Der Oktober ist der goldene Übergangsmonat im Garten, denn er markiert das Ende einer ertragreichen Saison und legt gleichzeitig den Grundstein für das kommende Frühjahr. Während die Natur allmählich zur Ruhe kommt und die Tage kürzer werden, gibt es für Hobbygärtner noch einmal einiges zu tun. Zwischen bunter Laubfärbung und den ersten kühlen Nächten gilt es jetzt, empfindliche Pflanzen winterfest zu machen, den Boden zu pflegen und Nützlingen wie Igeln und Vögeln ein sicheres Winterquartier zu bieten. Wer im Oktober vorausschauend anpackt, schützt seinen Garten vor Frostschäden und darf sich im nächsten Jahr über ein gesundes, kraftvolles Pflanzenwachstum freuen.
- Gartentipps im Oktober: Das ist jetzt zu tun
- Gartenarbeit: Oktober ist der Erntemonat im Gartenjahr
- Jetzt den Winterknoblauch pflanzen
- Vorbereitungen für den Frühling: Diese 7 Blumenzwiebeln können Sie im Oktober setzen
- Was brauchen meine Kübelpflanzen im Oktober?
- So pflegen Sie Ihren Rasen im Oktober
- Wohin mit dem Herbstlaub?
- Ist der Herbst eine gute Zeit für die Pflanzung von Stauden?
- So schützen Sie im Oktober die Tiere in Ihrem Garten
- Diese Gartenarbeiten sollten Sie im Oktober einem Fachbetrieb überlassen
- Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Gartenarbeiten im Oktober: Häufig gestellte Fragen
- Quelle
Alles auf einen Blick:
- Herbstlaub können Sie im Oktober sinnvoll weiterverwenden, etwa auf Beeten, unter Hecken oder auf dem Kompost. Vom Rasen, aus dem Teich sowie von Wegen, Abläufen und Regenrinnen sollte es dagegen entfernt werden.
- Der Oktober ist ein wichtiger Erntemonat im Gemüsegarten und bei den Obstgehölzen. Viele Obst- und Gemüsesorten sind jetzt reif und lassen sich frisch verarbeiten, einlagern, trocknen oder fermentieren.
- Solange der Boden frostfrei ist, ist nach wie vor Pflanzzeit für Hecken, Gehölze und winterharte Stauden. Auch die Blumenzwiebeln für das Frühjahr können Sie jetzt setzen.
- Auch der Rasen braucht jetzt noch Pflege. Entfernen Sie Laub regelmäßig und mähen Sie bei Bedarf ein letztes Mal, damit die Fläche möglichst gesund durch den Winter kommt.
- Ein Fachbetrieb ist dann sinnvoll, wenn größere Gehölze stark zurückgeschnitten, kranke Bäume beurteilt oder Arbeiten in größerer Höhe sicher ausgeführt werden müssen.
Gartentipps im Oktober: Das ist jetzt zu tun
| Bereich | notwendige Arbeiten im Oktober |
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| Pflanzarbeiten |
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| Rasen |
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| Kübelpflanzen |
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| Laub |
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| Stauden |
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| Tiere |
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| Bewässerung/ Frostschutz |
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| Boden/Kompost |
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| Bäume/Hecken |
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Gartenarbeit: Oktober ist der Erntemonat im Gartenjahr
Der Oktober als Erntemonat bietet noch einmal eine große Auswahl an Obst und Gemüse. Auch Nüsse wie Walnüsse und Haselnüsse sind zu diesem Zeitpunkt im Gartenkalender reif und können gesammelt und anschließend trocken gelagert werden.
Kartoffeln
An einem trockenen Tag im Oktober und unbedingt vor dem ersten Frost werden die letzten Kartoffeln geerntet. Und zwar die Sorten, die sich zum Einlagern eignen. Erntereife Kartoffeln erkennen Sie daran, dass das Kartoffelkraut verwelkt ist. Lockern Sie jetzt den Boden vorsichtig mit einer Grabegabel, schieben Sie die Zinken möglichst unter die Pflanze und hebeln Sie sie hoch. Vorsicht: Die meisten Kartoffeln hängen an den Seitentrieben.
Mais
Wenn die Fäden an den Kolben braun und trocken sind, dann machen Sie am besten den Fingernageltest und ritzen Sie ein Korn vorsichtig an. Tritt ein milchiger Saft aus, dann ist der Mais perfekt für den Erntekorb.
Baumobst
Äpfel, Pflaumen, Birnen, aber auch Quitten sind dann reif, wenn sie sich mit einem ganz leichten Drehen mitsamt ihrem Stiel vom Ast lösen lassen. Besonders vorsichtig sollten Sie sein, wenn Sie das Obst lagern möchten, denn jede Druckstelle verringert die Haltbarkeit. Auch bei Baumobst gilt übrigens, dass es vor dem ersten Frost geerntet werden sollte.
Gemüse
Bei Tomaten, Paprika, Chili, Zucchini und Gurken setzen jetzt die letzten Ernten an. Wer bei den Gartenarbeiten im September regelmäßig reife Früchte geerntet hat, kann häufig noch weitere Erträge erwarten. Denn das regelmäßige Abernten verhindert, dass die Pflanzen unnötig Energie in überreife Früchte und Samenbildung investieren.
Aubergine
Solange die Schale der Frucht so richtig schön glänzt und bei leichtem Druck ein bisschen nachgibt, ist die Aubergine perfekt. Wird die Schale bereits matt und sind die Kerne dunkel und hart, dann ist es eigentlich schon zu spät.
Kräuter
Mehrjährige Kräuter wie Salbei oder Thymian können im Oktober noch geerntet und anschließend auf den Winter vorbereitet werden. Abgestorbene Pflanzenteile sollten Sie entfernen, einen starken Rückschnitt aber vermeiden. Frostempfindliche Kräuter wie Basilikum oder Zitronenverbene sollten Sie rechtzeitig abernten beziehungsweise geschützt und frostfrei überwintern.
Kürbisse
Die ersten Kürbisse sind bereits Wochen vor Halloween erntereif. Klingt der Kürbis hohl, wenn Sie daran klopfen, ist die beste Erntezeit. Am besten mit Stiel abschneiden, dann hält er sich länger.

Jetzt den Winterknoblauch pflanzen
Knoblauch lässt sich besonders gut im Oktober pflanzen, da die Zehen vor dem Winter noch Wurzeln bilden können und im Frühjahr früh mit dem Wachstum beginnen. Dafür werden gesunde Knoblauchzehen mit der Spitze nach oben mehrere Zentimeter tief in lockere, nährstoffreiche und gut durchlässige Erde gesetzt. Alternativ können Sie auch eine sogenannte Bulbille zur Vermehrung verwenden. Wichtig ist auf jeden Fall ein sonniger Standort ohne Staunässe, da Knoblauch dauerhaft nasse Böden gar nicht leiden kann.
Vorbereitungen für den Frühling: Diese 7 Blumenzwiebeln können Sie im Oktober setzen
- Schneeglöckchen
- Kaiserkrone
- Narzissen
- Blaustern
- Märzenbecher
- Traubenhyazinthe
- Schneeglanz

Was brauchen meine Kübelpflanzen im Oktober?
Kübelpflanzen sollten im Oktober schrittweise auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Auch empfindliche Arten können lange draußen bleiben, müssen aber unbedingt vor den ersten Nachtfrösten rechtzeitig ins Winterquartier gebracht werden. Winterharte Kübelpflanzen bleiben im Freien, benötigen jedoch zusätzlichen Schutz, da der Wurzelballen im Topf deutlich schneller durchfriert als im Gartenboden. Stellen Sie die Gefäße möglichst nah an eine Hauswand, unter eine helle Überdachung oder an einen windgeschützten Platz. Mehrere Kübel können dicht zusammengestellt werden, damit sie sich gegenseitig etwas vor Kälte schützen. Wichtig ist außerdem, Staunässe zu vermeiden. Erhöhen Sie die Töpfe zum Beispiel mit Füßen oder Holzleisten und entfernen Sie Untersetzer, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Auch beim Gießen ist jetzt Zurückhaltung gefragt. Kontrollieren Sie die Erde regelmäßig und wässern Sie erst, wenn der Wurzelballen deutlich abgetrocknet ist. Vergessen Sie es aber nicht, denn auch die Kübelpflanzen benötigen im Herbst noch Wasser, auf das Düngen allerdings können Sie verzichten.
So pflegen Sie Ihren Rasen im Oktober
Der Oktober leitet das Finale der Rasensaison ein. Ziel aller Pflegemaßnahmen ist es jetzt, den Rasen auf kühle Temperaturen, Frost und die lichtarme Zeit vorzubereiten, damit er ohne Pilzbefall gut durch den Winter kommt.
Sollte man den Rasen im Oktober noch mähen?
Solange der Rasen wächst, sollte er auch gemäht werden. Die Halme stellen das Wachstum erst ab Dauer-Bodentemperaturen unter etwa 6 bis 8 °C ein. Je nach Witterung erfolgt der letzte Schnitt meist Ende Oktober oder sogar Anfang November. Vermeiden Sie aber das Mähen bei nassem Boden, um die Halme und die Grasnarbe nicht zu schädigen.
Welche Schnitthöhe ist beim letzten Rasenschnitt im Oktober richtig?
Die optimale Schnitthöhe für den letzten Schnitt liegt jetzt bei 4 bis 5 Zentimetern. Wird der Rasen zu kurz geschnitten, gelingt es der Kälte sehr schnell, die Graswurzeln zu schädigen, sind die Halme dagegen zu lang, dann können Sie später unter einer Schneelast umknicken. Dadurch entsteht das falsche Mikroklima und Krankheiten wie der Schneeschimmel werden begünstigt.
Wann sollte man im Oktober vertikutieren?
Das Vertikutieren des Rasens sollte bevorzugt Anfang bis Mitte Oktober abgeschlossen werden. Der Rasen benötigt nach dem Eingriff nämlich noch ausreichend milde Tage und Regeneration, um die entstandenen Lücken vor dem ersten Frost zu schließen. Achten Sie darauf, dass es am besten vom Wetter her trocken und bedeckt ist. Der Boden darf keinesfalls durchnässt sein, da das Messerwerk sonst gesunde Graswurzeln herausreißt und die Struktur schädigt.
Kann man den Rasen im Oktober noch düngen?
Eine Düngung im Oktober ist nicht nur möglich, sondern äußerst sinnvoll, vorausgesetzt, es wird der richtige Dünger verwendet. Denn eine gut kalkulierte späte Nährstoffgabe stärkt die Zellwände und macht den Rasen widerstandsfähig gegen Frost und Krankheiten. Verwenden Sie bei der Rasenpflege im Herbst daher unbedingt einen kaliumbetonten Herbstrasendünger.
Rasennachsaat im Oktober: Das sollten Sie beachten
| Details & Tipps | |
| Ist Rasensaat im Oktober noch möglich? | Sowohl eine Rasenneusaat als auch eine Nachsaat bei Lücken kann im Oktober noch gelingen. Nachsaaten sind meist erfolgversprechender, weil vorhandener Rasen den Boden etwas schützt und die Fläche bereits vorbereitet ist. |
| Welche Temperatur ist erforderlich? | Entscheidend ist weniger die Luft- als die Bodentemperatur. Sie sollte dauerhaft, also auch nachts, bei mindestens 10 °C liegen. Unterhalb dieser Grenze keimen Rasengräser deutlich langsamer oder stellen die Keimung weitgehend ein. |
| Wann ist der beste Zeitpunkt? | Ideal ist die Aussaat von Anfang bis Mitte Oktober. Dann bleibt in vielen Regionen noch genügend Zeit, damit die Keimlinge auflaufen, Wurzeln bilden und sich vor den ersten stärkeren Frösten festsetzen können. In kühlen Höhenlagen oder frostgefährdeten Regionen kann das Zeitfenster deutlich früher enden. |
| Welche Vorteile hat die Oktoberaussaat? | Der Boden speichert noch Sommerwärme, was die Keimung unterstützt. Gleichzeitig sorgen häufigere Niederschläge, Morgentau und geringere Verdunstung für gleichmäßigere Feuchtigkeit. Viele typische Rasenunkräuter keimen im Herbst zudem schwächer, sodass junge Gräser weniger Konkurrenz haben. |
| Welche Risiken gibt es? | Frühe Nachtfröste können frisch gekeimte, noch nicht ausreichend verwurzelte Gräser schädigen. Fallen Boden- und Lufttemperaturen plötzlich deutlich, verlangsamen sich Keimung und Wachstum stark. Auch anhaltende Nässe kann problematisch sein, denn sie begünstigt Verschlämmung, Staunässe und Pilzkrankheiten. |
| Welches Saatgut ist geeignet? | Für Nachsaaten eignen sich hochwertige Nachsaatmischungen mit rasch keimenden und belastbaren Gräsern, insbesondere das sogenannte Deutsche Weidelgras. Wichtig ist, auf eine für die Rasensorte standortgerechte Rasenmischung zu achten, statt auf reine Billigmischungen mit hohem Anteil kurzlebiger Futtergräser zu setzen. |
| Was ist nach der Aussaat wichtig? | Die Saat braucht einen guten Bodenschluss. Lockern Sie die Fläche, bringen Sie die Saat gleichmäßig aus, arbeiten Sie sie leicht ein oder walzen Sie sie an und halten Sie die Rasenfläche gleichmäßig feucht. Betreten Sie die Nachsaat möglichst nicht. Wird Frost angekündigt, lässt sich der Keimerfolg kaum noch zuverlässig absichern, dann macht es mehr Sinn, bis zur Gartenarbeit im April zu warten. |
Wohin mit dem Herbstlaub?
Im Garten lässt sich Herbstlaub auf ganz unterschiedliche Weise sinnvoll weiterverwenden: als schützende Mulchschicht, als Material für den Kompost oder als Winterquartier für Tiere. Entscheidend ist jedoch, dass es auch Flächen gibt, auf denen Sie die welken Blätter entfernen sollten.
Laub auf Beeten und unter Gehölzen verteilen
Trockenes Laub können Sie locker auf abgeernteten Gemüsebeeten, zwischen Stauden sowie unter Hecken und Sträuchern verteilen. Eine dünne Laubschicht schützt den Boden vor Frost, starken Temperaturschwankungen und Austrocknung. Gleichzeitig zersetzen Bodenorganismen die Blätter nach und nach und führen dem Boden so wichtiges organisches Material zu. Gut geeignet ist vor allem leicht verrottendes Laub, beispielsweise von Obstbäumen, Ahorn, Birke, Linde oder Hasel. Wintergrüne Pflanzen, niedrige Polsterstauden und empfindliche Blattrosetten sollten Sie dagegen nicht vollständig bedecken. Unter einer dichten und dauerhaft feuchten Laubschicht kann sich sonst Fäulnis entwickeln.
Überschüssiges Laub kompostieren
Wenn mehr Laub anfällt, als Sie zum Mulchen benötigen, können Sie den Überschuss kompostieren. Besonders schnell verrottet das Material, wenn Sie die Blätter zuvor zerkleinern, beispielsweise mit dem Rasenmäher, und anschließend mit anderen Gartenabfällen vermischen. Geeignet dafür sind zum Beispiel Rasenschnitt, frische Pflanzenreste oder gehäckselter Grünschnitt. Eine solche Mischung sorgt dafür, dass der Kompost locker und gut belüftet bleibt. Große Mengen reinen Laubs können dagegen zusammenkleben und sich nur langsam zersetzen.
Laubhaufen als Winterquartier anlegen
Einen Teil des Herbstlaubs können Sie in einer ruhigen Gartenecke zu einem Laubhaufen aufschichten. Mischen Sie einige dünne Zweige oder etwas Reisig unter die Blätter. Dadurch entstehen Hohlräume, und der Haufen fällt nicht so schnell in sich zusammen. Solche Laub-Reisig-Haufen bieten Igeln, Insekten und anderen Kleintieren geschützte Rückzugsorte für die kalte Jahreszeit. Hat sich dort bereits ein Tier einquartiert, sollte der Haufen bis zum Frühjahr möglichst ungestört bleiben.

Hier sollten Sie das alte Laub entfernen
| Bereich | Problem durch Laub |
| Rasen |
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| Gartenteich |
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| Wege, Treppen & Terrassen |
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| Abläufe & Regenrinnen |
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| immergrüne Pflanzen |
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Ist der Herbst eine gute Zeit für die Pflanzung von Stauden?
Während das oberirdische Wachstum weitgehend abgeschlossen ist, bleiben die Wurzeln noch aktiv, denn der Boden ist im Spätherbst häufig warm genug, damit frisch gesetzte Gehölze nach der Pflanzung noch neue Feinwurzeln bilden können. Dadurch sind die Pflanzen im Frühjahr bereits gut eingewurzelt, treiben kräftiger aus und kommen im folgenden Jahr oft besser mit Trockenperioden zurecht. Wichtig ist aber vor allem, Staunässe zu vermeiden, da insbesondere nässeempfindliche Arten im Winter Schaden nehmen können. Übrigens ist auch für die Pflanzung von Bodendeckern jetzt ein guter Zeitpunkt.
Welche Arbeiten fallen bei den Rosen an?
Im Oktober sollten Rosen vor allem auf den Winter vorbereitet und nicht mehr stark zurückgeschnitten werden. Entfernen Sie krankes oder befallenes Laub sowie abgestorbene Pflanzenteile und häufeln Sie die Basis bei empfindlichen Sorten später im Herbst mit Erde oder Kompost an. Verblühte Blüten müssen Sie jetzt nicht mehr konsequent abschneiden. Bleiben sie an der Pflanze, können sich Hagebutten bilden und die Rose wird nicht zusätzlich zu neuem, frostempfindlichem Austrieb angeregt. Noch schöne Blüten können Sie selbstverständlich für die Vase schneiden, einen stärkeren Rückschnitt verschieben Sie aber besser auf das Frühjahr.
Kann ich im Herbst noch Blumen aussäen?
Im Oktober ist der Boden häufig noch warm genug, damit die Samen keimen können, während die kühleren Temperaturen dafür sorgen, dass sich die jungen Pflanzen langsam auf den Winter einstellen. Besonders geeignet sind winterharte und mehrjährige Blumen, die von einer Aussaat im Herbst profitieren können. Wichtig ist, dass der Boden möglichst locker und frei von Unkraut ist und die Samen nicht zu tief in die Erde eingebracht werden. Nach der Aussaat sollte die Erde leicht feucht gehalten werden, wobei Staunässe vermieden werden sollte. Je nach Wetter entwickeln sich die Pflanzen noch im Herbst oder beginnen erst im Frühjahr mit dem Wachstum.

So schützen Sie im Oktober die Tiere in Ihrem Garten
- Laub- und Reisighaufen anlegen: Rechen Sie Blätter und dünne Äste in eine ruhige Gartenecke. Igel, Erdkröten, Molche und Eidechsen nutzen diese Haufen als frostsicheres Versteck.
- Totholz liegen lassen: Morsches Holz bietet Käfern, Wildbienen und anderen Nützlingen einen Überwinterungsplatz.
- Stauden und Gräser nicht zurückschneiden: Verblühte Stauden und Gräser in den Beeten stehen lassen. Ihre Samenköpfe sind wichtiges Winterfutter für Finken und andere Vögel, in den hohlen Stängeln überwintern Insekten. Auch ein paar Nüsse sollten Sie im Garten liegenlassen. Sie sind ein guter und nährreicher Wintervorrat für Eichhörnchen.
- Wasser anbieten: Auch im Herbst brauchen Tiere Wasser. Eine flache Schale mit frischem Wasser schützt Vögel und kleine Säugetiere vorm Austrocknen. Denken Sie daran, eine Ausstiegshilfe zu schaffen.
- Vorsicht beim Mähen und Aufräumen: Trimmer, Mähroboter oder Gartengeräte vorsichtig einsetzen, da sich Igel oft unter Hecken oder Laub verstecken.
- Lichtschächte und Pools abdecken: Offene Schächte werden im Herbst schnell zur tödlichen Falle für Amphibien und kleine Nagetiere.
Diese Gartenarbeiten sollten Sie im Oktober einem Fachbetrieb überlassen
- Fällung von Großbäumen
- Baumpflege und Totholzbeseitigung in großer Höhe
- komplexe Bewässerungsanlagen winterfest machen
- Hecke schneiden
- fachgerechter Einbau von Wurzelsperren
- Terrassenarbeiten
Fällung von Großbäumen
Im Oktober endet die Schonzeit laut Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) für Fällungen. Die Statik, Fallrichtung und Sicherung von Großbäumen erfordert aber fundierte Erfahrung, professionelle Seilwinden-Technik und eine entsprechende Haftpflichtversicherung.
Baumpflege und Totholzbeseitigung in großer Höhe
Das Arbeiten mit Motorsägen auf Leitern oder Kletterausrüstung ist extrem gefährlich. Ein Profi erkennt zudem morsches Holz präzise und sichert schwere Äste kontrolliert ab, damit diese nicht auf Hausdächer, Zäune oder Personen stürzen.
Hecke schneiden
Ebenfalls erlaubt ist ab 1. Oktober wieder der gründliche Heckenschnitt. Jetzt können Hecken stärker zurückgeschnitten, ausgelichtet und für die kommende Saison in Form gebracht werden. Achten Sie aber trotzdem unbedingt darauf, ob die Hecke bewohnt ist.
komplexe Bewässerungsanlagen
Werden automatische Unterflur-Bewässerungssysteme im Oktober nicht fachgerecht mit einem ausreichend dimensionierten Druckluft-Kompressor ausgeblasen, gefriert das Restwasser im Winter. Die Folge sind teure Rohrbruch- und Ventilschäden unter der Erde.
fachgerechter Einbau von Wurzelsperren
Mangelnde Rhizomsperren oder Fehler beim Verlegen von Wurzelsperren führen dazu, dass sich aggressive Rhizome wie die mancher Bambusarten im Frühjahr unbemerkt unter Terrassen oder Pflastersteine graben und dann nur noch mit viel Aufwand zu beseitigen sind.
Terrassenarbeiten
Arbeiten an der Terrasse sollten Sie unbedingt einem Fachbetrieb überlassen, weil Untergrund, Gefälle, Entwässerung und Belagsaufbau präzise aufeinander abgestimmt werden müssen, damit keine Staunässe, Frostschäden oder Setzungen entstehen. Fachleute verfügen über das passende Werkzeug und das Know-how, um langlebige, sicher begehbare und optisch saubere Ergebnisse zu erzielen.
Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Vergessen Sie das Gießen auch dann nicht, wenn es kühler wird. Immergrüne Gehölze, frisch gepflanzte Stauden und Kübelpflanzen verdunsten auch im Herbst Wasser (verdunsten pflanzen aktiv wasser? die nehmen des doch eher auf oder?) und können bei trockener Witterung bereits geschwächt in den Winter gehen.
- Kontrollieren Sie junge Bäume auf zu enge Bindungen und scheuernde Pfähle. Was im Frühjahr noch locker saß, kann nach einer Wachstumsperiode Druckstellen verursachen oder die Rinde verletzen.
- Lassen Sie nicht jedes Staudenbeet komplett gesäubert in den Winter gehen. Hohle Stängel, Samenstände und abgestorbene Pflanzenteile bieten Insekten Überwinterungsplätze und Vögeln teilweise noch Nahrung.
- Achten Sie jetzt besonders auf Stellen, an denen sich im Garten Wasser sammelt. Verdichtete oder dauerhaft nasse Bereiche fallen im Herbst oft stärker auf und zeigen, wo Staunässe im Winter Wurzeln schädigen könnte.
- Räumen Sie Gartenschläuche und Bewässerungssysteme nicht erst beim ersten Frost weg. Restwasser in Schläuchen, Brausen, Pumpen oder Außenanschlüssen kann bei Frost gefrieren und Bauteile beschädigen.
Gartenarbeiten im Oktober: Häufig gestellte Fragen
Kann ich im Oktober den Kompost umsetzen?
Im Oktober sollten Sie den Komposthaufen möglichst in Ruhe lassen und ihn nicht mehr vollständig umsetzen. Er dient in der kalten Jahreszeit zahlreichen Vögeln als Nahrungsquelle und bietet unter anderem Igeln und Reptilien durch die Wärme der Zersetzungsprozesse einen geschützten Rückzugsort. Achten Sie darauf, dass der Kompost schattig steht, nicht austrocknet und ausreichend belüftet bleibt, da die beteiligten Bodenorganismen Sauerstoff benötigen. [2]
Sollte ich Gemüsebeete im Oktober umgraben?
Ein Umgraben des Gemüsebeetes kann bei schweren Böden zu diesem Zeitpunkt durchaus sinnvoll sein. Leichte und humusreiche Böden profitieren aber mehr von einer schützenden Mulchschicht aus Laub und einer schonenden Lockerung im Frühjahr.
Worauf sollte ich bei Wintergemüse achten?
Beim Wintergemüse kommt es im Oktober vor allem darauf an, die Kulturen möglichst lange im Beet zu lassen und sie nur bei stärkerem Frost zu schützen oder zu ernten. Robuste Arten wie winterharter Spinat, Grünkohl, Rosenkohl, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Feldsalat oder Winterlauch vertragen niedrige Temperaturen gut, während empfindlichere Gemüse wie Rote Bete oder Chinakohl rechtzeitig geerntet beziehungsweise bei ersten Frostnächten mit Vlies geschützt werden sollten.
Quelle
[1] „Laub liegenlassen und Gutes tun – NABU“. NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V, www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/saisonal/herbst/25120.html. Zugegriffen 14. September 2026.
[2] „Komposthaufen sind nützlich für Vögel und Insekten – LBV“. lbv.de, www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/komposthaufen/. Zugegriffen 14. September 2026.