Baumfällung – Forstmaßnahme mit Konfliktpotenzial
Fällungsmaßnahmen haben schon oft für Proteste gesorgt. Oft sind sie aber auch im Sinne der Gesundheit der freien Natur notwendig. Wann ein Baum gefällt werden muss und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie auf Gartenbau.org!
Wenn neue Straßen gebaut oder neue Wohngebiete erschlossen werden sollen, fällt diesen Maßnahmen oftmals ein Stück unberührter Natur zum Opfer. So sorgte die Baumfällung im Rahmen von Modernisierungs- und Baumaßnahmen häufig schon zu Bürgerprotesten. Doch das Motiv des Platzschaffens ist nicht der einzige Grund einen Baum zu fällen. Häufig müssen Bäume gefällt werden, weil Sie Baumschäden haben, weil sie krank sind oder, weil sie als Rohstofflieferant dienen sollen.
Baumfällung muss beantragt werden
Nicht jeder kann einfach in den Wald gehen und einen Baum fällen. Jedes Kind, das mindestens einmal bewusst Weihnachten erlebt hat, weiß, dass der Papa nicht einfach in den Wald gehen darf, um den schönsten Weihnachtsbaum selbst zu schlagen. Der Baum wird gekauft oder muss in speziell dafür vorgesehenen Anlagen geschlagen werden.
Für jeden Baum, der eine größere Stammdicke als 10 cm Durchmesser und mehr als 1 m Höhe hat, muss die Fällung beantragt werden. Festgeschrieben sind diese Werte in der Baumschutzsatzung der Gemeinden und hält man sich nicht an das Prozedere des Antrags auf Baumfällung, so wird der Gesetzesverstoß entsprechend sanktioniert. Darüber hinaus werden Fällungen in der Regel nur unter der Auflage entsprechender Neupflanzungen genehmigt – so sieht es die Eingriffsregelung vor.
Baumfällung mit der Fallkerbanlage
Je nach Größe des Baums und den Gegebenheiten der Umgebung kann der Gartenbauer durch unterschiedliche Fälltechniken den Fallweg des Baumes beeinflussen. Schließlich darf dieser keine umgebenden Gebäude beschädigen. Eine Baumfällung bedeutet außerdem nicht nur einen Schnitt am untersten Ende des Baumes. Je nach Größe des Baumes muss dieser in mehreren Abschnitten gesägt werden.
Die am meisten verwendete Fälltechnik ist die Fallkerbanlage. Hierbei werden mit Fällheber und Motorsäge eine Fällkerbe und ein Fällschnitt gemacht, die den Baum zu Fall bringen. Bevor der Prozess der Fällung beginnen kann, muss der Baum allerdings genau unter die Lupe genommen werden, denn verschiedene Baumarten weisen ein unterschiedliches Fällverhalten auf. Einen Einfluss auf die Wahl der Fälltechnik hat außerdem die Richtung, in die die Baumkrone sich neigt. Besondere Vorsicht gilt auch bei kranken und verletzten Bäumen. Wird im Rahmen der Baumpflege gefällt, muss damit gerechnet werden, dass der Kern des Baums faul ist. Die innere Instabilität des Baumes ist entsprechend bei der Planung der Fällung zu berücksichtigen.
Baumfällung vom Gartenbau-Experten durchführen lassen
Was eine Baumfällung kosten wird, richtet sich nicht nur nach der Art und Beschaffenheit des Baumes, sondern auch nach dessen Zustand sowie den Umgebungsfaktoren. Außerdem müssen die Kosten für die Baumfällung-Genehmigung sowie die Preise der Neuanpflanzung mit eingerechnet werden. Bei einem Baum von 15 m Höhe ist mit Fällungskosten zwischen 250-350 Euro zu rechnen. Wurzelentfernung und Schnittholzbeseitigung exklusive.
Um einen detaillierten Überblick über die Kosten Ihres Projekts zu erhalten, sollten Sie direkt einen Gartenbau-Profi kontaktieren. Dieser kann Ihnen nach der Bauminspektion genau aufschlüsseln, welche Maßnahmen durchzuführen sind und wie viel dies kosten wird. Stellen Sie noch heute kostenfrei und unverbindlich eine Anfrage auf Gartenbau.org und finden Sie zahlreiche Gartenbau-Betriebe in Ihrer Nähe, von denen Sie Ihren Baum fällen lassen können. Fordern Sie mehrere Kostenvoranschläge ein und entscheiden Sie sich für ein günstiges Angebot.
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