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Gartenpflege

Gartenarbeiten im Mai: Das muss im Wonnemonat im Garten erledigt werden

Simone Blaß
Verfasst von Simone Blaß
Zuletzt aktualisiert: 30. April 2026
Lesedauer: 23 Minuten
© AlexRaths / istockphoto.com

Endlich ist er da, der Wonnemonat Mai und mit ihm beginnt eine besonders schöne, aber auch arbeitsreiche Zeit für alle, die gern im Garten sind. Die Tage werden länger, die Sonne wärmt den Boden und überall fängt es an zu wachsen und zu blühen. Jetzt gibt es bei der Gartenarbeit viel zu tun. Man muss die Beete vorbereiten, Gemüse aussäen und auch die jungen vorgezogenen Pflanzen dürfen nach und nach ins Freie ziehen. Rund um die Eisheiligen lohnt sich allerdings noch ein wachsamer Blick auf das Wetter, denn empfindliche Pflanzen können durch späten Frost Schaden nehmen. Danach können Tomaten, Paprika, Gurken, Sommerblumen und Kräuter meist bedenkenlos ins Beet oder in Kübel gepflanzt werden. Auch Gehölze freuen sich jetzt über etwas Pflege, ausreichend Wasser und bei Bedarf einen kleinen vorsichtigen Rückschnitt. Wer im Mai mit Sorgfalt pflanzt, regelmäßig gießt und aufmerksam bleibt, schafft die besten Voraussetzungen für einen Garten, der im Sommer kräftig wächst, üppig blüht und sogar die eine oder andere reiche Ernte an Früchten schenkt.

Alles auf einen Blick:

  • Nach den Eisheiligen Mitte Mai ist es Zeit, wärmeliebende Gemüsepflanzen wie Tomaten, Zucchini und Paprika sowie Kräuter in den Gemüsegarten oder ins Hochbeet auszupflanzen, da ab dann kein nennenswerter Frost mehr zu erwarten ist.
  • Kartoffeln können Sie Anfang Mai stecken, denn die Knollen brauchen ausreichend Zeit im Boden, um bis zur Ernte im Sommer kräftige Stauden und eine reiche Ernte zu entwickeln.
  • Hecken und Gehölze wie Forsythie oder Flieder können nach der Blüte behutsam zurückgeschnitten werden, um einen kompakten Wuchs zu fördern.
  • Beete und Rabatten müssen regelmäßig gejätet werden, da Unkraut im Mai bei Wärme und Feuchtigkeit besonders schnell und kräftig wächst.
  • Außerdem ist der Mai der ideale Monat, um Balkonkästen und Kübel mit Sommerblumen wie Geranien, Petunien und Lobelien zu bepflanzen oder diese auszusäen und so Terrasse und Balkon farbenfroh in Szene zu setzen.

Gartenarbeit im Mai: Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Wichtige Arbeiten im Mai Zeitpunkt laut Gartenkalender Praxishinweise
Beete lockern, Mulchschicht ausbringen, Unkraut jäten im ganzen Mai
  • Boden nach Regen leicht hacken
  • flach arbeiten
  • mit Rasenschnitt oder Kompost eine Mulchschicht gestalten
  • Beikräuter früh entfernen
Spätfrost im Blick behalten (Eisheilige) Anfang bis Mitte Mai empfindliche Jungpflanzen, Kübelpflanzen und wärmeliebendes Gemüse bis nach den Eisheiligen geschützt halten oder nur tagsüber rausstellen
Sommerblumen pflanzen (Beet & Balkon) ab Mitte Mai vorgezogene Sommerblumen wie Petunien, Tagetes, Zinnien nach den Eisheiligen ins Freiland setzen
Stauden pflanzen & Lücken füllen bei Frostfreiheit
  • neue Stauden in vorbereitete, lockere Erde setzen
  • gut einschlämmen
  • Lücken in Beeten nutzen
verblühte Frühlingsblüher pflegen direkt nach der Blüte
  • Blütenstängel entfernen
  • Laub stehen lassen
  • Zwiebeln können später zum Teil ausgegraben und geteilt werden
Sträucher und Gehölze leicht zurückschneiden nach der Blüte frühjahrsblühende Sträucher (z. B. Flieder) direkt nach der Blüte auslichten, aber keine großen Schnitte vornehmen
Direktsaat (Salat, Radieschen, Möhren etc.) im ganzen Mai
  • Reihenbeete feinkrümelig anlegen
  • dünn aussäen
  • gleichmäßig feucht halten
  • für gestaffelte Ernten in Etappen säen
wärmeliebendes Gemüse pflanzen ab Mitte Mai Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbis, Bohnen und Mais erst dann ins Gemüsebeet auspflanzen, wenn es dauerhaft mild ist
Jungpflanzen abhärten Anfang Mai
  • vorgezogene Pflanzen umtopfen und tagsüber rausstellen
  • nachts noch schützen
  • direkte Mittagssonne zunächst vermeiden
Reihen ausdünnen (Verziehen) je nach Saat, meist Anfang bis Mitte Mai zu dicht gesäte Gemüsesorten vereinzeln, damit kräftige Pflanzen heranwachsen
Beerensträucher düngen & mulchen Anfang bis Mitte Mai
  • Kompost oder Beerendünger rund um die Sträucher ausbringen
  • Mulchschicht gegen Austrocknung
Erdbeeren pflegen Blüte bis Fruchtansatz
  • Unkraut entfernen
  • Stroh oder Mulch unterlegen
  • gleichmäßig wässern
Obstbäume formieren/leicht ausdünnen ab Mitte/Ende Mai
  • zu dichte Fruchtansätze ausdünnen
  • Jungbäume durch Anbinden und Formschnitt erziehen
regelmäßig Rasen und Rollrasen mähen im ganzen Monat Mai
  • mindestens wöchentlich schneiden
  • Schnitthöhe ca. 4 bis 5 cm
  • bei Hitze etwas höher einstellen
  • Rollrasen pflegen
düngen und ggf. nachsäen Anfang bis Mitte Mai
  • Langzeitdünger ausbringen
  • kahle Stellen nachsäen
  • bei Bedarf bewässern
neue Rasenflächen anlegen Mai (Boden > 10 °C)
  • Boden gut vorbereiten
  • einsäen
  • anwalzen
  • dauerhaft feucht halten, bis der Rasen geschlossen ist
Kästen & Kübel neu bepflanzen ab Mitte Mai
  • Sommerblumen und Kräuter in frische Erde setzen
  • auf ausreichend großes Topfvolumen achten
Kübelpflanzen auswintern nach den Eisheiligen
  • Oleander, Zitrus & Co. schrittweise an Sonne gewöhnen
  • bei Spätfrost kurzzeitig schützen oder wieder einräumen
Kartoffeln setzen ab Anfang Mai
  • geht im Beet oder in speziellen Kartoffelsäcken
  • müssen immer wieder angehäufelt werden
Regenwasser nutzen & Bewässerung planen im ganzen Monat Mai

Welche Rolle spielen die Eisheiligen bei der Gartenarbeit im Mai?

„Pflanze nie vor der kalten Sophie“ und „Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, denn was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder“ – diese alten Bauernregeln zeigen, wie tief die Eisheiligen bis heute im Gartenwissen verankert sind. [1] Über Jahrhunderte hinweg fiel nämlich auf, dass die Zeit zwischen 11. und 15. Mai häufig mit Kaltlufteinbrüchen zusammenfiel. Ursache dafür ist das Einströmen kalter Polarluft nach Mitteleuropa, die selbst im Mai noch Bodenfrost verursachen kann. Dieses Wetterphänomen nennt man Eisheilige, zurückgehend auf kirchliche Gedenktage frühchristlicher Heiliger: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Für Pflanzen ist das besonders heikel, denn die Vegetation ist zu dieser Zeit meist schon weit entwickelt. Frische Triebe, junge Gemüsepflanzen und empfindliche Blüten reagieren auf die späte Kälte besonders sensibel und können dabei schnell Schaden nehmen.

SCHON GEWUSST?
Im Mai haben Sie in Deutschland ideale Bedingungen, um Stauden zu setzen, umzutopfen und Aussaaten zu ergänzen. Es lohnt sich aber, bewusst nicht jede Lücke sofort zu bepflanzen, sondern einige Bereiche nur zu lockern, zu mulchen und gezielt zu beobachten. Spontan auflaufende Wildkräuter und andere Pflanzen wie heimische Wildstauden oder vergessene Aussaaten können sich als extrem robuste, trockenheitstolerante Lückenfüller entpuppen. In sehr trockenen Zonen können Sie bewusst auf ein mediterranes System setzen. Dazu verwenden Sie Lavendel, Salbei und Rosmarin und kombinieren Sie zum Beispiel mit Wegwarte und Schafgarbe als Wildpartner. Das ergibt einen fast pflegefreien, klimaresilienten Streifen.

Frühblüher: Im Mai ist der richtige Zeitpunkt zum Teilen der Zwiebeln

Frühblüher teilt man, nachdem die Blätter gelb geworden und abgestorben sind, denn erst dann hat die Pflanze ihre Kraft in die Zwiebel zurückgezogen. Dazu werden die Zwiebeln vorsichtig ausgegraben und von Erde befreit. Sind beschädigte oder weiche Zwiebeln dabei, dann werden diese gleich aussortiert. Kleine Tochterzwiebeln, die an der großen Mutterzwiebel sitzen, können Sie jetzt einfach mit der Hand abnehmen. Danach lassen Sie die Zwiebeln ein paar Tage trocken liegen und lagern diese bis zum Herbst kühl und trocken. Erst dann werden sie wieder eingepflanzt, um im nächsten Frühjahr wieder mit voller Kraft blühen. 

Gemüsegarten: Welches Gemüse kann im Mai ins Beet?

Gemüseart Ausbringart Wichtige Bedingungen
Blattgemüse & Salate Direktsaat und Jungpflanzen
  • Beete sollten feinkrümelig sein
  • gleichmäßig feucht halten
  • Spinat eher im kühleren ersten Monatsdrittel
  • Salate laufend nachsäen
Wurzel- & Knollengemüse Direktsaat
  • in Reihen und nicht zu tief säen
  • für kontinuierliche Ernte in Etappen aussäen
Kohlgewächse Jungpflanzen, teils Direktsaat
  • besser als Jungpflanzen setzen
  • nährstoffreicher Boden notwendig
  • gleichmäßige Wasserversorgung
  • Kohlfliegenschutz (Vlies, Netz) bedenken
Lauch & Zwiebelgewächse Jungpflanzen und Direktsaat
  • Reihenabstände großzügig planen
  • Porree tief pflanzen oder anhäufeln für lange Schäfte
  • durchlässiger Boden notwendig
Erbsen Direktsaat
  • baldige Saat nutzt die Frühlingsfeuchte
  • Rankhilfe vor dem Säen stellen
  • eher humosen Boden wählen
Bohnen Direktsaat (ab Mitte Mai)
  • Bodentemperatur bei mindestens 12 °C
  • Stangenbohnen mit stabilem Gerüst
  • Buschbohnen in Gruppen säen
Kürbisgewächse Jungpflanzen und Direktsaat
  • nach den Eisheiligen
  • Boden sollte 10 bis 12 °C oder wärmer sein
  • nährstoffreicher, gut gewässerter Standort
  • viel Platz einplanen
Mais Direktsaat oder Jungpflanzen
  • Direktsaat ab Bodentemperatur > 10 °C
  • im Block statt in langen Reihen säen, damit die Windbestäubung funktioniert
Kartoffeln Pflanzung von Saatkartoffeln
  • reihenweise legen, ausreichend tief (ca. 8 bis 10 cm)
  • später anhäufeln
  • Kartoffelsack möglich
wärmeliebende Kräuter Direktsaat und Jungpflanzen
  • vor allem Basilikum und Koriander mögen Wärme
  • Jungpflanzen in geschützte Ecke geben

Mischkultur: Welches Gemüse passt zusammen? 

Die Mischkulturtabelle zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Gemüsesorten sich im Beet gegenseitig fördern, welche neutral sind oder sich sogar deutlich behindern und zwar in Bezug auf

  • Nährstoffbedarf,
  • Wurzeltiefe,
  • Krankheiten und
  • Schädlingen.

Das macht es im Gartenalltag leichter, zu planen und lässt Sie typische Fehler vermeiden, die dann unter anderem zu ausgelaugten Beeten führen. 

Diese 7 Fehler sollte man bei der Gartenarbeit im Mai vermeiden

  1. empfindliche Pflanzen wie Tomaten oder Paprika zu früh ins Beet setzen
  2. Jungpflanzen direkt von der warmen Fensterbank in die volle Sonne und den Wind stellen und zu eng pflanzen
  3. Beete im Mai zu nass oder staunass halten, stattdessen Beete lockern und mulchen
  4. zu viel auf einmal düngen oder falschen Dünger verwenden
  5. Rasen zu kurz schneiden oder ohne Vorbereitung vertikutieren, denn das fördert Stress, Verfilzung und Austrocknung
  6. Obstgehölze im Mai stark schneiden, obwohl sie gerade viel Energie in Blatt- und Fruchtansatz stecken
  7. Schädlinge und Pilzbefall ignorieren oder zu spät reagieren, statt früh möglichst biologisch einzugreifen

Viele Probleme entstehen überhaupt erst, weil die Gartenplanung insgesamt nicht stimmig ist. Genau hier setzt ein Fachbetrieb an, denn er sorgt dafür, dass Bodenaufbau, Pflanzenauswahl, Bewässerung und Pflegekonzept von Anfang an zusammenpassen und Sie nicht jedes Jahr wieder von vorne anfangen müssen.



Was kann ich im Mai für die Insekten tun?

Wer im Frühling zu gründlich aufräumt, schadet oft ungewollt den Nützlingen. Das Entfernen von Brennnesseln, Wildkräutern oder ungemähten Randstreifen zerstört wichtige Nahrungsquellen und Rückzugsorte für Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Gerade scheinbar unordentliche Bereiche sind ökologisch besonders wertvoll. Hier finden viele Tiere Schutz, Nahrung und Möglichkeiten zur Fortpflanzung. Lassen Sie also einige Ecken, am besten welche, in denen es auch Totholz gibt, bewusst etwas verwildert.

Sandarium für Wildbienen aufstellen

Ein Sandarium ist ein künstlich angelegtes Biotop aus Sand, das speziell als Nisthilfe für bodennistende Wildbienen dient. Diese Tiere, von denen die meisten Einzelgänger sind und die bei der Bestäubung der Pflanzen in Ihrem Garten ein wichtige Rolle spielen, sind teilweise stark vom Aussterben bedroht. [2] Dem können Sie mit einem Sandarium entgegenwirken. Dabei handelt es sich um ein künstlich angelegtes Biotop aus Sand, das den Tieren ein natürliches Zuhause bietet. Denn viele Wildbienen wie die Sandbiene oder die Seidenbiene graben Gänge in den Boden, um dort ihre Eier abzulegen. In modernen Gärten finden sie jedoch kaum noch offene, sandige Bodenstellen, da diese oft versiegelt, bepflanzt oder mit Rindenmulch abgedeckt sind. Mit dem kleinen Sandhügel bieten Sie einen Lebensraum, der oft wertvoller ist als ein gekauftes Insektenhotel aus dem Baumarkt. Allerdings müssen Sie ein Sandarium selbst bauen. 

So bauen Sie ein Sandarium in 5 Schritten

  1. Wählen Sie einen sonnigen, möglichst regengeschützten Platz, denn Wildbienen brauchen Wärme für ihre Brut. 
  2. Heben Sie eine Mulde aus, die circa 50 Zentimeter tief ist. Die Größe ist flexibel, aber 1 x 1 Meter ist ein guter Richtwert.
  3. Füllen Sie die Grube mit ungewaschenem, grubengesiebtem Sand. Spielsand aus dem Baumarkt ist für diesen Zweck nicht geeignet. Achten Sie darauf, dass der Sand „backfähig“ ist, dass er also seine Form hält, wenn Sie ihn zusammendrücken. Wenn Sie gerade keine Kosten gescheut und einen Brunnen bohren haben lassen, dann können Sie den in diesem Zug aus der Tiefe der Erde herausgeholten Sand ganz wunderbar verwenden. Er hat genau die richtige Konsistenz. 
  4. Häufen Sie den Sand zu einem kleinen Hügel auf, damit Regenwasser abfließen kann.
  5. Legen Sie Totholz, markhaltige Stängel (z. B. Brombeere) oder einige Steine auf oder neben den Sandhügel. Diese dienen den Bienen als Orientierungspunkte und Aufwärmplätze und schrecken außerdem Katzen ab. Mit dem Totholz verschließen die Tiere ihre Gänge. 

Warum habe ich im Mai Blattläuse und Schnecken im Garten?

Blattläuse und Schnecken gehören zu den wichtigsten Frühindikatoren für ein Ungleichgewicht im Garten. Die Tiere profitieren von üppigem jungen Pflanzenwuchs und feuchtem Wetter, zeigen aber auch, wo Pflanzen geschwächt sind, weil sie zu dicht stehen, zu stickstoffreich gedüngt wurden oder am falschen Standort gepflanzt wurden und wo Fressfeinde fehlen.

WICHTIG:
Wenn Sie im Mai jede Laus und jede Schnecke radikal beseitigen, nehmen Sie Marienkäfern, Vögeln und anderen nützlichen Tieren die Nahrungsgrundlage. Entscheidend ist also, nur gezielt und giftfrei die stark betroffenen Pflanzen zu behandeln und nicht den gesamten Garten.

In den Griff bekommen Sie die unerwünschten Gartenbesucher vor allem über vorbeugende, naturnahe Maßnahmen wie gemischte Bepflanzung, Nützlingsförderung und gezielte Kulturführung. Das bedeutet, dass Sie Anbau, Pflege und Standort bewusst steuern, also 

  • Sortenwahl,
  • Fruchtfolge,
  • Pflanzabstände,
  • Düngung,
  • Bewässerung und
  • Schnitt

so planen, dass die Pflanzen stabil, gesund und ertragreich wachsen. Wenn Sie jetzt noch Nützlinge wie Marienkäferlarven, die Sie zum Beispiel in Gartencentern kaufen können, in Ihrem Garten ausbringen, dann reguliert sich das Problem meist schnell.



Gartenarbeit im Mai: Zeit für die Kübel auf Terrasse und Balkon 

Verblühte Primeln, Stiefmütterchen oder Zwiebelblumen in Kästen dürfen jetzt Platz machen für Sommerblüher wie Petunien, Geranien, Fuchsien oder Begonien. Viele dieser Pflanzen fühlen sich im Kübel wohler als im Beet, weil sich das Substrat schneller erwärmt und Sie Wasser- und Nährstoffgabe exakt steuern können. Alte, verdichtete Erde aus dem Vorjahr sollte konsequent durch hochwertige Kübelpflanzenerde ersetzt oder zumindest großzügig aufgefrischt werden, damit die Wurzeln genügend Luft und Nährstoffe erhalten. In großen Gefäßen sorgt eine Drainageschicht aus Blähton oder grobem Kies dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann, denn Staunässe ist einer der häufigsten Gründe, warum Kübelpflanzen im Sommer schwächeln.

Vom Winterquartier auf die Terrasse: Jetzt liefern Gärtereien die überwinterten mediterranen Pflanzen aus

Besonders komfortabel ist der professionelle Überwinterungsservice vieler Gärtnereien und Gartencenter, bei dem empfindliche Kübelpflanzen wie Oleander, Oliven, Zitrus oder Palmen im Herbst abgeholt werden. Sie werden in klimatisierten Gewächshäusern frostfrei und hell untergebracht, regelmäßig kontrolliert, gegossen, bei Bedarf zurückgeschnitten und fachgerecht gegen Schädlinge behandelt. Im Frühjahr erhalten Sie die Pflanzen vital und blühbereit zurück, in der Regel inklusive frischem Substrat und Pflegerückschnitt. Dieser Service lohnt sich besonders für große, hochwertige Kübel, die zu schwer, zu empfindlich oder schlicht zu wertvoll für improvisierte Keller‑ oder Garagenlösungen sind. Fachbetriebe sind hier eindeutig die bessere Adresse, weil sie

  • mit professioneller Technik,
  • geschultem Personal und
  • sicherer Schadbild‑Diagnostik

Ausfälle minimieren. Und genau jetzt im Mai ist der richtige Zeitpunkt, die überwinterten Kübel wieder liefern zu lassen.

Warum sollte man Kartoffeln im Mai setzen?

Das Anpflanzen von Kartoffeln im Mai bietet durch die höheren Bodentemperaturen einen entscheidenden Wachstumsvorteil, da die Knollen unter warmen Bedingungen deutlich zügiger austreiben. Während im Freilandbeet klassische Reihen gezogen werden, stellt die Kultur in Kartoffelsäcken oder Pflanztaschen eine platzsparende und rückenfreundliche Möglichkeit, um auf dem Balkon, der Terrasse oder auch in kleinen Gärten selbst Kartoffeln anzubauen. In den Säcken erwärmt sich auch die Erde noch schneller, was das Wachstum zusätzlich beschleunigt. Wichtig hier ist aber eine besonders sorgfältige Wasserversorgung, da das Substrat schneller austrocknet als gewachsener Boden. Unabhängig von der Methode ist darauf zu achten, dass die Pflanzen vor den letzten Nachtfrösten Mitte Mai geschützt werden, da das frische Grün sehr kälteempfindlich ist. Durch regelmäßiges Anhäufeln – sowohl im Beet als auch durch schrittweises Auffüllen der Erde im Sack – wird der Ertrag maximiert und die Bildung grüner, ungenießbarer Stellen an den Knollen verhindert. Im Bauernkalender heißt es: „Setzt du mich im April, komm ich, wann ich will. Setzt du mich im Mai, komm ich gleich herbei.“ Diese Regeln basieren auf jahrhundertealtem mündlich überliefertem Wissen und viel Erfahrung und machen auch heute oft noch Sinn. [3

Kartoffeln setzen im Mai: So gehen Sie vor

Tätigkeit im Gartenbeet im Kartoffelsack
Pflanzung (bis ca. Mitte Mai, je nach Region)
  • vorgekeimte Saatkartoffeln in 10 bis 12 cm tiefe Furchen legen
  • Keime nach oben ausrichten
  • mit Erde bedecken und gut angießen
  • späte Pflanzungen im Mai eignen sich vor allem für frühe Sorten
  • Sack 15 bis 20 cm hoch mit lockerer Erde füllen
  • 2 bis 4 vorgekeimte Knollen mit den Keimen nach oben auflegen
  • mit etwa 10 cm Erde bedecken und gut angießen
Anhäufeln / Nachfüllen
  • sobald das Kraut 15 bis 20 cm hoch ist, Erde seitlich anziehen
  • nur noch die oberen Blattspitzen sichtbar lassen
  • Vorgang im Mai bei weiterem Wachstum ein- bis mehrmals wiederholen
  • schrittweise Erde nachfüllen, sobald das Kraut wächst
  • Grün immer wieder teilweise einbetten, bis der Sack voll ist
  • entlang der Stängel bilden sich zusätzliche Knollen
Pflege (Wasser, Nährstoffe, Kontrolle)
  • bei Trockenheit gleichmäßig wässern (Staunässe vermeiden)
  • Beikräuter regelmäßig entfernen
  • Laub auf erste Krankheits- oder Schädlingssymptome prüfen
  • Feuchtigkeit häufiger kontrollieren (Säcke trocknen schneller aus)
  • überschüssiges Wasser muss abfließen können
  • bei guter Entwicklung erste leichte Nachdüngung (organisch) vornehmen
Standort
  • fester Standort im Beet
  • Boden erwärmt sich langsamer
  • bleibt vergleichsweise feucht und temperaturstabil
  • flexibler Standort
  • Sack erwärmt sich im Mai schneller
  • bei Spätfrost leicht an geschützte Stellen verschiebbar

Rasenpflege: Welche Behandlung braucht der Rasen im Mai?

Bereich Maßnahme im Mai Was ist zu tun? Wichtige Hinweise
Mähen regelmäßig schneiden einmal pro Woche mähen
  • nie mehr als ein Drittel der Halmlänge entfernen
  • 3,5 bis 5 cm Höhe anstreben
Düngen Frühjahrs- bzw. Mai-Düngung organisch(-mineralischen) Rasendünger ausbringen
  • ideal kurz vor Regen oder gründlich einwässern
  • nicht in praller Hitze düngen
Vertikutieren spätestens jetzt, falls noch nicht erfolgt leicht verfilzte Flächen im Rasen noch vertikutieren
  • nur bei frostfreiem, abgetrocknetem Boden
  • danach gut wässern
Nachsaat Lücken schließen ausgedünnte Stellen mit Rasensamen nachsäen
  • Boden leicht aufrauen
  • Samen andrücken
  • 2 bis 3 Wochen gleichmäßig feucht halten
Unkraut Beikräuter stehen lassen oder natürlich bekämpfen Unkraut im Rasen am besten mit natürlichen Mitteln wie Brennnesselsud bekämpfen möglichst frühzeitig reagieren
Gartenbewässerung bei Trockenheit gießen bzw. Bewässerungssystem einschalten bei Bedarf ein- bis zweimal pro Woche kräftig wässern
Optik/Kanten Ränder und Ebenheit verbessern Rasenkanten nachstechen, kleine Löcher/Unebenheiten ausgleichen und Rasen reparieren verbessert Schnittbild und Gesamtwirkung deutlich

Es kann durchaus sinnvoll sein, einen Profi mit der Rasenpflege zu beauftragen, weil er über das notwendige Fachwissen verfügt und dadurch einen dauerhaft dichten, gesunden Rasen ohne Kahlstellen, Moos und Unkraut sichern kann. Außerdem bringt ein Profi professionelle Geräte wie Vertikutierer, Belüfter und Streuer mit sowie einen festen Pflegeplan, der Zeit spart, Fehler vermeidet und die Rasenfläche langfristig optisch wie technisch aufwertet. 

Was gibt es im Mai rund um den Teich zu tun?

Pflanzenpflege: Im Mai ist die beste Zeit, um Wasserpflanzen wie Seerosen, Sumpf-Iris oder Dotterblumen einzusetzen. Überwinterte Triebe sollten großzügig zurückgeschnitten werden, damit frisches Grün nachwachsen kann. Besonders wichtig sind Oxygenatoren wie Wasserpest oder Hornkraut, denn sie entziehen dem Wasser Nährstoffe und machen Algen damit echte Konkurrenz.

Wasserpflege: Fadenalgen können sich jetzt schnell ausbreiten und sollen gleich entfernt werden. Ein Teilwasserwechsel von 10 bis 20 Prozent verdünnt überschüssige Nährstoffe, sollte aber vorsichtig durchgeführt werden, da zum Beispiel Molche in den Teichen zu diesem Zeitpunkt bereits äußerst aktiv sind. Parallel dazu lohnt sich eine Kontrolle der Wasserwerte: Der pH-Wert sollte zwischen 7 und 8 liegen.

Tiere: Frösche, Kröten und Molche, aber auch die Libellen und Wasserläufer sind jetzt aktiv und sollten so wenig wie möglich gestört werden, das Flachwasser am Ufer bleibt deshalb besser frei. Fische bekommen jetzt wieder ihre normale Kost und die magere Frühjahrsfütterung kann auf reguläres Futter umgestellt werden, sobald die Wassertemperatur stabil über 10 Grad Celsius liegt. 

Technik und Wartung: Sie sollten unbedingtFilter und Pumpe nach dem Winter durchspülen und dabei unbedingt Teichwasser verwenden, damit die nützlichen Bakterien im biologischen Filter erhalten bleiben. Nur locker spülen, nicht schrubben, und niemals das gesamte Filtermaterial auf einmal ersetzen. Die Pumpe selbst wird ausgebaut, das Laufrad gereinigt und auf Verschleiß geprüft. Achten Sie bei Ihrer Kontrolle auch auf die Teichfolie und den Uferrand.

Wenn Sie einen Teichbau erst noch planen, ist der Mai ein besonders guter Zeitpunkt dafür. Die Bodentemperaturen sind bereits stabil, starke Fröste sind in der Regel nicht mehr zu erwarten, und Wasserpflanzen können nun optimal anwachsen. Auch für Erdarbeiten und das Anlegen von Teichzonen sind die Witterungsbedingungen meist deutlich günstiger als im frühen Frühjahr. So kann sich das biologische Gleichgewicht des Teiches bis zum Sommer optimal entwickeln und Pflanzen sowie Tiere finden schneller geeignete Lebensbedingungen vor. 

Ist es sinnvoll, nach dem Mondkalender zu gärtnern?

Es ist eine Frage der Einstellung, aber es gibt viele Hobbygärtner, die nach dem Mondkalender agieren, weil sie sicher sind, dass das einen messbaren Einfluss auf Keimung, Wachstum und Ertrag von Gartenpflanzen hat. Ob es wirklich am Mond liegt oder eher daran, dass man, wenn man nach einem solchen Kalender arbeitet, auch die Gartenarbeit strukturierter angeht, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall werden Gartenarbeiten auf diese Weise gebündelt, wiederkehrende Aufgaben werden im Jahreslauf verankert und Routinen gefördert. Ein Tipp wäre daher, sich zunächst anhand der fachlichen Kriterien wie Bodentemperatur, Feuchtigkeit, Witterung und den Ansprüchen der jeweiligen Pflanze zu orientieren und sich dann einen Tag für die Arbeit herauszusuchen, der als günstig im Mondkalender gilt.  

Diese 5 Dinge sollten Sie beachten

  1. Wer seinen Rasen im Mai absichtlich nicht mäht, betreibt aktive Artenschutzpflege, weil Blüten von Gänseblümchen oder Löwenzahn in dieser Zeit eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Wildbienen und andere Insekten sind. 
  2. Statt im Mai pauschal zu düngen, ist es ökologisch und ökonomisch klüger, nur nach einer Bodenanalyse zu düngen, weil so Überdüngung, Nitrat-Auswaschung und unnötige Kosten vermieden werden und der Garten langfristig klimaresilienter wird.
  3. Eine wilde Ecke mit Brennnesseln und Totholz ist ein hochwertiger Biotop-Baustein, weil sie Raupen von Tagfaltern, Insektenlarven und Kleintieren Unterschlupf und Nahrung bietet und damit die natürliche Schädlingsbekämpfung fördert.
  4. Schneiden Sie nicht alle abgeblühten Frühlingsblüher rigoros zurück. Stattdessen kann es sinnvoll sein, einige Samenstände ganz bewusst stehen zu lassen. Sie liefern nicht nur Futter für Vögel und Insekten, sondern dienen auch als natürliche Selbstaussat, die im nächsten Jahr oft für überraschend dichte, meist sogar besser platzierte Blüteninseln sorgt.
  5. Wenn Sie im Mai noch Pflanzen als Sichtschutz anpflanzen möchten, dann sollten Sie bereits auf ältere Exemplare zurückgreifen. Denn eigentlich sollte das Anbringen eines solchen grünen Sichtschutzes bereits bei der Gartenarbeit im März oder spätestens bei der Gartenarbeit im April geschehen, weil dann sehr heiße Tage, die die Pflanze zu viel Kraft kosten, noch ausgeschlossen sind. 


Fazit

Wer im Mai seinem Garten viel Zeit widmet, macht sich die Arbeit später leichter und wird zudem den ganzen Sommer über dafür belohnt. Der fünfte Monat im Jahr ist aber nicht nur arbeitsreich, sondern auch ein besonders schöner Gartenmonat, in dem alles wächst, blüht und spürbar lebendig wird. Nach den Eisheiligen Mitte des Monats dürfen auch empfindliche Pflanzen wie Tomaten, Paprika und viele Sommerblumen endlich dauerhaft nach draußen und können richtig durchstarten. Gleichzeitig lohnt es sich, junge Pflanzen gut im Blick zu behalten und frühzeitig auf Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken zu reagieren, damit sie keinen größeren Schaden anrichten. Auch der Rasen braucht jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Mähen, gründliches Wässern bei Trockenheit und eine passende Düngung helfen dabei, dass er dicht, kräftig und widerstandsfähig bleibt. Kahle Stellen lassen sich im Mai ebenfalls gut nachsäen. Wenn Sie jetzt konsequent pflegen, schützen und nachbessern, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für einen gesunden, blühenden und ertragreichen Garten im Sommer. 

Gartenarbeit im Mai: Häufig gestellte Fragen

Klimafester Gemüsegarten im Mai: Wie plane ich meine Beete für sichere Ernten trotz Starkregen, Spätfrost und Hitze?

Planen Sie klimaresilient, indem Sie Ihre Beete humusreich halten und möglichst viele Bodendecker pflanzen. Speichern Sie zudem Regenwasser über Tonnen und vermindern Sie so weit wie möglich versiegelte Flächen. Ergänzend sichern Sie Ihre Ernte, indem Sie robuste, trockenheits- und nässetolerante Gemüse- und Staudenarten in Mischkultur und gestaffelten Sätzen anbauen, so dass nie die gesamte Pflanzung auf einmal betroffen ist. Wenn Sie jetzt noch auf widerstandsfähige und regionale Sorten achten, sind Sie gut gewappnet. 

Welche Gartenarbeiten im Mai dienen der Selbstregulation des Gartens? 

Optimal für dieSelbstregulation sind alle Arbeiten, die das Bodenleben und die ökologischen Kreisläufe stärken. Am besten lockern Sie Ihre Beete nur flach und mulchen sie konsequent mit Kompost oder Grasschnitt. Vermeiden Sie chemische Mittel, um das Gleichgewicht der Bodenorganismen nicht zu stören. Ergänzend fördern Sie Nützlinge und natürliche Lebensräume, indem Sie Teile des Rasens stehen lassen oder nur etappenweise mähen, frühe Blühstauden nach der Blüte nur maßvoll zurückschneiden und gezielt wilde Ecken mit Totholz, Blumenwiesen oder strukturreiche Hecken als dauerhafte Lebensräume bestehen lassen. 

Wie kann ich meinen Garten im Mai so aufbauen, dass ich immer weniger im Garten machen muß?

Wenn Sie im Mai ein dicht bepflanztes, standortgerechtes Staudengarten-Beet anlegen mit robusten, mehrjährigen Stauden und heimischen Wildpflanzen, dann müssen Sie es nicht jedes Jahr neu bepflanzen und deutlich weniger jäten. Wählen Sie pflegeleichte, trockenheitsverträgliche Arten, mulchen Sie den Boden und lassen Sie Selbstaussaat gezielt zu, dann stabilisiert sich die Pflanzung weitgehend selbst und Ihr Arbeitsaufwand sinkt von Jahr zu Jahr.

Quellen

[1] Mai, Besonderheiten im. „Das Wetter in Eichstätt – Mai 2020“. www.ku.de, www.ku.de/fileadmin/150303/Forschung/Wetter/Wetterposter/2020/2020_05_Wetterschau.pdf. Zugegriffen 17. April 2026.

[2] Bund.net, www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildbienen/wildbienenkunde/wildbienen-arten-in-deutschland. Zugegriffen 30. April 2026.

[3] Wetter oder Klima? Die universellen Aphorismen der Bauernregeln“. FONDA, 14. Mai 2024, www.onb.ac.at/mehr/blogs/detail/wetter-oder-klima-die-universellen-aphorismen-der-bauernregeln. Zugegriffen 24. April 2026.

Über unsere*n Autor*in
Simone Blaß
Simone Blaß verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung und berichtet seit mehr als fünf Jahren verstärkt über Garten- und Bauthemen. Ihr Ziel ist es, auch anspruchsvolle Inhalte anschaulich und praxisnah aufzubereiten. Unter anderem führt sie Interviews mit Experten von Verbänden und Hochschulen, um den Lesern verlässliche Orientierung und praxisnahe Tipps für ihre eigenen Gartenprojekte zu bieten. Als Senior-Online-Redakteurin bei Gartenbau.org verfasst die studierte Journalistin Beiträge über alles, was Gärten schöner und funktionaler gestaltet, von der Baumpflege über die Gestaltung von Beeten und Pflanzungen bis zu anspruchsvollen Projekten rund um Brunnen- oder Terrassenbau. Durch ihren eigenen Garten, den sie seit über zehn Jahren pflegt, kennt die Redakteurin die Herausforderungen und Bedürfnisse von Gartenbesitzern aus erster Hand und kann so Inhalte liefern, die direkt auf die Praxis zugeschnitten und leicht umsetzbar sind.