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Baumpflege

Baum fällen Kosten: Was kostet eine Baumfällung 2026?

Simone Blaß
Verfasst von Simone Blaß
Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2026
Lesedauer: 16 Minuten
© DEBOVE SOPHIE / istockphoto.com

Ein Baum im Garten kann über viele Jahre ein treuer Schattenspender oder Blickfang sein, doch manchmal kommt der Moment, in dem er zur Gefahr wird oder einfach im Weg steht. Vielleicht droht er beim nächsten Sturm umzustürzen, oder der Platz wird für etwas Neues gebraucht. Wer sich dann für eine Fällung entscheidet, steht oft vor vielen Fragen, vor allem zur Höhe der Kosten. Die fallen sehr unterschiedlich aus, abhängig von der Größe des Baums, dem Standort und der eingesetzten Methode. Kommt zum Beispiel die Seilklettertechnik zum Einsatz, weil der Baum schwer zugänglich oder sehr hoch ist, kann das den Preis beeinflussen. In diesem Artikel zeigen wir, womit Sie rechnen müssen, wie sich die Kosten zusammensetzen und wo sich mit guter Planung und etwas Eigenleistung oft noch etwas sparen lässt.

Alles auf einen Blick:

  • Ist ein Baum auf Ihrem Grundstück stark beschädigt, sollte er schnell gefällt werden.
  • Aufgrund von steigenden Lohnkosten sind die Preise für Dienstleistungen auch im Gartenbereich 2026 gestiegen. Sie müssen heute mit einem Preis von 350 bis 2.500 Euro rechnen. 
  • Fällen Sie den Baum nicht selbst und gefährdet dieser den öffentlichen Raum, kann es passieren, dass die Feuerwehr fällen muss. Für die Kosten kommen in der Regel dann Sie auf. 
  • Da Bäume ein wichtiger Aspekt des Umweltschutzes sind, brauchen Sie für viele Bäume eine Baumfällgenehmigung.
  • Die Äste und Baumteile müssen Sie entsorgen. Auch die Entsorgungskosten sollten also mit eingerechnet werden.
  • Für das Entfernen des Baumstumpfes und der Wurzel werden weitere Kosten berechnet. Es lohnt sich auf jeden Fall, Angebote zu vergleichen.

Wie setzen sich die Kosten für das Fällen eines Baumes zusammen?

Die Kosten für das Fällen eines Baumes setzen sich hauptsächlich aus Genehmigungsgebühren, den eigentlichen Fällarbeiten, der Wurzelentfernung, der Entsorgung und eventuellen Zusatzkosten wie Kran oder Seilklettertechnik zusammen. Insgesamt liegen sie 2026 in Deutschland typischerweise zwischen 350 und 2.500 Euro, abhängig von Größe, Standort und Komplexität. 

KostenpunktPreisspanne (ca.)
Ausnahmegenehmigung25 bis 120 Euro
Fällarbeiten (pro m Höhe)25 bis 40 Euro/Meter

Baumstumpf entfernen
100 bis 400 Euro
Entsorgung Grünabfälle50 bis 300 Euro
kleiner Baum (< 10 m)350 bis 900 Euro
großer Baum (> 20 m) inklusive Ausrüstung und Risikozuschlag1.200 bis 2.500 Euro

Bedenken Sie auch die Baustellenlogistik am Grundstück wie Zufahrt, Durchgangsbreiten, Bodenschutz (Rasen/Pflaster) und gegebenenfalls die Kosten für die Wiederherstellung von Flächen.

Wann muss ich einen Baum fällen?

Es gibt viele Gründe, warum es notwendig werden kann, dass Sie einen Baum in Ihrem Garten fällen müssen. Sturmschaden oder starker Pilzbefall zum Beispiel. Manchmal ist es auch einfach so, dass die Pflanze zu alt und damit morsch geworden ist, dann handelt es sich letztendlich um eine Arbeit im Rahmen der Baumpflege. In der Regel lässt man einen Baum entweder fällen, weil er im Weg ist, zum Beispiel bei einem Bauvorhaben, oder weil er aufgrund eines Schadens eine Gefahr darstellt.

Das sagt unser Gartenbau.org Baumpflege-Experte:

„Totholz, das in der Baumkrone hängt, kann gefährlich werden, zum Beispiel auf Autos oder gar Menschen fallen und muss daher unbedingt entfernt werden.“

» Volker Wonner – Experte für Pflege, Beschnitt und Fällung von Bäumen

Grundsätzlich ist es laut dem Bundesnaturschutzgesetz nicht erlaubt, Pflanzen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Dieses Verbot dient dem Schutz der Tier- und Pflanzenwelt während der Hauptvegetations- und Brutzeit. [1] Ist der Baum aufgrund eines Sturms umgefallen und Sie wollen die Reste entfernen, dann können Sie das auch außerhalb des Schonzeitraumes machen. Sonst sollten Sie die Vorgaben einhalten, denn ein Nichtbeachten kann empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Brauche ich eine Baumfällgenehmigung?

Die meisten Kommunen verbieten das ungenehmigte Fällen bestimmter Bäume durch individuelle Baumschutzsatzungen. Fällen Sie trotzdem, dann riskieren Sie hohe Bußgelder und zwar bis zu 100.000 Euro. [2] Benötigen Sie eine Baumfällgenehmigung, dann ist das mit entsprechenden Kosten verbunden. Wie hoch diese sind, legt die jeweilige Gemeinde selbst fest. Die Spanne reicht von 25 bis 120 Euro pro Fällgenehmigung. Manche Kommunen verlangen zusätzlich Ersatzpflanzungen oder Ausgleichszahlungen.

Die Kosten in der Übersicht

KostenpunktPreisspanne
Arbeitskosten (pro Stunde)40 bis 150 Euro/Std. pro Arbeiter
Werkzeug wie Kettensäge/Kleingeräte50 bis 200 Euro pauschal / in manchen Angeboten auch enthalten
Seilklettertechnik (bei Bedarf)200 bis 1.000 Euro
Baumstumpfentfernung100 bis 400 Euro
Entsorgung der Grünabfälle50 bis 300 Euro pro Kubikmeter
Anfahrt50 bis 80 Euro

Diese Kostenfaktoren sind für die Baumfällung relevant

  • Nadelbaum oder Laubbaum
  • seltenes Exemplar mit besonderen Anforderungen
  • Höhe
  • Umfang
  • Baumkrone
  • Spezialwissen oder -equipment notwendig (Baumkletterer, Hebebühne bzw. Hubarbeitsbühne etc.)
  • Notwendigkeit einer Fällgenehmigung oder Straßensperrung
  • Abtransport
  • Entsorgung
  • Wurzel/Baumstumpf entfernen

Arbeitsmaterialien

Manchmal reicht für eine Baumfällung einfachstes Equipment aus. Ist ein Baum jedoch sehr hoch, kann der Einsatz einer Hebebühne notwendig werden. Hierfür fallen entsprechende Mietkosten an. Diese liegen pro Tag bei mindestens 100 Euro. Eventuell benötigen Sie sogar einen speziellen Baumkletterer.

Baumkletterer in Seilkletterausrüstung hängt mit einer Kettensäge in einer Baumkrone und schneidet Äste.
© Thomas-Soellner / istockphoto.com
WAS IST EIN BAUMKLETTERER?
Ein Baumkletterer ist meist ein Forstwirt oder Landschaftsgärtner, der sich weiterqualifiziert hat. Zur Ausbildung gehören Kenntnisse in der Seilklettertechnik sowie in Baumpflege und Baumschnitt. Ein Baumkletterer hat so die Qualifikation, auch in sehr hohen Bäumen zu arbeiten und zum Beispiel gefährdende Äste zu entfernen. Die Preise liegen hier bei rund 200 Euro pro Stunde. Ein Baumkletterer ist sein Geld wert, denn es gibt nachvollziehbar gute Gründe, warum er – und nicht Sie – in den Baum und damit in viele Meter Höhe klettern sollte.

Straßensperrungen und andere Sicherungen

Sind für das Fällen der Bäume Straßensperrungen oder andere Sicherungsmaßnahmen notwendig, ist auch dies mit weiteren Kosten verbunden. Hierfür müssen Sie mit circa 80 Euro rechnen.

Kosten für die Baumfällung an sich

Für die Baumfällung selbst sollten Sie etwa 25 bis 40 Euro pro laufendem Meter einplanen. Für einen Nadelbaum orientieren sich die Preise eher am unteren Ende, für einen Laubbaum eher am oberen Ende der Preisspanne. Die Kosten richten sich allerdings nicht nur nach der Höhe des Baumes, sondern auch nach dessen Durchmesser und nach dem Umfang der Baumkrone. Und danach, wie gut er zu erreichen ist. 

Wurzel und Stumpf entfernen

Wenn Sie die Entscheidung treffen, auch den Baumstumpf beziehungsweise die Wurzel entfernen zu lassen, dann müssen Sie mit 100 bis 400 Euro pro Baum rechnen. Es gibt aber auch andere Methoden, wie zum Beispiel den Baumstumpf im Rahmen von moderner Gartengestaltung in den Garten zu integrieren. 

Entsorgung: Lohnt sich ein Container? 

Ein Container für Grünschnitt lohnt sich immer dann, wenn die anfallenden Mengen zum Beispiel aufgrund des großen Stammumfangs oder ab einer bestimmten Höhe die Biotonne oder den eigenen Komposthaufen deutlich übersteigen. Auch die Abgabe am Wertstoffhof ist meist nur in begrenztem Umfang möglich und oft mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Deutlich komfortabler ist da die Entsorgung per Container, denn der Grünschnitt wird direkt vor Ort abgeholt, Sie sparen sich mehrfaches Fahren und schonen Ihr Fahrzeug. Die Preise für einen Grünschnittcontainer beginnen in der Regel bei etwa 150 Euro, inklusive Lieferung, Abholung und Entsorgung der Grünabfälle. Die genauen Kosten hängen von der Containergröße, dem Anbieter und der Region ab. Wer besonders viel Grünschnitt hat, sollte prüfen, ob sich ein größerer Container lohnt, da dieser oft günstiger ist als mehrere kleinere Entsorgungen hintereinander. Auch wichtig ist hier zu sagen, dass es für krankes beziehungsweise von Schädlingen befallenes Holz abweichende Entsorgungsregeln geben kann, was sich ebenfalls in den Kosten widerspiegeln kann.

UNSER TIPP:
Wenn Sie das Holz nicht selbst verwerten möchten, können Sie dieses manchmal dem ausführenden Unternehmen überlassen. Hierdurch können die Preise für die Baumfällung teilweise erheblich sinken. Wenn Sie einen mit Holz betriebenen Ofen haben, kann es sich gerade bei Baumarten wie Obstbäumen durchaus lohnen, den Baumstamm entsprechend zu zersägen und das Holz aufzubewahren. Auch dafür ist der Winter die beste Zeit, da dann das Holz am trockensten ist und früher als Brennholz verwendet werden kann.

Beispiel für Baumfäll-Kosten

Wir möchten Ihnen nachfolgend aufzeigen, wie sich die einzelnen Maßnahmen in der Kalkulation zusammensetzen und was eine professionelle Baumfällung kostet, wobei hier die Kosten von Stadt zu Stadt variieren können. Wir gehen in unserem Beispiel von einem klassischen Laubbaum mit einer Höhe von 10 Metern aus, für dessen Fällung eine Genehmigung eingeholt werden muss. Weitere Sicherungen müssen nicht vorgenommen werden und es wird keine Hebebühne und auch kein Baumkletterer benötigt. Das Feuerholz aus dem Stamm behält der Gartenbesitzer, die Baumwurzel bleibt im Boden.

PositionPreis
Einholung der Fällgenehmigung110 Euro
Kosten für die Fällung des Laubbaumes (10 Meter)600 Euro
Entsorgen des Baumstamms und der Krone250 Euro
Gesamtkosten960 Euro

Kostenrechner: Kosten einer Baumfällung berechnen


Ergebnisse:

HINWEIS:
Bitte beachten Sie, dass die hier bereitgestellten Kostenschätzungen lediglich Richtwerte darstellen. Die tatsächlichen Kosten für eine Baumfällung können je nach Standort, Zugänglichkeit des Baumes, dessen Zustand und spezifischen Anforderungen Ihrerseits variieren. Zusätzliche Faktoren, wie etwa die Notwendigkeit einer speziellen Ausrüstung oder besondere Sicherheitsmaßnahmen, können ebenfalls zu Abweichungen führen. Wir empfehlen Ihnen, für eine genauere Kosteneinschätzung direkten Kontakt mit qualifizierten Fachbetrieben aufzunehmen, die Ihnen nach einer persönlichen Begutachtung ein detailliertes Angebot erstellen können.


Wann muss die Feuerwehr eingreifen? 

Die Feuerwehr muss beispielsweise dann eingreifen, wenn von dem Baum nach einem Sturm eine akute Bedrohung ausgeht und die Zeit knapp wird. Oder wenn es sich um einen zum Teil umgestürzten Baum handelt, der – und das ist die Voraussetzung – die Sicherheit im öffentlichen Raum (Straßen, Gehwege, Plätze) bedroht. Häufig wird die Stelle von der Feuerwehr aber nur abgesperrt und die Fällung einem Fachbetrieb überlassen.

Ein umgefallener Baum liegt durch einen Sturm in einem Haus. Ein Feuerwehrmann arbeitet mit einer Kettensäge am Baum.
© tiborgartner / istockphoto.com

Baumfällung: Wer zahlt den Feuerwehreinsatz?

Ob Gartenbesitzer die Kosten für einen Feuerwehreinsatz beim Fällen eines Baumes übernehmen müssen, hängt von der Situation, dem Bundesland und der kommunalen Satzung ab. Bei akuter Gefahr (z. B. Sturm, drohender Einsturz) übernimmt meist die Kommune, bei Fahrlässigkeit oder nicht notwendigem Einsatz können die Kosten auf Sie als Eigentümer abgewälzt werden.

Diese Faktoren zählen beim Entfernen eines Baums durch die Feuerwehr

  • öffentliches Interesse: Bei unmittelbarer Gefahrenabwehr, beispielsweise wenn ein Baum die Straße blockiert, zahlt die Gemeinde in der Regel.
  • Fahrlässigkeit: Wenn Sie den Baumzustand ignoriert haben, kann die Feuerwehrkosten-Satzung (je Kommune) Sie haftbar machen. Das kann schnell mehrere Tausend Euro kosten.
  • Versicherungsschutz: Ihre Gebäudeversicherung übernimmt möglicherweise die Aufräumkosten, wenn Naturkräfte wie ein Schneesturm den Baum zum Umkippen gebracht haben. Dazu ist aber meist eine Zusatzklausel notwendig. Was sie aber in der Regel übernimmt, sind die Kosten für beschädigte Gebäude, zum Beispiel dann, wenn der Baum auf ein Gartenhaus gekippt ist. 

Wenn es auf Ihrem Grundstück also einen Baum gibt, der eine potenzielle Gefahr darstellen kann, sollten Sie lieber nicht erst warten, bis die Feuerwehr anrückt, sondern selbst zur Tat schreiten. Wird nicht der öffentliche Raum bedroht, sondern handelt es sich um ein Privatgrundstück, dann ist das aber kein Fall für die Feuerwehr.

Baum fällen: Diese Vorteile haben Sie bei der Beauftragung eines Fachbetriebs

  • Der Baumpfleger kann bei Bedarf die erforderlichen Genehmigungen einholen, Sicherheitsvorkehrungen treffen und eine Hebebühne besorgen.
  • Der Experte ist den Umgang mit der Motorsäge gewöhnt und stellt sicher, dass er weder sich noch andere verletzt und auch keine Schäden an Gegenständen verursacht.
  • Der Gärtner kann den Baum professionell stutzen oder fällen und arbeitet schnell sowie zuverlässig.
  • Auch die Entsorgung wird direkt vom Fachbetrieb übernommen. 
  • Der Fachbetrieb haftet vollumfänglich für Schäden und bietet eine umfassende Haftpflichtversicherung, die Sie als Auftraggeber optimal schützt.



Firmenlogo des Baumpflege-Fachbetriebs Volker Wonner.

Über unseren Experten

Volker Wonner ist seit 2009 Inhaber von Baumpflege Wonner und spezialisiert auf zertifizierte Baumpflege, Fällungen mittels Seilklettertechnik (SKT), Obstbaumschnitt sowie die fachgerechte Baumkontrolle.

» Zum Profil von Baumpfleger Volker Wonner


Kann ich einen Baum selbst fällen, um Kosten zu sparen?

Das Selbstfällen eines Baumes kann gefährlich sein und wird nicht empfohlen, es sei denn, Sie haben die entsprechende Erfahrung und Ausrüstung. Darüber hinaus ist in vielen Gebieten eine Genehmigung erforderlich, auch wenn Sie den Baum selbst fällen möchten. Sicherheitsrisiken und die Möglichkeit, Eigentum zu beschädigen, machen es ratsam, diese Arbeit Fachleuten zu überlassen.

Wer zahlt bei Grenzbäumen? 

Bei einem Grenzbaum benötigen Sie in der Regel die Zustimmung Ihres Nachbarn, bevor der Baum gefällt werden darf, da beide Eigentümer als Miteigentümer gelten und gemeinsam entscheiden müssen. Beeinträchtigende Wurzeln oder auf Ihr Grundstück überhängende Äste dürfen Sie hingegen selbstständig entfernen, sofern Sie keinen unverhältnismäßigen Eingriff vornehmen. Um unnötige Streitigkeiten zu vermeiden, ist eine vorherige Ankündigung beim Nachbarn ratsam.

Kosten für Baumfällung: Welche Rolle spielt der Artenschutz? 

Artenschutz ist bei einer Baumfällung als eigener Prüfschritt zu berücksichtigen, unabhängig von der Genehmigungsfrage. Maßgeblich ist, ob der Baum als Lebensstätte genutzt wird, etwa durch aktive Vogelnester in der Krone oder Fledermausquartiere in Höhlen, Rindenspalten oder hinter abstehender Borke. Vor der Durchführung empfiehlt sich daher eine sorgfältige Sichtkontrolle durch einen Fachbetrieb. Werden Hinweise auf eine Nutzung festgestellt, darf die Maßnahme nicht fortgesetzt werden, bis geklärt ist, ob Auflagen einzuhalten sind, eine Artenschutzprüfung erforderlich wird oder ein anderer Zeitpunkt gewählt werden muss. Liegen keine Anzeichen vor, reduziert sich das Risiko, dennoch ist eine kurze Kontrolle unmittelbar vor Arbeitsbeginn zweckmäßig, da sich Brut- oder Quartiersituationen kurzfristig ändern können. Wenn es sich nur um eine reine Sichtkontrolle handelt, die vom Boden aus durchgeführt werden kann, dann ist das oft Teil des Vorgesprächs, wird abgerechnet liegt der Preis im Normalfall unter 100 Euro. Sind allerdings Gutachten notwendig, ist mit mehreren Hundert Euro zu rechnen.



Diese 5 Dinge sollten Sie beachten

  1. Der beste Zeitpunkt für eine Baumfällung ist der Winter, idealerweise von November bis Februar, wenn die Bäume in der Ruhephase sind und weniger Vögel brüten. 
  2. Bei einem gesunden Baum, zum Beispiel einer hohen Eiche, können Sie das Holz verkaufen. 
  3. Lassen Sie einen Profi die Situation beurteilen, bevor Sie einen Baum fällen, denn manchmal genügt eine radikale Reduktion. Das kostet weniger und der Baum bleibt als CO₂-Speicher erhalten. 
  4. Es kann sich lohnen einen Kleinunternehmer zu beauftragen, da dieser keine Mehrwertsteuer ausweisen muss und sie sich diese 19 Prozent, die sonst auf die Rechnung aufgeschlagen würden, dann ebenfalls sparen. 
  5. Ist es erlaubt, den Baum zu fällen, dann bringt das natürlich auf den ersten Blick mehr Licht und eventuell auch eine Baufläche. Sie sollten der Umwelt zuliebe aber immer daran denken, einen neuen Baum zu pflanzen.

Fazit

Wenn sich auf Ihrem Grundstück ein Baum befindet, der potenziell eine Gefahr darstellt, sollte dieser schnellstmöglich getrimmt oder gefällt werden. Bedenken Sie dabei aber, dass gegebenenfalls für die Fällung auf Ihrem Grundstück die Einholung einer Fällgenehmigung oder eine Straßensperrung rund um Ihr Haus notwendig werden. Da die Kosten der Betriebe in den letzten Jahren um einiges gestiegen sind, wirkt sich das auch auf den Preis aus. Das Fällen eines einzelnen Baums kann zwischen 350 und 2.500 Euro kosten.

Baumfällung: Häufig gestellte Fragen

Ist eine Fällgenehmigung immer erforderlich?

Ob eine Fällgenehmigung benötigt wird, hängt von lokalen Vorschriften und dem Standort des Baumes ab. In vielen Gebieten sind Genehmigungen für das Fällen von Bäumen innerhalb städtischer oder geschützter Bereiche erforderlich. Wir empfehlen, sich vorab bei Ihrer Gemeinde oder Stadtverwaltung über die Notwendigkeiten einer Genehmigung zu informieren.

Was beinhaltet die Entsorgung des Baumes?

Die Entsorgung umfasst das Abtransportieren und fachgerechte Entsorgen des gefällten Baumes und aller Baumreste. Dies kann das Zerkleinern von Ästen, das Entfernen des Stammes und des Wurzelwerks einschließen. Die genauen Leistungen können je nach Anbieter variieren.

Warum variieren die Kosten für Baumfällungen so stark?

Die Kosten variieren aufgrund der unterschiedlichen Herausforderungen, die jeder Baum und Standort mit sich bringen. Schwer zugängliche Bäume, solche in der Nähe von Gebäuden oder Stromleitungen sowie besonders hohe oder breite Bäume können den Aufwand und damit die Kosten erhöhen.

Können zusätzliche Kosten entstehen?

Ja, zusätzliche Kosten können anfallen, wenn besondere Ausrüstung benötigt wird, um einen Baum mit großen Stammumfang sicher zu fällen oder wenn spezielle Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind. Auch die schnelle Bearbeitung eines Auftrags kann zu höheren Kosten führen.

Quellen

[1] Gesetze-im-internet.de, www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__39.html. Zugegriffen 30. Januar 2026.

[2] Hammerich, Philipp. „Wann darf man einen Baum fällen? – Bußgeldkatalog 2025 / 2026“. Bußgeldkatalog, bussgeldkatalog.org, 2. April 2015, www.bussgeldkatalog.org/umwelt-baum-faellen/. Zugegriffen 30. Januar 2026.

Über unsere*n Autor*in
Simone Blaß
Simone studierte Germanistik, Psychologie und Soziologie und absolvierte danach ein Volontariat bei einem lokalen Fernsehsender. Nach Zwischenstationen beim Radio und in einer PR-Agentur arbeitete sie viele Jahre als freiberufliche Redakteurin für Online-Portale und Agenturen.