Der März ist der Gartenmonat, in dem es wieder einiges draußen zu tun gibt und jetzt endlich dürfen Sie auch loslegen und Ordnung in Ihrem Garten schaffen. Vielen Gartenbesitzern ist es in den letzten Wochen schon schwergefallen, die ersten jungen Pflänzchen noch nicht freizulegen und nicht hier und da mal die Gartenschere anzusetzen. Doch das Warten hat sich gelohnt. Jetzt wacht die Natur richtig auf, die Insekten und Kleintiere wie Igel oder Molche, die in Ihrem Laub überwintert haben, machen sich auf die Suche nach geeigneten Partnern und das Winterbett darf weggeräumt werden. Die Hecken durften Sie ja bereits schneiden, wer das noch nicht gemacht hat und nur ein bisschen in seinem privaten Garten korrigieren möchte, darf das auch jetzt noch tun, sofern er dabei nicht die Vögel beim Nestbau stört. Und auch sonst gibt es einiges zu tun, damit der Garten im Frühjahr so richtig durchstarten kann.
- Gartenarbeit im März: Die wichtigsten Aufgaben im Überblick
- Diese 10 Gartenwerkzeuge brauchen Sie im März
- Wie bereite ich die Beete im März richtig vor? [Schritt-für-Schritt-Anleitung]
- Diese Bäume sollten Sie jetzt zurückschneiden?
- Darf ich meine Hecke im März noch schneiden?
- Welche Stauden und Ziergräser müssen im März zurückgeschnitten werden?
- Wovor muss ich die Pflanzen im März noch schützen?
- Woran erkenne ich Frostschäden und was kann ich tun?
- Was ist ein Frühbeet?
- Der Garten im März: Welches Gemüse darf bereits ins Frühbeet?
- Diese Pflanzen können Sie im März aus Samen vorziehen
- Welche Blumen kann ich im März schon draußen pflanzen?
- Braucht der Rasen im März bereits eine Behandlung?
- Vergessen Sie die Tiere in Ihrem Garten nicht
- Diese 5 Fehler sollte man bei der Gartenarbeit im März vermeiden
- Vorbereitungsarbeiten im März: Lohnt sich das?
- Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Fazit
- Gartenarbeit im März: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Der März ist in der Gartenarbeit der Monat der Vorbereitung, egal ob Ziergarten, Nutzgarten oder eine Mischung aus beidem. Wer jetzt in die Pflege des Gartens und der Hochbeete invesiert, wird eine reiche Ernte haben.
- Anfang März ist der optimale Zeitpunkt, um Kernobstbäume wie Apfel oder Quitte zurückzuschneiden.
- Jetzt ist eine gute Pflanzzeit für viele Gehölze und Stauden. Die Frühjahrspflanzung eignet sich unter anderem für frostempfindliche Gehölze wie Rhododendron, Hortensie oder Kirschlorbeer.
- Das frühe Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt, um Gräser und Sommerstauden zu teilen. Das bringt 2 Vorteile: Erstens blühen die Pflanzen dann schöner und zweitens haben Sie so mehrere neue Pflanzen, die Sie an anderer Stelle im Garten wieder einsetzen können.
- Wenn Sie bereits zusätzlich zu den Krokussen und Tulpen ein bisschen Farbe im Garten haben wollen, dann eignen sich Stiefmütterchen oder Hornveilchen.
Gartenarbeit im März: Die wichtigsten Aufgaben im Überblick
| Aufgabenbereich | wichtige Schritte bei der Gartenarbeit | Zeitpunkt/Tipp |
|---|---|---|
| Rasenpflege |
|
|
| Beetvorbereitung |
|
|
| Schnittarbeiten |
|
|
| Aussaat/Pflanzung von Gemüse |
|
|
| Obst/Beeren |
|
|
| Kübel/Töpfe |
|
|
Womit fange ich in meinem Garten im März an?
Beginnen Sie am besten mit frostunabhängigen Arbeiten und überprüfen Sie als erstes Brutkästen, Werkzeug und Ihre Vorräte an frischer Erde, Kompost, Dünger und Saatgut. Auch das alte Laub können Sie jetzt getrost entfernen von Rasen, Beeten und Wegen. Dann sieht Ihr Garten im Handumdrehen schon wieder viel schöner aus. Und wenn Sie ganz viel Lust haben, bereits die ersten Sonnenstrahlen auf der Terrasse zu genießen, dann können Sie auch schon mal die Terrassenmöbel wieder aufstellen. Denken Sie aber daran, eine Plane bereit zu halten, für anhaltende Regentage oder eventuelle späte Schneetage. Das ist natürlich umso relevanter, je anfälliger das Material alt. Anfang bis Mitte März ist auch ein guter Zeitpunkt, um Zäune und Sichtschutz zu setzen, da sie jetzt nicht Gefahr laufen, bei den Arbeiten junge Pflanzen zu zerteten. Der März ist außerdem eine gute Zeit, um eine Outdoorküche zu planen oder einen neuen Gartenweg zu pflastern.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für welche Aufgabe?
Märztage können bereits sehr warm werden, aber auch noch ziemlich frostig sein. Es macht also durchaus einen Unterschied, ob Sie eine Arbeit bereits zu Beginn des Monats durchführen oder erst gegen Ende.

Anfang März:
- Beetvorbereitung
- Beerensträucher wie Johannisbeere oder Stachelbeere schneiden
- Hibiskus und Hortensie schneiden
- Kästen für den Balkon sowie Kübel vorbereiten
- Reinigen des Gartenteichs
- Wege, Terrasse und Treppen von Moos und Laub befreien
- Nistkästen säubern
- Futterhäuschen säubern und verstauen
Mitte März:
- Komposthaufen umsetzen
- Terrassenmöbel aufstellen
- Hochbeete auffüllen
- Gemüsebeete vorbereiten
- mit der Rasenpflege beginnen
- Rosen zurückschneiden (nach dem Beginn der Forsythienblüte)
- Kernobstbäume kürzen
- Aussaat und Pflanzung der ersten Gemüsesorten
Ende März:
- Tomaten, Parika und Chili aus Samen auf der Fensterbank vorziehen
- Frühkartoffeln pflanzen
- Sommerblumen aussäen im Gewächshaus oder vorziehen
- Triebe auf Winterschäden oder Schädlinge kontrollieren und gezielt beseitigen
- Steckzwiebeln und Knoblauch setzen
- Pflege des Gartenteichs
- Lupinen und Puffbohnen im Freiland aussäen
- Bewässerung wieder startklar machen
Diese 10 Gartenwerkzeuge brauchen Sie im März
- schnittfeste Gartenhandschuhe
- Garten- und Heckenschere
- Astschere oder Klappsäge (eins von beidem, je nach Gehölzen)
- Laubrechen
- Handhacke
- Handkralle
- Pflanzkelle
- Handrechen
- Gießkanne mit Brausekopf (das Gartenwasser sollten Sie aufgrund von möglichem Nachtfrost noch abgestellt lassen)
- Schubkarre/Gartenwanne oder stabile Behälter wie Kuften (zum Sammeln/Transport)
Wie bereite ich die Beete im März richtig vor? [Schritt-für-Schritt-Anleitung]
- Pflanzenreste und Unkraut entfernen: Rechen Sie Laub, Wurzeln und Wildkräuter wie Vogelmiere gründlich ab.
- Boden lockern: Mit einer Grabegabel 20 bis 30 Zentimeter tief auflockern, aber nicht umgraben.
- Kompost einarbeiten: 2 bis 3 kg/m² vor der Aussaat oberflächlich ausbringen und lediglich flach in die obersten 5 bis 10 Zentimeter einharken, statt ihn tief unterzugraben. Durch dieses behutsame Einarbeiten schützen Sie die empfindlichen Bodenlebewesen und stellen sicher, dass die Nährstoffe genau dort verfügbar sind, wo die Jungpflanzen sie für einen kräftigen Start benötigen. Achten Sie darauf, den Kompost bei bedecktem Himmel oder leichtem Regen zu verteilen, damit die enthaltenen Mikroorganismen nicht durch direkte UV-Strahlung abgetötet werden.
- pH-Wert testen: Der Boden der Beete sollte einen pH-Wert von 6 bis 7 haben. So schaffen Sie die besten Bedingugnen für gutes Pflanzenwachstum, denn der Boden-pH-Wert muss zu den Bedürfnissen der Pflanzen passen.
Diese Bäume sollten Sie jetzt zurückschneiden?
Der Schnitt der Kernobstbäume sollte während der Winterruhe erfolgen, allerdings nicht, wenn das Thermometer noch unter minus 5 Grad sinkt. Daher ist ein trockener Tag Anfang März eine gute Zeit, um diese Arbeit anzugehen. Aber: Gerade an Wintertagen mit Sonnenschein und Minustemperaturen ist das Risiko für Frostschäden besonders hoch. Zwischen der sonnigen und der schattigen Seite eines Baumstamms können dann deutliche Temperaturunterschiede entstehen. Erwärmt sich die dem Licht zugewandte Stammseite, dehnt sich das Rindengewebe dort aus, während die gegenüberliegende Seite weiterhin gefroren bleibt. Die daraus resultierenden Spannungen können dazu führen, dass die Rinde aufreißt. Solche Spannungsrisse treten außerdem häufig auf, wenn die Temperaturen zwischen Tag und Nacht stark schwanken. Die Wunden, die sich daraus bilden, sind ein optimaler Nährboden für Bakterien und Pilze. Da die Baumpflege durchaus einige knifflige Aufgaben beinhaltet und Sie auch unbedingt aufpassen müssen, dass Sie keine Vögel beim Nestbau stören, ist es in vielen Fällen besser, sich professionelle Hilfe zu holen und einen Landschaftsgärtner den Pflege und Formschnitt im März durchführen zu lassen.
Darf ich meine Hecke im März noch schneiden?
Es ist die Pflicht eines Gartenbesitzers, Rücksicht auf den Lebensraum der dort heimischen Tiere zu nehmen und das ist auch der Grund, warum Hecken ab dem 1. März bis in den Herbst hinein nicht mehr geschnitten werden dürfen. Dieses Verbot, das auch gesetzlich verankert ist, gilt allerdings für radikalere Schnitte. Wenn Sie Ihre Hecke nur vorsichtig ein bisschen in Form bringen möchten, zum Beispiel, weil sie zu weit auf den Gehweg ragt, dann ist das trotzdem möglich. Dabei sollten Sie aber nicht mehr abschneiden als ein paar Zentimeter. Unabhängig von den Gesetzen appellieren Umweltorganisationen wie der NABU an private Gartenbesitzer auch mit kleineren Eingriffen zumindest bis Juli zu warten, da ein vollkommen vogelfreundlicher Heckenschnitt nur schwer umsetzbar ist. [1] Am besten wenden Sie sich auch hier an einen Fachbetrieb. Hier zeigt man Ihnen in einem Vorgespräch, was noch an der Hecke gemacht werden kann und welche Kosten beim Heckenschnitt auf Sie zukommen.
Welche Stauden und Ziergräser müssen im März zurückgeschnitten werden?
Der März ist perfekt, um sommer- und herbstblühende Stauden und Gräser wie Bambus zu schneiden und zu verjüngen. Wenn Sie sie jetzt teilen, blühen und gedeihen sie nicht nur später wieder deutlich üppiger, sondern Sie haben auf diese Weise auch ein paar neue Pflanzen für andere Stellen im Garten. Lockern Sie dazu zuerst die Erde und heben Sie den Wurzelballen vorsichtig heraus. Ist er sehr dicht und fest verwurzelt, klappt das Teilen am besten mit einem scharfen Spaten oder einem großen Messer. Achten Sie darauf, dass jedes Stück mindestens 2 Triebknospen hat, aber insgesamt nur etwa faustgroß ist und dass alles, was krank oder vertrocknet aussieht, gleich entfernt wird. Auch Pflanzen wie die Glanzmispel kann man im März hervorragend pflanzen, schneiden und düngen, da der Neuaustrieb direkt bevorsteht. Ein Rückschnitt vor dem Austrieb sorgt für dichten Wuchs und leuchtend rote Blätter. Gleiches gilt für den Hibiskus, der durchaus auch mal einen starken Rückschnitt ins alte Holz gut verträgt. Schneiden Sie am besten so, dass Sie nach einem nach außen zeigenden Auge den Schnitt machen, so bleibt der Busch von innen luftig. Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Hortensien nicht zu spät schneiden. Bis Mitte März sollten Sie diese Arbeit erledigt haben, damit sich im Sommer eine große Blütenvielfalt bilden kann. Beim Hortensienschnitt gehen viele zu zaghaft vor, dabei ist das – außer vielleicht bei der Bauernhortensie – nicht notwendig. Gerade Rispenhortensien oder Schneeballhortensien sollten Sie mit einer scharfen Gartenschere relativ kurz über dem Boden einkürzen. Lassen Sie dabei 2 Augenpaare pro Trieb stehen. So vergreist die Hortensie nicht und bringt zahlreiche neue Blüten. Sie sollten allerdings bedenken sollten, dass wenn Sie alle Triebe auf gleiche Höhe kürzen, die Pflanze im Sommer keine so schöne Form mehr hat. Schneiden Sie sie daher am besten so, dass in der Mitte längere Triebe stehen und außen kürzere.
Wovor muss ich die Pflanzen im März noch schützen?
- Austreibenden Stauden, Gehölze und Frühblüher sollten in klaren Nächten mit Frostgefahr mit Vlies, Folie oder Tannenzweigen abgedeckt werden, weil junge Triebe und Knospen sehr frostempfindlich sind.
- Kübelpflanzen, mediterane Pflanzen und Frühblüher aus dem Gewächshaus sollten da zunächst noch ein bisschen bleiben, da sie auf Minusgrade deutlich sensibler reagieren als winterharte Arten.
- Jungpflanzen und frühe Aussaaten im Beet können Sie mit Vlies vor kaltem Wind, Starkregen und Verdunstung schützen.
- Gemüsejungpflanzen im Freiland können Sie mit Kulturschutz- oder Gemüseschutznetzen abschirmen. Das hilft gegen fliegende Schadinsekten wie Kohl- oder Möhrenfliegen, die jetzt mit der Eiablage beginnen.
- Sie sollten Schnecken früh im Jahr bekämpfen und bereits jetzt Barrieren bauen und erste Exemplare absammeln, denn die Tiere haben es auf junge, zarte Pflänzchen abgesehen.
- Wenn zum Beispiel Ihre Rosen immer wieder mit Pilzkrankheiten zu kämpfen haben, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt um Sie mit einem Stärkungsmittel aus dem Gartenbetrieb widerstandsfähiger zu machen. Entfernen Sie gerade bei diesen Pflanzen altes Laub vom Boden, um Pilzsporen zu reduzieren und kontrollieren Sie sie früh auf Blattläuse.
- Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um wurzelnackte Gehölze einzusetzen. Aber wichtig ist, diese durch eine Mulchschicht am Boden noch zu schützen. Am besten lassen Sie die Triebe nur wenige Zentimeter rausschauen.
- Das erste Düngen erfolgt im Frühjahr ab Anfang März und ist abhängig davon, um welche Pflanzenart es sich handelt. Bei Himbeeren nimmt man zum Beispiel Kompost und Hornspäne, für Hortensien ist gut abgelagerter Rindermist, für Johannsibeeren dagegen Pferdemist das beste. Hier gilt es sich gut zu informieren oder einem Fachmann das Düngen zu überlassen.
Woran erkenne ich Frostschäden und was kann ich tun?
Ist es zum Beispiel unter einer Schutzhaube zu Wintertrockenheit gekommen und hat eine Pflanze wie der Rosmarin an den Tagen, an denen sie Wasser gebraucht hätte, zu wenig Feuchtigkeit erhalten, kann es passieren, dass sie braun wird. Doch das muss nicht bedeuten, dass die Pflanze kaputt ist. Kratzen Sie vorsichtig mit dem Fingernagel am Stengel und überprüfen Sie, ob sich unter dem Braunen Stiel noch Grün befindet. Wenn ja, wird sich das Grün mit ziemlicher Sicherheit erholen. Handeln Sie aber jetzt nicht überstürzt und warten Sie mit dem Zurückschneiden noch 1 bis 2 Wochen. Schneiden Sie dann die abgestorbenen Teile bis ins gesunde Grün zurück und verwenden Sie dafür eine scharfe, saubere Schere. So können Sie Infektionen an den Schnittstellen vermeiden. Unterstützend hilft bei frostfreiem Wetter moderates Gießen, lockeres Mulchen und gute Luftzirkulation.
Was ist ein Frühbeet?
Ein Frühbeet besteht typischerweise aus einem niedrigen, rechteckigen Kasten mit einer transparenten Abdeckung aus Glas, Acryl oder Folie. Die Konstruktion ist flach, manchmal mit einem geneigten Dach zur optimalen Sonneneinstrahlung ausgestattet und steht direkt auf dem Boden. Unter der Erdschicht kann eine Mist- oder Kompostlage für zusätzliche Bodenwärme sorgen. Durch die Abdeckung entsteht ein Mikroklima, das Temperaturen um 5 bis 10 Grad höher hält als draußen. Wenn nachts noch strenge Fröste drohen, hilft zusätzlich ein Vlies im Frühbeet, und an sonnigen Tagen sollten Sie gut lüften, damit es nicht zu Hitzestau kommt. Diese Bedingungen sind ideal für frostempfindliche Jungpflanzen.
Der Garten im März: Welches Gemüse darf bereits ins Frühbeet?
| Gemüsesorten und Kräuter | Hinweise zur Aussaat/Pflanzung |
|---|---|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Diese Pflanzen können Sie im März aus Samen vorziehen
- Mangold
- Tomaten
- Paprika
- Kohlrabi
- Chili
- Auberginen
- Basilikum und andere empfindliche Kräuter
Wenn es Ihnen an Platz, Zeit oder Geduld mangelt, können Sie auch warten, bis Sie die Pflanzen direkt draußen aussäen können, statt sie erst im Frühbeet, in einem Topf oder einer Anzuchtschale auf der Fensterbank zum Wachsen zu bringen. Zusätzlich hat man auch die Möglichkeit, in Gärtnereien oder Gartencentern bereits vorgezogene kräftigere Jungpflanzen zu kaufen und wenn es warm genug ist, direkt auszusetzen. Achten Sie hierbei aber darauf, dass nicht jede Pflanze sich in der Nachbarschaft einer anderen wohlfühlt. Eine Mischkulturtabelle zeigt ihnen, wie sich die Sorten am besten kombinieren lassen und sich so gegenseitig stärken.
Ist der März die richtige Zeit für Salat?
Im März ist Salat im Freiland trotz seiner Kälteresistenz oft noch durch Spätfröste gefährdet, weshalb ein zuverlässiger Frostschutz wichtig ist, um junge Pflanzen vor Temperaturen unter etwa minus 4 Grad zu bewahren. Am einfachsten funktioniert das Abdecken mit weißem Gartenvlies, das Licht und Wasser durchlässt und leichten Frost abpuffert. Noch wirksamer sind Frühbeete oder Minitunnel mit Folie oder Vlies, die die Wärme besser halten. Zusätzlich isoliert eine Mulchschicht aus Stroh, Laub oder Rindenmulch den Boden und schützt die Wurzeln, während bei einzelnen Pflanzen Pflanzglocken oder abgeschnittene Plastikflaschen als kleines „Minigewächshaus“ dienen. Achten Sie am besten auf besonders robuste Sorten, sogenannte Wintersalate. An sonnigen Tagen sollten Folie und Vlies wieder entfernt werden, damit es nicht zu Überhitzung oder Schimmel kommt. Und Gießen nicht vergessen!

Welche Blumen kann ich im März schon draußen pflanzen?
Wenn Sie das Grau des Winters satt haben und jetzt endlich wieder etwas Farbe in Ihrem Garten sehen möchten, dann gibt es bereits einige Blumensorten, die Sie ohne Bedenken rauspflanzen können und über die sich auch die ersten Insekten bereits freuen:
- Primeln: sonnig bis halbschattig pflanzen und regelmäßig gießen
- Krokusse: brauchen lockeren Boden und ein bisschen Windschutz
- Schneeglöckchen: der ideale Standort ist schattig-feucht, am besten unter Sträuchern
- Winterlinge: die Frühblüher mögen humusreichen Boden
- Narzissen: sonnig-halbschattig pflanzen
- Stiefmütterchen: diese Farbtupfer sind sehr robust und haben es gern sonnig
- Christrosen: die Bodendecker mögen es schattig und feucht
Braucht der Rasen im März bereits eine Behandlung?
Um sich nach dem Winter zu regenerieren und dichter zu wachsen, können Sie bereits einiges für Ihren Rasen tun. Allerdings sollten Sie diese Schritte nur durchführen, wenn das Wetter trocken und frostfrei ist, um die Wurzeln nicht zu schädigen. So gehen Sie am besten vor:
- Laub und Filz entfernen: Harken Sie bei trockenem Wetter mit einer weichen Federharke oder einem Rechen sanft abgestorbenes Gras, Laub und Moos im Rasen heraus, damit Licht und Luft die Grasnarbe erreichen. Das fördert neues Wachstum.
- Witterung abwarten: Erst wenn das Gras mindestens 7 bis 8 Zentimeter hoch ist und die Bodentemperatur tagsüber über knapp 10 Grad liegt sollten Sie mit der Rasenbehandlung fortfahren.
- Erst mähen: Mähen Sie bei bewölktem Wetter und trockenem Gras und kürzen Sie maximal ein Drittel der Länge. Achten Sie darauf, dass Sie eine scharfe Klinge verwenden und das Schnittgut gleich entfernen.
- Düngen: Streuen Sie einen Frühjahrsdünger (organisch-mineralisch, z. B. mit Stickstoff) gleichmäßig aus und wässern Sie leicht nach.
- Nachbehandlung prüfen: Bei starkem Moosbefall Boden-pH testen und bei einem Wert unter 5,5 kalken.
Ist der März eine gute Zeit für das Verlegen von Rollrasen?
Ab Ende März, wenn die Bodentemperatur stabil über 5 Grad liegt, können Sie neuen Rollrasen verlegen. Die Wurzeln können dann in der feuchten Frühjahrsphase schnell anwachsen, was bedeutet, dass Sie im Sommer bereits eine dichte und auch belastbare Rasenfläche haben. Entscheidend ist allerdings der richtige Untergrund für den Rollrasen.
Vergessen Sie die Tiere in Ihrem Garten nicht
In Ihrem Garten wohnen eine Menge Tiere und die meisten davon sind äußerst nützlich. Umso wichtiger ist es, ihnen einen Lebensraum zu bieten, der optimal für ihre Bedürfnisse ist. Das betrifft zum einen natürlich die Vielfalt oder Aspekte wie bienenfreundliche Blüten, zum anderen aber auch Futterstellen oder Nistmöglichkeiten. Wenn Sie Nistkästen mit kleinem Eingang sonnig und windgeschützt aufhängen, ziehen Sie auch kleinere Vogelarten an. Erste Hummeln und Wildbienen starten im März zudem ihre Aktivität und benötigen nektarreiche Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen oder Primeln. Ein Insektenhotel schafft Nistplätze und kleine Unkrautränder bieten Verstecke. Am besten lassen Sie in Ihrem Garten auch in den warmen Monaten ein paar „wilde Ecken“ mit Totholz und Laub. Vermeiden Sie auf jeden Fall alle Arten von Spritzmitteln und bieten Sie flache Wasserstellen mit Steinen an. So unterstützen Sie sichtbare und unsichtbare Tiere gleichermaßen und fördern die Biodiversität in Ihrem Garten.

Diese 5 Fehler sollte man bei der Gartenarbeit im März vermeiden
- zu frühes Pflanzen empfindlicher Arten: Auch bei sonnigem Wetter drohen im März noch Nachtfröste, die mediterrane Pflanzen wie Tomaten oder Geranien zerstören können.
- falscher oder zu früher Rückschnitt: Nicht alle Gehölze vertragen einen Märzschnitt. Frühblüher wie Forsythien schneiden Sie erst nach der Blüte, Rosen nur bei Frostfreiheit. Warten Sie pflanzenspezifische Schnittzeiten ab, um Blütenverlust oder Schwächung zu vermeiden.
- zu frühes Düngen: Bei kaltem Boden können Pflanzen Nährstoffe nicht aufnehmen. Überdüngung schädigt dann nur die Wurzeln. Also erst düngen, wenn der Boden frostfrei ist und Wachstum einsetzt.
- zu frühes Vertikutieren des Rasens: Ohne ausreichendes Wachstum des Grases schädigt Vertikutieren die Narbe. Am besten erst nach dem ersten Mähen vertikutieren, bei trockenem Boden geht das schon Ende März.
- falsches Gießen im Frühjahr: Ein trockener März stresst immergrüne Pflanzen und Jungpflanzen, weil sie dann keinen Regen abbekommen. Besonders neugepflanzte Arten und Kübelpflanzen sollten Sie wurzeltief gießen.
Vorbereitungsarbeiten im März: Lohnt sich das?
Die Vorbereitungsarbeiten im März setzen den Startschuss für späteres Wachsen und Gedeiehen. Durch das Aufstellen eines Frühbeets, das Säen kälteverträglicher Sorten wie Radieschen oder Rucola und das Vorziehen von Jungpflanzen wie Kohlrabi können Sie mit etwas Glück bereits ab April das erste Mal ernten und damit immerhin 4 bis 6 Wochen früher als normalerweise. Und dadurch, dass Sie sich die Mühe machen, die Pflanzen vor Spätfrost und Schneckenfraß zu schützen sowie den Boden auflockern und mit Kompost vorbereiten, schützen Sie die empfindlichen Triebe vor Kälte, Schädlingen und heften Wetterereignissen, die sonst Ihre Erträge mindern würden. Übrigens können Sie nicht nur den Garten jetzt vorbereiten, sondern auch den Balkon. Holen Sie Ihre Blumenkästen und Kübel aus ihrem Winterquartier, säubern Sie sie und befüllen Sie sie schon mal mit Erde. So sind sie gleich startklar, wenn die Tage wärmer werden und man die ersten Blumen hinauspflanzen kann.
Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Echte Gartenprofis orientieren sich bei der Gartenarbeit an der Phänologie, bei der der Frühling in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling aufgeteilt wird. [2] Hierbei wird darauf geachtet, wann welche Pflanze welches Entwicklungsstadium hat. Die Forsythie ist beispielsweise ein Bote für den Erstfrühling, genau wie die Stachelbeere. Wer lieber starr nach Datum arbeitet, riskiert dann bei einem kalten März Frostschäden an den frischen Schnittstellen.
- In hohlen Stängeln und unter Laubüberresten schlafen noch Wildbienen und Marienkäfer. Wenn Sie schneiden, sollten Sie das Material keinesfalls häckseln oder sofort in die Biotonne schmeißen. Die Insekten brauchen genügend Zeit, um sich einen anderen Platz zu suchen. Am besten bündeln Sie das Schnittgut und lassen es erst einmal ein paar Tage in einer Ecke liegen.
- Statt nur Dünger zu streuen, geht es im März darum, die Mikroorganismen zu füttern. Eine Gabe von Komposttee oder das oberflächliche Einharken von Hornmehl wirkt wie ein Probiotikum für das Erdreich. [3] Ein lebendiger Boden kann Nährstoffe viel effizienter an die Pflanzen weitergeben als ein Boden, der nur künstlich gepusht wird.
- Im März steht die Sonne noch tief, aber die Intensität nimmt massiv zu. Oft wird übersehen, dass frisch geschnittene Gehölze plötzlich einen Sonnenbrand an der Rinde bekommen können, weil der schützende Schatten der Blätter fehlt. Besonders bei jungen Obstbäumen hilft hier ein weißer Stammanstrich, um Spannungsrisse durch die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zu verhindern.
- Lassen Sie das grüne Laub von Frühblühern wie Krokussen nach der Blüte unbedingt stehen, bis es von selbst vergilbt. In dieser Phase betreibt die Pflanze Photosynthese, um lebenswichtige Energie für das nächste Jahr zurück in die Zwiebel zu pumpen. Wenn Sie das Laub aus optischen Gründen zu früh abschneiden oder abmähen, hungern Sie die Pflanze aus und riskieren, dass sie im nächsten Frühjahr nicht mehr austreibt.
Fazit
Der März markiert den Start in die Gartensaison. Jetzt entscheidet sich, wie gut Beete, Hochbeete, Rasen und andere Pflanzen in den Frühling und Sommer starten. Wer in diesem Monat im Garten aufräumt, gezielt schneidet, den Boden lockert, erste Düngergaben sinnvoll einsetzt sowie Stauden oder Gräser teilt oder neu pflanzt, schafft eine optimale Grundlage für kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte. Gleichzeitig sollte man Spätfröste im Blick behalten, denn entsprechende Schutzmaßnahmen bleiben weiterhin wichtig. Unter dem Strich zahlt sich die im März investierte Zeit im weiteren Verlauf des Gartenjahres deutlich sichtbar aus.
Gartenarbeit im März: Häufig gestellte Fragen
Welche essbaren Wildpflanzen können früh geerntet werden?
Arten wie Vogelmiere, Giersch, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Löwenzahn, Brennnessel oder Sauerampfer treiben bei milder Witterung früh aus und lassen sich entweder gezielt fördern oder in einer wilden Ecke bewusst stehen lassen. Statt also Pflanzen wie den Giersch zu bekämpfen, können Sie sie einfach ernten und zu gesundem Superfood verarbeiten. So sparen Sie sich auch in großen Teilen des Gartens das Unkraut jäten.
Was ist die No-Dig-Methode und kann man sie im März anwenden?
Die No-Dig-Methode ist eine bodenschonende Gärtnertechnik, bei der Beete ohne Umgraben angelegt werden, indem Schichten aus Pappe, Kompost, Grünschnitt und Mulch (z. B. Laub oder Stroh) direkt auf der bestehenden Fläche aufgebracht und jährlich aufgefüllt werden, sodass Mikroorganismen den Boden natürlich fruchtbar machen. Diese Methode ist im März besonders sinnvoll, da der Boden frostfrei, aber noch feucht ist.
Kann ich den Kompost vom letzten Jahr verwenden?
Man kann den Kompost vom letzten Jahr im März verwenden, aber nur dann, wenn er bereits reif, dunkel und krümelig ist und so richtig erdig riecht. Ist der Kompost noch unreif, dann hemmt das das Pflanzenwachstum.
Quellen
[1] „Gesetzliche Regelungen zum Heckenschnitt – NABU BW“. NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V, baden-wuerttemberg.nabu.de/umwelt-und-leben/umweltbewusst-leben/naturgarten/gartenpflege/34461.html. Zugegriffen 4. März 2026.
[2] „NABU Berlin“. NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V, berlin.nabu.de/wir-ueber-uns/fachgruppen/naturgarten/allgemeine-themen/13685.html. Zugegriffen 2. März 2026.
[3] Rasengesellschaft.de, www.rasengesellschaft.de/files/downloads/zeitschrift/2017_2.pdf. Zugegriffen 4. März 2026.