdecken.
  • Geeignet sind angetrockneter Rasenschnitt, Laub, Stroh oder gehäckselte Staudenreste.
  • Rasenschnitt nur dünn verteilen, damit er nicht fault.
  • Mulch bremst die Verdunstung, schützt die Bodenoberfläche und fördert Bodenlebewesen.
Tomaten und Kartoffeln kontrollierenTomaten auslichten, neue Blüten und sehr kleine Fruchtansätze entfernen sowie Kartoffeln ernten, sobald das Laub weitgehend abgestorben ist.
  • Entfernen Sie bei Tomaten kranke Blätter mit Verdacht auf Kraut- und Braunfäule und entsorgen Sie diese über den Restmüll.
  • Kartoffeln nur trocken einlagern und beschädigte Knollen zuerst verbrauchen.
Beerenobst und Stauden pflegenErdbeerausläufer entfernen oder für neue Pflanzen nutzen. Reife Samen von Blumen, Kräutern und Bohnen sichern.
  • Verblühte Stauden nicht komplett zurückschneiden, denn ihre Samenstände sind Winterfutter und bieten Struktur im Garten.
Kompost und Rasen pflegenReife Komposterde nutzen und kahle Stellen im Rasen nachsäen.
  • Die kühler und feuchter werdende Witterung begünstigt Rasennachsaaten.
  • Reifer Kompost eignet sich als Bodenverbesserer, sollte aber nur maßvoll verwendet werden.
Tiere im Garten unterstützenLaub, Reisig und Totholz nicht vollständig wegräumen, sondern Laub- oder Reisighaufen als Rückzugs- und Überwinterungsplatz belassen. Einige Beeren oder Samenstände stehen lassen und die Nistkästen reinigen.
  • Kontrollieren Sie Holz- und Laubhaufen vor dem Umsetzen vorsichtig auf Tiere.
  • Vermeiden Sie unbedingt Mähroboter in Dämmerung und Nacht.
Wasser und Frostschutz planenRegentonnen, Bewässerung und empfindliche Kübelpflanzen kontrollieren und jetzt schon mal ein Vlies für kühle Nächte bereitlegen.
  • Im September können warme, trockene Tage und deutlich kühlere Nächte rasch wechseln. Jungpflanzen und spätes Gemüse daher bei Bedarf mit Vlies oder einem Folientunnel schützen.

Benötigen Sie Hilfe für Ihr Gartenprojekt?
Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.

Bei welchen Gartenarbeiten im September ist ein Fachbetrieb sinnvoll?

  • Fällung und Rückschnitt von großen Bäumen
  • Neuanlage oder umfassende Umgestaltung des Gartens
  • komplette Rasenerneuerung
  • Bau und Pflege von Schwimmteichen
  • Pflaster- und Bruchsteinarbeiten
  • Errichtung von Zäunen und Sichtschutz

Fällung und Rückschnitt von großen Bäumen

Bei großen Bäumen sind Fällungen und umfangreiche Rückschnitte anspruchsvolle Arbeiten, die Fachwissen und die richtige Ausrüstung erfordern. Je nach Standort und Größe des Baumes kommen beispielsweise Hubarbeitsbühnen oder Seilklettertechnik zum Einsatz. Auch das Entfernen eines Baumstumpfs gibt man besser in die Hände eines Profis. 

Neuanlage oder umfassende Umgestaltung des Gartens

Natürlich sind die Kosten für das Anlegen eines Gartens nicht zu verachten, aber wird die Fläche so geplant, dass alles aufeinander abgestimmt ist, haben Sie fast das ganze Jahr hindurch Freude an Ihrem Garten. Ein Fachbetrieb kann dabei verschiedene Bereiche wie Beete, Rasenflächen, Wege und Sitzplätze sinnvoll miteinander verbinden und fachgerecht umsetzen.

komplette Rasenerneuerung

Ist der Rasen stark beschädigt, ist Moos im Rasen verteilt oder gibt es Unkraut im Rasen, dann reicht eine einfache Nachsaat oft nicht mehr aus. Bei einer vollständigen Erneuerung wird die alte Grasnarbe entfernt, der Boden vorbereitet und anschließend neuer Rasen ausgesät oder Rollrasen verlegt

Bau und Pflege von Schwimmteichen

Für das Anlegen eines Schwimmteichs und dessen Pflege ist ein spezialisierter Fachbetrieb sinnvoll, weil Standort, Abdichtung, Wasserführung sowie Regenerationszone und Filtertechnik exakt aufeinander abgestimmt werden müssen, damit das Wasser langfristig klar und hygienisch stabil bleibt. Fachleute vermeiden typische Folgeschäden wie Undichtigkeiten, schlecht funktionierende biologische Reinigung oder übermäßigen Algenwuchs.

Pflaster- und Bruchsteinarbeiten

Für Pflaster- und Bruchsteinarbeiten ist ein Fachbetrieb sinnvoll, weil dauerhaft belastbare Flächen und Mauern einen korrekt dimensionierten, frostsicheren Unterbau, eine sorgfältige Verdichtung sowie ein passendes Gefälle zur sicheren Entwässerung benötigen. Fachleute beherrschen zudem das materialgerechte Zuschneiden und Verlegen von Naturstein, die stabile Randeinfassung und bei Mauern Gründung, Hinterfüllung und gegebenenfalls Drainage. So lassen sich Setzungen, lockere Steine, Staunässe und Frostschäden vermeiden.

Errichtung von Zäunen und Sichtschutz

Für das Erneuern des Gartenzauns, die Errichtung von Zäunen und Sichtschutzanlagen ist der September ein guter Monat. Ein Fachbetrieb ist hier vor allem deswegen empfehlenswert, weil Pfosten, Fundamente, Zaunverlauf und Höhen exakt ausgerichtet und an Bodenverhältnisse, Geländegefälle sowie die jeweilige Zaunart angepasst werden müssen. Bei blickdichten Elementen kommt eine hohe Windlast hinzu. Fachleute dimensionieren Fundamente, Pfosten und Befestigungen entsprechend, damit sich der Zaun nicht neigt, lockert oder bei Sturm beschädigt wird.



Kann ich bei der Gartenarbeit im September bereits Blumenzwiebeln setzen? 

Der September mit seinen warmen Tagen und kalten Nächten ist der optimale Zeitpunkt, um mit Blumenzwiebeln die Basis fürs nächste Frühjahr zu schaffen. Die Pflanzen benötigen nämlich den Kältereiz des Winters, um im Frühjahr Blüten auszubilden. Hinzu kommt: Solange der Boden nicht gefroren ist, haben die Zwiebeln im warmen Septemberboden ausreichend Zeit, vor dem ersten Frost starke Wurzeln zu schlagen. Wichtig ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit lockerem, wasserdurchlässigem Boden, denn Staunässe ist für Zwiebeln besonders problematisch, weil sie Fäulnis begünstigt. Verwenden Sie nur feste, trockene und unbeschädigte Zwiebeln, setzen Sie diese mit der Spitze nach oben und drücken Sie die Erde anschließend leicht an. Nach dem Pflanzen reicht es, bei anhaltender Trockenheit zu wässern. Besonders natürlich ist die spätere Wirkung, wenn Sie die Blumenzwiebeln nicht in strengen Reihen, sondern locker in kleinen Gruppen oder als zufällig ausgestreute Mischung pflanzen.

Welche Blumenzwiebeln sollte ich im September pflanzen?

  • Krokusse
  • Schneeglöckchen
  • Narzissen
  • Tulpen
  • Hyazinthen
  • Zierlauch
  • Schachbrettblume
  • Winterlinge
  • Märzenbecher

Wie tief setzt man Blumenzwiebeln?

Setzen Sie Blumenzwiebeln so tief, dass über ihrer Spitze etwa die doppelte bis dreifache Zwiebelhöhe Erde liegt. Die ausreichende Tiefe schützt die Zwiebeln vor Frost und sorgt zugleich dafür, dass sie fest im Boden sitzen. In schweren, nassen Böden dürfen sie tendenziell etwas flacher, in leichten, sandigen Böden eher etwas tiefer gesetzt werden.

Frau pflanzt im Herbst Blumenzwiebeln mit einer Handschaufel ins Beet. Eine Schale mit Tulpenzwiebeln steht daneben.
Wählen Sie für Tulpenzwiebeln einen sonnigen Standort und pflanzen Sie die Zwiebeln etwa 15 Zentimeter tief © AndreaObzerova / istockphoto.com

Was braucht der Rasen im September? 

  • kaliumreichen Herbstdünger ausbringen: Stellen Sie die Düngung auf einen kaliumbetonten Herbst-Rasendünger um. Kalium festigt das Zellgewebe der Gräser und schützt den Rasen vor Frost, Krankheiten und Pilzbefall im Winter.
  • Nachsaat und Lücken schließen: Da der Boden im September noch warm ist und mehr Taufeuchtigkeit vorhanden ist, keimen Rasensamen ideal. Säen Sie kahl gewordene Stellen nach und halten Sie diese gleichmäßig feucht.
  • Neurasen anlegen: Falls Sie eine Rasenfläche komplett neu anlegen möchten, ist der September der beste Monat im gesamten Jahr, da das Unkrautwachstum nachlässt und der Boden optimal temperiert ist.
  • Boden belüften (Aerifizieren): Bei verdichteten Stellen und Unkraut im Rasen sollten Sie den Rasen lüften.  So kann auch Regenwasser im Herbst und Winter gut abfließen und Staunässe wird vermieden.
  • regelmäßig mähen und Laub entfernen: Mähen Sie den Rasen weiterhin auf normaler Höhe, also etwa dreieinhalb bis fünf Zentimeter, so wie Sie es zum Beispiel bei der Gartenarbeit im Mai auch getan haben. Entfernen Sie herabfallendes Laub regelmäßig, damit die Halme ausreichend Sonnenlicht erhalten und sich keine Pilzkrankheiten bilden.


So unterstützen Sie die Tiere in Ihrem Garten im Frühherbst

  • Winterquartiere schaffen: Laub-, Reisig- und Totholzhaufen an ruhigen Stellen liegen lassen, um Igeln, Molchen und anderen Nützlingen Unterschlupf zu bieten.
  • Futterquellen für Spätbestäuber schaffen: Spätblühende Pflanzen wie Herbst-Astern und blühenden Efeu im Garten ansiedeln, um Bienen und Schmetterlingen auch im Herbst noch Nahrung zu sichern.
  • Gefahrenquellen absichern: Regentonnen abdecken und Ausstiegshilfen an steilen Wasserbecken anbringen, damit die Tiere nicht ertrinken.
  • Mähzeiten anpassen: Mähroboter nicht in der Dämmerung oder nachts betreiben, da Igel in dieser Zeit aktiv auf Futter- und Quartiersuche sind.
  • Nistkästen vorbereiten: Vögel-Nistkästen Ende des Monats reinigen, damit sie Meisen und anderen Kleinvögeln als geschütztes Schlaflager für kalte Nächte dienen.
  • Pflanzen vorsichtig schneiden: Dichte Sträucher und Hecken vor dem Rückschnitt gründlich auf Spätbrüter und andere Kleintiere überprüfen.
  • alte Beeren und einige Samenstände stehen lassen: Viele heimische Vögel profitieren im Herbst von Samenständen, Beeren und Insekten. Verblühte Stauden wie Sonnenhut, Disteln oder Fetthenne deshalb möglichst bis zum Frühjahr stehen lassen.

Wie reinige ich einen Nistkasten richtig? 

Nehmen Sie das alte Nest zum Reinigen heraus und entsorgen Sie es im Restmüll und nicht auf dem Kompost. Zum einen kann es von Parasiten befallen sein und zum anderen auch Teile enthalten, die nicht natürlichen Ursprungs sind, wie zum Beispiel Kunststofffasern. Für die Reinigung reicht es in der Regel aus, den Kasten trocken auszubürsten. [1]Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie etwas klares Wasser und eine feste Bürste verwenden. Verwenden Sie keine chemischen Reinigungsmittel und verzichten Sie unbedingt auf Desinfektionssprays, da Rückstände davon für die Vögel sehr schädlich sein können. Wurde der Nistkasten mit Wasser gereinigt, muss er anschließend vollständig trocknen. Lassen Sie ihn deshalb offen an einem trockenen, gut belüfteten Ort stehen. So verhindern Sie, dass sich durch eingeschlossene Feuchtigkeit später Schimmel bildet. Wenn Sie den sauberen und trockenen Nistkasten wieder aufhängen, dann achten Sie darauf, dass das Einflugloch nach Osten oder Südosten zeigt. Das dient dem Schutz vor Wettereignissen wie Starkregen, da in Mitteleuropa Wind, Sturm und Regen meist aus dem Westen bis Nordwesten kommen. 

Person reinigt einen nistenden Nistkasten am Baum mit Handfeger und Stöckchen im Spätsommer oder Herbst.
Der September ist ein guter Zeitpunkt im Gartenjahr, um Nistkästen als Schutzstätte für den Winter vorzubereiten © LianeM / istockphoto.com

Sind Wasserstellen für die Tiere auch im September noch wichtig? 

Da natürliche Wasserquellen auch an warmen und trockenen Spätsommertagen knapp werden, sind Wasserstellen im Garten noch wichtig. Flache Tränken dienen Vögeln außerdem zum Baden und zur Gefiederpflege, während Insekten Wasser unter anderem für den Nestbau und zur Kühlung nutzen. Damit die Wasserstelle hygienisch und sicher bleibt, sollten Sie das Wasser regelmäßig erneuern. Flache Ränder sowie Steine oder kleine Äste als Ausstiegshilfe verhindern zudem, dass Kleintiere ertrinken.

Welche ersten Vorbereitungen sind für den Winter zu treffen?

Im September müssen Sie den Garten noch nicht vollständig winterfest machen, sollten aber die Grundlagen dafür legen. Die konsequente Umstellung erfolgt meist erst mit den ersten Frösten, spätestens bei der Gartenarbeit im November. Eine gute Vorbereitung im September verhindert jedoch Hektik und typische Frostschäden. 

Was muss ich bei Kübelpflanzen im September beachten?

Frostempfindliche Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrusgewächse oder Engelstrompete dürfen im September meist noch draußen bleiben und profitieren dort von Licht und frischer Luft. Beenden Sie jedoch die stickstoffbetonte Düngung, reduzieren Sie bei sinkenden Temperaturen die Wassergaben und kontrollieren Sie die Pflanzen auf Schädlinge und kranke Triebe. Bereiten Sie zugleich ein helles, frostfreies Winterquartier, Vlies sowie isolierende Unterlagen für die Kübel vor. Staunässe im Topf ist im Herbst besonders kritisch, daher sollten die Abzugslöcher unbedingt freibleiben. 

Hecken noch ruhen lassen

Größere Schnittmaßnahmen an Hecken gehören aus Gründen des Vogelschutzes laut dem Bundesnaturschutzgesetz grundsätzlich in die Zeit nach dem 30. September. [2] Einen starken Heckenschnitt sollten Sie also unbedingt vermeiden. Entfernen Sie im Frühherbst vor allem Totholz sowie kranke oder beschädigte Zweige.

Technik und Regentonnen sichern

Kontrollieren Sie bereits jetzt Außenwasserhähne, Schläuche, Pumpen, Regentonnen und Bewässerungsanlagen. Vor dem ersten Frost müssen Außenleitungen abgesperrt und entleert, Schläuche sowie Pumpen frostfrei eingelagert und Regentonnen entleert beziehungsweise gegen Frostschäden gesichert werden. Im September genügt es meist, das Material zu prüfen, zu reinigen und die Arbeit rechtzeitig einzuplanen. Das endgültige Ablassen richtet sich nach der Wetterprognose.

Was ist beim Gartenteich im September zu tun?

Auch Gartenteiche profitieren von einer strukturierten Wintervorbereitung im September, spätestens aber bei der Gartenarbeit im Oktober. Entfernen Sie abgestorbenes Pflanzenmaterial und stark wuchernde Wasserpflanzen schrittweise, damit möglichst wenig organische Masse im Wasser verrottet. Ein Laubschutznetz über kleineren Teichen verhindert später, dass große Mengen Herbstlaub ins Wasser fallen und die Nährstoffbelastung erhöhen. Achten Sie darauf, dass Tiere jederzeit über flache Uferbereiche, Steine oder Ausstiegshilfen aus dem Teich gelangen können. Ein Fachbetrieb für Gartenteichpflege kann im September besonders sinnvoll sein, wenn sich viel Faulschlamm, Algen oder abgestorbene Pflanzenreste angesammelt haben, der Teich viele Fische beherbergt oder die Wasserqualität auffällig ist. Fachleute beurteilen Wasserwerte, Nährstoffbelastung sowie die Funktion von Filter, Pumpe und Belüftung und entfernen Schlamm oder Pflanzenmaterial so, dass die Teichbiologie möglichst wenig gestört wird.

Diese 5 Dinge sollten Sie beachten

  1. Ein Teil des Fallobsts kann Insekten, Vögeln und Kleintieren als Nahrungsquelle dienen. Faulige oder kranke Früchte sollten Sie jedoch entfernen, damit sich Pilzkrankheiten und Schädlinge nicht unnötig ausbreiten.
  2. Nach der Ernte bleiben im September häufig größere Bodenflächen unbedeckt zurück. Eine Gründüngung oder geeignete Zwischenbegrünung schützt den Boden vor Erosion, bindet Nährstoffe und kann die Bodenstruktur verbessern.
  3. Verblühte Stauden müssen im September nicht vollständig zurückgeschnitten werden. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung und geben zahlreichen Insekten später Überwinterungsmöglichkeiten.
  4. Nach trockenen Sommerwochen kann harter, unbedeckter Boden heftigen Septemberregen schlechter aufnehmen. Eine dünne Mulchschicht aus Laub, Rasenschnitt oder anderem geeigneten Pflanzenmaterial schützt die Oberfläche und reduziert Verschlämmung sowie Austrocknung.
  5. Reisighaufen, dichtes Laub und ruhige Gartenecken können im September bereits von Igeln, Amphibien oder Insekten als Rückzugsort genutzt werden. Wer jetzt gründlich aufräumt, entfernt daher genau die Strukturen, die die für den Garten so wichtigen kleinen Tiere für die bevorstehende kalte Jahreszeit benötigen.


Fazit

Im September geht die Gartensaison langsam in die nächste, die ruhigere Phase über. Jetzt kommt es darauf an, Beete und Rasen zu pflegen, reifes Obst und Gemüse zu ernten, neue Pflanzen und Blumenzwiebeln zu setzen und empfindliche Gewächse rechtzeitig auf kühlere Nächte vorzubereiten. Gleichzeitig lohnt es sich, nicht zu viel aufzuräumen. Samenstände, Laub und geschützte Ecken bieten vielen Tieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten. Wer im September gezielt statt radikal arbeitet, schafft gute Voraussetzungen für einen gesunden Garten im Herbst und einen kräftigen Start im kommenden Frühjahr.

Gartenarbeit im September: Häufig gestellte Fragen

Brauchen Bäume und Sträuche im September noch Gießwasser? 

Junge Bäume, frisch gepflanzte Sträucher und Obstgehölze sollten auch im September weiter Wasser bekommen, wenn der Boden im Wurzelbereich trocken ist. Gießen Sie lieber selten, langsam und durchdringend statt täglich oberflächlich. Bei älteren, gut eingewachsenen Laubgehölzen ist meist nur anhaltende Trockenheit ein Anlass zum Wässern.

Wo darf Herbstlaub im Garten liegen bleiben? 

Herbstlaub darf unter Bäumen, Hecken, Stauden und auf Gemüsebeeten liegen bleiben, denn es schützt den Boden und bietet wichtigen Gartentieren Unterschlupf. Vom Rasen, aus dem Teich sowie von Wegen und Terrassen sollte es entfernt werden, unter anderem, damit Wasserqualität und Trittsicherheit erhalten bleiben. 

Woran erkenne ich einen erntereifen Kürbis?

Ein Kürbis ist erntereif, wenn sein Stiel trocken, braun und deutlich verholzt ist. Auch die Schale sollte hart und matt sein und sich mit dem Fingernagel nicht mehr so leicht einritzen lassen.
Als zusätzlicher Test hilft vorsichtiges Klopfen, denn ein reifer Kürbis klingt meist dumpf und hohl.

Quellen

[1] „Wohnungsputz für Meise und Kleiber“. NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V, www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/02716.html. Zugegriffen 9. September 2026.

[2] „Gesetzliche Regelungen zum Heckenschnitt – NABU BW“. NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V, baden-wuerttemberg.nabu.de/umwelt-und-leben/umweltbewusst-leben/naturgarten/gartenpflege/34461.html. Zugegriffen 11. September 2026.

Über unsere*n Autor*in
Simone Blaß
Simone Blaß verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung und berichtet seit mehr als fünf Jahren verstärkt über Garten- und Bauthemen. Ihr Ziel ist es, auch anspruchsvolle Inhalte anschaulich und praxisnah aufzubereiten. Unter anderem führt sie Interviews mit Experten von Verbänden und Hochschulen, um den Lesern verlässliche Orientierung und praxisnahe Tipps für ihre eigenen Gartenprojekte zu bieten. Als Senior-Online-Redakteurin bei Gartenbau.org verfasst die studierte Journalistin Beiträge über alles, was Gärten schöner und funktionaler gestaltet, von der Baumpflege über die Gestaltung von Beeten und Pflanzungen bis zu anspruchsvollen Projekten rund um Brunnen- oder Terrassenbau. Durch ihren eigenen Garten, den sie seit über zehn Jahren pflegt, kennt die Redakteurin die Herausforderungen und Bedürfnisse von Gartenbesitzern aus erster Hand und kann so Inhalte liefern, die direkt auf die Praxis zugeschnitten und leicht umsetzbar sind.