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Gartenpflege Kosten: Was kostet die Gartenpflege 2026?

Simone Blaß
Verfasst von Simone Blaß
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Lesedauer: 13 Minuten
© welcomia / istockphoto.com

Gartenarbeiten wie Rasenmähen, Unkrautjäten oder Laubentfernung wirken auf den ersten Blick oft überschaubar. In der Praxis steckt dahinter jedoch regelmäßiger Zeitaufwand, Fachwissen, zuverlässige Planung und der Einsatz passender Geräte. Wer diese Aufgaben an einen professionellen Gartenbetrieb übergibt, profitiert auf seinem Grundstück von sauberer Ausführung, verlässlichen Pflegeintervallen und einem dauerhaft gepflegten Gesamteindruck der Außenanlage. Die entstehenden Kosten für die Gartenarbeit sollten daher nicht nur als Ausgabe, sondern auch als Investition in Werterhalt, Ordnung und Entlastung betrachtet werden. Gerade bei Mietobjekten ist zudem wichtig, genau zu prüfen, welche Gartenpflegekosten als Nebenkosten umlagefähig sind und welche beim Vermieter verbleiben. Für eine realistische Kalkulation spielen neben den Stundensätzen auch Faktoren wie Flächengröße, Pflegehäufigkeit, saisonale Anforderungen, Entsorgungskosten und die konkrete vertragliche Vereinbarung eine wichtige Rolle.

Alles auf einen Blick:

  • Professionelle Gärtner rechnen in Deutschland meist mit 15 bis 80 Euro pro Stunde ab, je nach Qualifikation des Dienstleisters, der Komplexität der Arbeit und Region.
  • Die Kosten für die Gartenarbeit werden entweder pauschal, pro Stunde oder pro Quadratmeter beziehungsweise Meter abgerechnet.
  • Typische Einzelpreise liegen 2026 beim Rasenmähen 20 bis 40 Cent pro Quadratmeter, beim Unkrautentfernen und der Beetpflege bei 1 bis 3 Euro pro Quadratmeter und beim Laubentfernen bei 15 bis 40 Cent pro Quadratmeter.
  • In Mietverhältnissen können laufende Kosten für Gartenarbeit grundsätzlich bei der Nebenkostenabrechnung umgelegt werden, wenn das vorher mietvertraglich vereinbart wurde.
  • Gartenpflege-Verträge können gegenüber Einzelaufträgen Einsparungen von 15 bis 30 Prozent bringen.

Was kostet die Gartenpflege 2026?

Leistungtypische Einzelkostentypische Kosten pro Stunde
Gartenpfleger15 bis 80 Euro
Rasenschnitt20 bis 40 Cent pro Quadratmeter30 bis 70 Euro
Heckenschneiden5 bis 25 Euro pro laufendem Meter40 bis 75 Euro
Unkraut entfernen und Beetpflege1 bis 3 Euro pro Quadratmeter30 bis 55 Euro
Baumschnitt100 bis 800 Euro pro Baum
Beetpflege5 bis 60 Euro pro Quadratmeter35 bis 55 Euro
Laub entfernen15 bis 40 Cent pro Quadratmeter30 bis 45 Euro
Grünschnittentsorgung35 bis 60 Euro pro Kubikmeter
Bewässerung0,003 bis 0,005 Euro je Literab 50 Euro
An- und Abfahrt30 bis 80 Euro pro Einsatz oder Monatspauschale
Gartenpflege-Vertrag100 bis 900 Euro

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Welche Faktoren beeinflussen die Kosten für die Gartenpflege?

  • Fläche
  • Bepflanzung
  • Saison
  • Zugang
  • Entsorgung
  • regionale Unterschiede
  • allgemeine Preisentwicklung in allen Bereichen

Fläche

Je größer die bei der Gartenpflege zu bearbeitende Fläche, desto mehr Zeit- und Maschinenaufwand fällt an. Rasenflächen werden meist nach Quadratmetern, komplexe Anlagen eher nach Zeit kalkuliert. Kleine, klar geschnittene Flächen sind pro Quadratmeter in der Regel günstiger, weil der Pflegeaufwand effizienter organisiert werden kann. Auf stark gegliederten Flächen mit vielen Teilbereichen, Wegen oder Höhenunterschieden steigt der Aufwand pro Quadratmeter deutlich.

Bepflanzung

Ein schlichter Rasen mit wenigen Kanten verursacht deutlich geringere Pflegekosten als ein Garten mit mehreren Beeten, Hecken, Staudenstreifen und Formschnittgehölzen. Je vielfältiger und empfindlicher die Bepflanzung, desto mehr Fachwissen, Zeit und wiederkehrende Heckenschnitte und Pflegeschritte (z. B. Schnitt, Düngung, Pflanzenschutz) werden nötig und das schlägt sich im Stundenlohn nieder. Aufwendige Formen- und Ziergehölze oder Bäume wie Obstbäume mit dem entsprechenden Obstbaumschnitt erhöhen zusätzlich die Kosten für fachgerechten Schnitt und Kontrolle.

Saison

Bei der Gartenarbeit von April bis September ist die Nachfrage besonders hoch, weil Rasen, Hecken und Beete gleichzeitig Pflege brauchen. Viele Betriebe sind ausgelastet, was zu höheren Preisen oder längeren Vorlaufzeiten führen kann. Im Herbst kommen Laubarbeiten, Rückschnitt und Entsorgung hinzu, wodurch sich die Einsatzzeiten verdichten und saisonale Zuschläge oder Pauschalen für zusätzliche Arbeiten üblich sind. Wer Pflegeleistungen außerhalb der Hauptsaison plant, hat oft mehr Verhandlungsspielraum und bekommt mitunter günstigere Konditionen.

Zugang

Ein Garten mit breiten Zugängen für Geräte lässt sich schneller und damit kostengünstiger pflegen. Muss Material durch das Haus getragen werden, fehlen Zufahrten für Maschinen oder liegt eine Gartengestaltung in Hanglage vor, verlängert sich die Arbeitszeit und das Haftungsrisiko steigt. Beides kann mit Aufschlägen im Stundenlohn oder separaten Erschwerniszuschlägen bepreist werden. Schwierige Zugänge führen oft dazu, dass bestimmte Maschinen gar nicht eingesetzt werden können, wodurch mehr Handarbeit nötig wird.

Entsorgung

Wenn der Grünschnitt vor Ort kompostiert oder über eine vorhandene Grünguttonne entsorgt werden kann, fallen meist nur geringe Zusatzkosten an. Muss der Betrieb Schnittgut oder Laub abtransportieren und auf dem Wertstoffhof entsorgen, werden Volumenpauschalen pro Kubikmeter oder zusätzliche Arbeitszeit für Beladen und Transport berechnet. Hohe Laubmengen, starker Baumschnitt oder Heckenrückschnitt können die Entsorgungskosten schnell zu einem relevanten Kostenblock machen.

regionale Unterschiede

Lebenshaltungskosten, Lohnniveau und Nachfrage in Ballungszentren beeinflussen die Preisstruktur deutlich. In Städten und wirtschaftsstarken Regionen liegen Stundensätze meist spürbar höher. Zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen städtischen und ländlichen Gebieten bestehen nach wie vor Unterschiede, wobei der Westen und urbane Räume oft höhere Lohn- und Maschinenkosten ansetzen.

allgemeine Preisentwicklung in allen Bereichen

In den letzten fünf Jahren sind die Preise für Gartenpflege-Dienste in Deutschland durch Inflation, höhere Tariflöhne sowie gestiegene Material- und Energiekosten deutlich nach oben gegangen. [1] Allein die Tariflöhne im Garten- und Landschaftsbau erhöhten sich 2025 und 2026 zusammen um rund 6,5 Prozent, was sich direkt in den Stundensätzen und Pauschalen widerspiegelt. [2] Viele Betriebe passen ihre Preislisten zeitversetzt an, sodass sich die Erhöhungen in manchen Regionen erst nach und nach voll im Markt zeigen.



Was kostet ein Gartenpfleger pro Stunde?

2026 liegt der Stundensatz für Gartenpflege bei etwa 15 bis 80 Euro. Einfache Arbeiten kosten meist 15 bis 60 Euro, während sehr komplexe Arbeiten wie Gartenplanung oder Baumkletterarbeiten auch mehr als der normale Stundensatz kosten können. Allein die Kosten für das Fällen eines Baumes beginnen bei 350 Euro.

Ein Baumpfleger führt eine professionelle Baumpflege mittels Seilklettertechnik durch und schneidet mit einer Kettensäge Äste hoch oben im Stamm einer großen Kiefer ab. Er trägt dabei Schutzkleidung, einen Forsthelm mit Gehörschutz und ist vollständig gesichert.
Ein Baumkletterer verlangt aufgrund des Aufwands und der benötigten Technik einen deutlich höheren Stundenlohn als ein Landschaftsgärtner © Thomas-Soellner / istockphoto.com

Wie setzen sich die Kosten für einen Gärtner zusammen?

  • Stundenlohn der Arbeitskraft (wird der Gärtner nach Tarif bezahlt, bekommt er seit Juli 2026 20,91 Euro pro Stunde) [3]
  • Lohnnebenkosten
  • Sozialabgaben
  • Versicherungen
  • Werkzeug und Maschinen
  • Fahrzeuge und Kraftstoff
  • Verwaltung
  • betriebliche Rücklagen
  • Schulungen und Arbeitsschutz
  • Gerätewartung

In der Regel liegt der Endkundenpreis eines professionellen Gartenbetriebs deutlich über dem reinen Lohnanteil. Diese Differenz bei den Kosten für die Gartenpflege ist kein bloßer Aufschlag, sondern deckt die Kosten ab, die notwendig sind, damit Gartenarbeiten zuverlässig, fachgerecht, versichert und dauerhaft wirtschaftlich erbracht werden können.

Welche Unterschiede gibt es bei den Kosten je nach Qualifikation des Gartenpflegers?

QualifikationDurchschnittskosten pro Stunde
ungelernte Hilfskraft/Auszubildender15 bis 25 Euro
einfache Gartenhilfe25 bis 40 Euro
ausgebildeter Gärtner (Geselle)35 bis 60 Euro
Meisterbetrieb im Garten- und Landschaftsbau55 bis 80 Euro

Preisbeispiel 1: Was kostet Gartenpflege monatlich für einen kleinen Garten?

Postentypische Kostenmonatliche Kosten
Rasen mähen (zweimal pro Monat)50 Quadratmeter x 35 Cent35 Euro
Unkraut jäten (4 Quadratmeter/einmal pro Monat)2 Euro pro Quadratmeter8 Euro
Laubsammeln (einmal im Monat, ganze Fläche)50 Quadratmeter × 20 Cent10 Euro
Fahrtkosten (Pauschale)40 Euro als Pauschale40 Euro
Gesamtkosten93 Euro


Preisbeispiel 2: Was kostet Gartenpflege monatlich für einen mittelgroßen Garten?

Postentypische Kostenmonatliche Kosten
Rasen mähen inklusive Entsorgung des Schnittguts (zweimal pro Monat)200 Quadratmeter x 25 Cent100 Euro
Unkraut jäten (6 Quadratmeter, einmal im Monat)1,50 Euro pro Quadratmeter9 Euro
Laubsammeln (stark laubbelasteter Garten, einmal im Monat)200 Quadratmeter × 30 Cent60 Euro
Gartenbewässerung (Schläuche legen, Technik kontrollieren, kurz nachgießen)2 Stunden x 45 Euro90 Euro
Fahrtkosten (Pauschale)50 Euro pro Monat als Pauschale50 Euro
Gesamtsumme304 Euro

Ein mittelgroßer Garten mit etwa 200 Quadratmetern bringt einen deutlich anderen Pflegeaufwand mit sich als kleinere Flächen. Der Rasen wird in festen Intervallen gemäht, während Unkraut und Laub eher unregelmäßig und situationsabhängig anfallen. Da die Rasenfläche größer ist als bei kleinen Gärten, sinkt der maximale Quadratmeterpreis für das Mähen häufig leicht ab. Zusätzlich beeinflusst die Bewässerung je nach Wetter und Bepflanzung den Gesamtaufwand spürbar und sorgt für wechselnde Arbeitsschwerpunkte im Verlauf des Jahres.

Preisbeispiel 3: Was kostet Gartenpflege monatlich für einen großen Garten?

Postentypische Kostenmonatliche Kosten
Rasen mähen (400 Quadratmeter, zweimal pro Monat)400 Quadratmeter × 20 Cent160 Euro
Heckenschnitt (50 Meter, ein- bis zweimal pro Saison/umgerechnet auf einen Monat)12 Euro pro laufendem Meter × 50 Meter50 Euro
Unkraut jäten (20 Quadratmeter, einmal im Monat)2 Euro pro Quadratmeter40 Euro
Laubsammeln (400 Quadratmeter, einmal im Monat)400 Quadratmeter × 25 Cent100 Euro
kontrollierte Bewässerung mit Technik6 Stunden x 40 Euro240 Euro
Fahrkosten (Pauschale)50 Euro pro Monat50 Euro
Gesamtsumme640 Euro

Bei großen Gärten sinkt der Preis pro Quadratmeter zwar häufig, die Monatsrechnung steigt aber trotzdem, weil mehr Fläche, mehr Schnittgut und meist auch mehr Vielfalt vorhanden sind. Unser Tipp:

Prüfen Sie, ob alle Flächen wirklich dieselbe Gartenpflege brauchen. Wenn Sie beispielsweise Mähintervalle verlängern oder Laub unter Gehölzen als Mulch liegen lassen, senken Sie die laufenden Kosten oft deutlich, ohne dass der Garten ungepflegt wirkt.



Was kostet ein Gartenpflege-Vertrag im Vergleich zu Einzelaufträgen?

Im Schnitt können Sie bei der Gartenpflege zwischen 15 und 30 Prozent gegenüber Einzelaufträgen sparen. Ein Gartenpflege-Vertrag ist in vielen Fällen günstiger als immer neue Einzelaufträge, weil der Betrieb Anfahrt, Einsatzplanung und Geräteeinsatz besser bündeln kann.

Kosten von Gartenpflege-Verträgen in der Übersicht

Gartengrößemonatliche Kostenjährliche Kosten
bis 200 Quadratmeter80 bis 200 Euro960 bis 2.400 Euro
200 bis 500 Quadratmeter150 bis 400 Euro1.800 bis 4.800 Euro
500 bis 1.000 Quadratmeter250 bis 600 Euro3.000 bis 7.200 Euro
über 1.000 Quadratmeter400 bis 800 Euro und mehr4.800 bis 9.600 Euro und mehr

Kosten für die Gartenpflege: Wann lohnt sich ein Saisonpaket oder ein Jahresvertrag finanziell?

Möchten oder können Sie Aufgaben, die immer wieder anfallen und damit planbar sind, nicht selbst übernehmen, lohnt sich ein Gartenpflege-Vertrag. Hierzu gehören unter anderem das Rasenmähen, die Beetpflege, leichte Gehölzschnitte und saisonale Reinigungsarbeiten. Kündigungsfristen, Leistungsgrenzen und Reaktionszeiten sollten Sie hier vor Vertragsabschluss schriftlich festhalten. Wenn Sie allerdings Aufgaben abgeben möchten, die eher gelegentlich anfallen oder einen sehr hohen Arbeitsaufwand fordern, sind modulare Verträge mit Zusatzleistungen oder die klassischen Einzelaufträge oft die bessere Lösung.

Mieter oder Vermieter: Wer trägt die Gartenpflege-Kosten in Mietobjekten? 

Steht es im Mietvertrag, so können Eigentümer oder Hausverwaltung die Kosten an die Mieter beziehungsweise die Hausgemeinschaft im Rahmen der Nebenkostenabrechnung weitergeben. Die Betriebskostenverordnung (BetrKV § 2 Nr. 10) definiert die Kosten der Gartenpflege explizit als Betriebskosten, die umgelegt werden können, und zwar einschließlich der Pflege gärtnerisch angelegter Flächen, der Erneuerung von Pflanzen und Gehölzen, der Pflege von Spielgeräten und Zufahrten. Diese Regelung basiert auf § 556 BGB, der die vertragliche Umlage von Betriebskosten von Hausverwalter oder Eigentümer auf Mieter ermöglicht, sofern im Mietvertrag vereinbart. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die Kosten für die Gartenarbeit ordnungsgemäß nachweisbar sind und der Mietsache dienen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ohne eine solche Vereinbarung ist die Gartenpflege Sache des Vermieters. Ebenso dürfen keine Doppelabrechnungen stattfinden. Kritisch werden Abrechnungen immer dann, wenn laufende Pflege und Investition vermischt werden. Wenn der Vermieter eine komplette Neuanlage des Gartens bezahlt, ist das keine normale laufende Gartenpflege. Ebenso muss bei Flächen, die nur einzelne Mietern exklusiv nutzen, sauber getrennt werden, wem welche Kosten zugeordnet werden dürfen. Mieter sollten deshalb die Originalrechnungen darauf prüfen, ob dort wirklich Pflegeleistungen und nicht verdeckte Umgestaltungen oder doppelt berechnete Wasserkosten enthalten sind. 

SCHON GEWUSST
Nach der Rechtsprechung kann die Gartenpflege auch dann umlagefähig sein, wenn einzelne Mieter den Garten gar nicht selbst nutzen dürfen. Entscheidend ist, dass die Fläche zur Wohnanlage gehört und die Kosten wirksam als Betriebskosten vereinbart wurden. [4]

Wie können Kosten bei der Gartenpflege eingespart werden?

  • Übernehmen Sie einfache Pflegearbeiten wie Rasenmähen, Laub entfernen oder leichtes Unkrautjäten selbst. So reduzieren Sie die laufenden Kosten für die Gartenpflege.
  • Beauftragen Sie einen Fachbetrieb nur für aufwendige oder saisonale Arbeiten wie Heckenschnitt, Baumpflege oder umfangreichere Gartenneuanlagen.
  • Vereinbaren Sie möglichst regelmäßige Pflegeintervalle statt vieler spontaner Einzelaufträge. So lassen sich die Gartenpflegekosten besser kalkulieren und meist günstiger halten.
  • Gestalten Sie Ihre Gartenfläche pflegeleicht mit robusten, hitzeresistenten Pflanzen, klaren Flächen und weniger aufwendigen Randbereichen. Dadurch sinken die Kosten der Gartenpflege pro Quadratmeter langfristig.
  • Vergleichen Sie Angebote für Gartenpflege immer inklusive An- und Abfahrt, Entsorgung und Zusatzleistungen. Nur so lassen sich die Gartenpflegepreise realistisch bewerten und unnötige Nebenkosten vermeiden.


Fazit

Gartenpflege ist für viele Immobilienbesitzer zwar eine Steigerung des Wohnwerts, aber auch ein spürbarer Kostenfaktor. Selbst einfache Arbeiten wie Rasenmähen, Unkrautentfernung oder Laubbeseitigung können je nach Region, Betrieb, Qualifikation und Aufwand bis zu 80 Euro pro Stunde kosten. Was einzeln betrachtet überschaubar wirkt, summiert sich bei regelmäßiger Pflege schnell zu einem größeren Jahresbudget. Umso wichtiger ist eine realistische Planung. Wirtschaftlich wird Gartenpflege vor allem dann, wenn Fläche, Pflegeintervall und gewünschter Leistungsumfang gut aufeinander abgestimmt sind. Ein kleiner Garten ist nicht automatisch günstig, wenn viele einzelne Einsätze nötig sind oder schwer zugängliche Bereiche gepflegt werden müssen. Mittelgroße und große Gärten können dagegen oft von klar vereinbarten Pauschalen, einem Saisonpaket oder einem langfristigen Jahresvertrag profitieren.

Gartenpflege Kosten: Häufig gestellte Fragen

Dürfen Vermieter auch Gartengeräte oder eine komplette Neugestaltung im Rahmen der Gartenpflege umlegen?

Regelmäßige Pflege ist etwas anderes als Investition oder Umgestaltung. Wenn ein Garten komplett neu angelegt oder wesentlich umgebaut wird, spricht viel dafür, dass diese Kosten nicht als laufende Gartenpflege umlagefähig sind. Gleiches gilt, wenn Positionen in der Abrechnung keine wiederkehrenden Pflegemaßnahmen, sondern Anschaffungen oder Umbaukosten betreffen.

Kann ich Gartenpflege als Eigentümer bei der Steuererklärung absetzen? 

Bei selbst genutztem Wohneigentum lassen sich 20 Prozent der Arbeitskosten absetzen, bis zu 4.000 Euro pro Jahr für haushaltsnahe Dienstleistungen wie regelmäßige Gartenpflege, zusätzlich bis zu 1.200 Euro für Handwerkerleistungen wie eine Baumfällung. Voraussetzung sind eine Rechnung und eine Überweisung beziehungsweise die Zahlung mit Karte, denn eine Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an. [5]

Welche Posten machen die Gartenpflege besonders teuer?

Bei der Gartenpflege schlagen vor allem die arbeitsintensiven und fachlich anspruchsvollen Posten sowie alles, was viel Volumen an Grünschnitt erzeugt, besonders stark zu Buche. Ein Verstoß gegen die Schonfrist beim Heckenschnitt kann zusätzlich teuer werden, weil hier Bußgelder drohen.

Quellen

[1] „Preismonitor“. Statistisches Bundesamt, www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Preismonitor/Preismonitor.html. Zugegriffen 9. Juli 2026.

[2] „Garten- und Landschaftsbau: Tarifabschluss – mehr Geld für alle!“ Igbau.de, igbau.de/Garten-und-Landschaftsbau-Tarifabschluss-mehr-Geld-fuer-alle.html. Zugegriffen 9. Juli 2026.

[3] „Garten- und Landschaftsbau: Tarifabschluss – mehr Geld für alle!“ Igbau.de, igbau.de/Garten-und-Landschaftsbau-Tarifabschluss-mehr-Geld-fuer-alle.html. Zugegriffen 9. Juli 2026.

[4] Berliner Mieterverein. „Betriebskostenabrechnung“. Berliner Mieterverein e.V, 26. Mai 2004, www.berliner-mieterverein.de/recht/bgh/bgh0426.htm. Zugegriffen 9. Juli 2026.

[5] Bundesfinanzministerium.de, lsth.bundesfinanzministerium.de/lsth/2026/A-Einkommensteuergesetz/V-Steuerermaessigungen-34c-35c/4-Steuerermaessigung-haushaltsnahe-Besch-35a/Paragraf-35a/inhalt.html. Zugegriffen 9. Juli 2026.

Über unsere*n Autor*in
Simone Blaß
Simone Blaß verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung und berichtet seit mehr als fünf Jahren verstärkt über Garten- und Bauthemen. Ihr Ziel ist es, auch anspruchsvolle Inhalte anschaulich und praxisnah aufzubereiten. Unter anderem führt sie Interviews mit Experten von Verbänden und Hochschulen, um den Lesern verlässliche Orientierung und praxisnahe Tipps für ihre eigenen Gartenprojekte zu bieten. Als Senior-Online-Redakteurin bei Gartenbau.org verfasst die studierte Journalistin Beiträge über alles, was Gärten schöner und funktionaler gestaltet, von der Baumpflege über die Gestaltung von Beeten und Pflanzungen bis zu anspruchsvollen Projekten rund um Brunnen- oder Terrassenbau. Durch ihren eigenen Garten, den sie seit über zehn Jahren pflegt, kennt die Redakteurin die Herausforderungen und Bedürfnisse von Gartenbesitzern aus erster Hand und kann so Inhalte liefern, die direkt auf die Praxis zugeschnitten und leicht umsetzbar sind.