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Den Obstbaum richtig pflegen

Die Pflege des Obstbaums im eigenen Garten ist unerlässlich: Nur durch die richtigen Maßnahmen können die Bäume gedeihen und eine reiche Ernte bringen. Dazu sind allerdings umfangreiche Fachkenntnisse notwendig, denn jede Baumart hat eigene Bedürfnisse – viele Hobbygärtner sind dann überfordert. Erfahren Sie bei Gartenbau.org daher, was bei der Pflege von Obstbäumen zu beachten ist!

Die richtige Pflege ist ausschlaggebend für die Gesundheit und den Ertrag des Obstbaums. © Verena N. / pixelio.de

Die Pflege von Obstbäumen ist ein weitreichender Bereich der Gartenpflege, der mit Sorgfalt gehandhabt werden muss. Dabei muss unterschieden werden zwischen den Pflegemaßnahmen im Winter und im Sommer, aber auch die individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse der einzelnen Baumarten sind zu beachten. Insbesondere vor den kälteren Monaten ist es nämlich wichtig, den Baum richtig auf diese Bedingungen vorzubereiten. Nicht zuletzt müssen sowohl der Stamm als auch die Krone sorgsam gepflegt werden, um die Gesundheit des Baums zu erhalten. Die richtige Pflege des Obstbaums erweist sich damit als umfangreiches Projekt für jeden Gartenbesitzer.

Kauf und Einpflanzung

Die Pflege eines Obstbaums beginnt bereits beim Kauf und bei der anschließenden Einpflanzung. So sollte bei der Anschaffung der Jungpflanze darauf geachtet werden, dass der Obstbaum gesund ist: Ein Belag auf den Blättern, welke oder sich kräuselnde Blätter und Wucherung am Stamm weisen darauf hin, dass der Baum krank ist. Zudem sollten Sie beim Kauf eines Obstbaums insbesondere auf die Früchte achten, die auch junge Bäume häufig schon tragen: Die Früchte sollten nicht faul sein und keinen Schorf tragen.

Bei der Einpflanzung ist darauf zu achten, dass das Pflanzloch groß genug ist. Der junge Baum benötigt ausreichend Platz, um sich zu entfalten – dies gilt auch für den Standort und umliegende Gebäude: Ein ausreichender Abstand zu Mauern und Häusern sollte eingehalten werden, da diese das Wachstum des Baums behindern können. Die Pflege des Obstbaums beginnt direkt nach der Einpflanzung mit einer ausgiebigen Bewässerung. Auch eine Düngung des Obstbaums kann hier erfolgen, um das Wachstum zu unterstützen – als natürliche Alternative zum chemischen Dünger eignet sich Kompost sehr gut.

Pflege des Obstbaums im Sommer

Auch im Sommer gilt es, dem Obstbaum regelmäßig Wasser zuzuführen. Vor allem an heißen Sommertagen ist der Obstbaum nicht mehr in der Lage, alle Nährstoffe und die nötige Flüssigkeit selbst aus dem Boden zu ziehen. Weiterhin umfasst die Pflege des Obstbaums hier eine regelmäßige Untersuchung der Blätter und des Stamms, um einen Schädlingsbefall oder Krankheiten wie einen Pilz frühzeitig zu erkennen.
Weiterhin müssen im Sommer natürlich die Früchte geerntet werden.
Darüber hinaus muss geklärt werden, ob der Obstbaum schon im Sommer zurückgeschnitten werden soll. Im Gegensatz zum Winterschnitt sorgt der Sommerschnitt nämlich vorrangig dafür, dass das Wachstum beeinträchtigt wird und die Krone in die gewünschte Form gebracht wird. Dies ist bei Obstbäumen vor allem dann der Fall, wenn die Triebe ausufern und der Baum sehr viel Energie in das Wachstum der Äste statt in die Fruchtbildung steckt – die Folge sind dann nur wenige, kleine Früchte. Allerdings muss der Sommerschnitt auch versiert vorgenommen werden, denn nur so kann verhindert werden, dass der Obstbaum Wassergeschosse bildet. Dadurch würde der Baum nur wenige, dafür aber sehr große Früchte tragen. Wichtig ist abseits vom Pflanzschnitt, regelmäßig abgestorbene Äste und faule Früchte zu beseitigen.

Den Baum auf den Winter vorbereiten

Wenn sich die wärmeren Monate dem Ende neigen, umfasst die Pflege des Obstbaums vor allem die Vorbereitung auf den Winter und den Winterschutz. Der sogenannte Winterschnitt spielt hier eine besonders große Rolle. Dieser wird am besten jährlich vorgenommen und fördert das natürliche Wachstum des Baums. Der Pflanzschnitt kann im November vorgenommen werden, als Zeitpunkt besser geeignet ist allerdings die Zeit um Februar und März: In dieser Zeit steht der Obstbaum kurz vor dem Austrieb. Außerdem sind abgestorbene und tote Äste hier besonders gut erkennbar und können leicht entfernt werden. Um eine gute Pflege des Obstbaums zu gewährleisten, sollte der Winterschnitt allerdings auch nicht bei zu tiefen Minusgraden vorgenommen werden. Beim Winterschnitt werden drei Leitäste gewählt, an denen sich der Gärtner orientieren kann: Alle Wassergeschosse werden entfernt und nach innen wachsenden Äste werden beseitigt. Weiterhin gilt, dass ein starker Rückschnitt das Wachstum des Holzes stärkt, während ein leichter Schnitt die Fruchtansätze unterstützt.

Um den Obstbaum auch im Winter zu pflegen und vor der Kälte zu schützen, kann der Stamm mit einer Kokosmatte oder Schilf ummantelt werden. Etwas angehäufelter Kompost schützt die Veredelungsstelle. Der Baumstamm von älteren Obstbäumen kann mit etwas weißer Farbe bestrichen werden: Durch das sogenannte Weißen wird das Sonnenlicht reflektiert und Temperaturschwankungen vermieden, die andernfalls zu Rissen in der Borke führen würde.

Anders als die Pflege des Obstbaums im Sommer ist der Winterschutz deutlich aufwendiger und umfangreicher. Hobbygärtner sollten sich daher im Idealfall von einem versierten Gartenbauer beraten lassen, der über die richtigen Maßnahmen aufklärt und zum Beispiel auch den Pflanzschnitt vornehmen kann.

Das richtige Werkzeug für die Pflege des Obstbaums

Um die Pflege des Obstbaums richtig vornehmen zu können, ist vor allem das Werkzeug von Bedeutung. Nicht selten verwenden Hobbygärtner nämlich stumpfe oder gar rostige Werkzeuge, die dem Baum enorm schaden können: Durch die geringe Qualität des Schneidewerkzeugs werden die Zweige und Äste mehr gerissen als tatsächlich geschnitten. Dadurch entsteht eine unsaubere Schnittfläche, über die schnell Infektionen entstehen können. Die Krankheit wird dann zudem häufig über das Werkzeug an den nächsten Baum übertragen.

Wenn Sie Ihrem Obstbaum eine umfangreiche und sorgsame Pflege zukommen lassen möchten, sollten Sie daher auf die Qualität der Werkzeuge achten. Um Rost zu verhindern, sollten die Materialien in einem Geräteschrank gelagert werden. Zudem lohnt sich die Investition in hochwertiges Werkzeug. Insbesondere die Scheren sollten regelmäßig gereinigt werden, um eine Ausbreitung von Obstbaumkrankheiten zu vermeiden.

Fazit

Die richtige Pflege für den Obstbaum kann nur gewährleistet werden, wenn die Bedürfnisse des Baums ganzjährig erfüllt werden. So benötigt der Baum bereits nach der Einpflanzung Wasser und Dünger. Im Sommer werden Früchte geerntet und abgestorbene Äste entfernt. Vor dem Winter gilt es vor allem, den Baum auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten: Hier wird der Winterschnitt vorgenommen. Auch der Stammschutz durch Matten, das Weißen und die Anhäufelung von Kompost spielen dabei eine Rolle. Für die Pflege des Obstbaums ist hochwertiges Werkzeug unerlässlich. Laien und Hobbygärtner sollten sich an einen versierten Gartenbauer wenden, der bei den Pflegemaßnahmen behilflich sein kann.

Die Pflege des Obstbaums im eigenen Garten ist unerlässlich: Nur durch die richtigen Maßnahmen können die Bäume gedeihen und eine reiche Ernte bringen. Dazu sind allerdings umfangreiche Fachkenntnisse notwendig, denn jede Baumart hat eigene Bedürfnisse – viele Hobbygärtner sind dann überfordert. Erfahren Sie bei Gartenbau.org daher, was bei der Pflege von Obstbäumen zu beachten ist!

Die richtige Pflege ist ausschlaggebend für die Gesundheit und den Ertrag des Obstbaums. © Verena N. / pixelio.de

Die Pflege von Obstbäumen ist ein weitreichender Bereich der Gartenpflege, der mit Sorgfalt gehandhabt werden muss. Dabei muss unterschieden werden zwischen den Pflegemaßnahmen im Winter und im Sommer, aber auch die individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse der einzelnen Baumarten sind zu beachten. Insbesondere vor den kälteren Monaten ist es nämlich wichtig, den Baum richtig auf diese Bedingungen vorzubereiten. Nicht zuletzt müssen sowohl der Stamm als auch die Krone sorgsam gepflegt werden, um die Gesundheit des Baums zu erhalten. Die richtige Pflege des Obstbaums erweist sich damit als umfangreiches Projekt für jeden Gartenbesitzer.

Kauf und Einpflanzung

Die Pflege eines Obstbaums beginnt bereits beim Kauf und bei der anschließenden Einpflanzung. So sollte bei der Anschaffung der Jungpflanze darauf geachtet werden, dass der Obstbaum gesund ist: Ein Belag auf den Blättern, welke oder sich kräuselnde Blätter und Wucherung am Stamm weisen darauf hin, dass der Baum krank ist. Zudem sollten Sie beim Kauf eines Obstbaums insbesondere auf die Früchte achten, die auch junge Bäume häufig schon tragen: Die Früchte sollten nicht faul sein und keinen Schorf tragen.

Bei der Einpflanzung ist darauf zu achten, dass das Pflanzloch groß genug ist. Der junge Baum benötigt ausreichend Platz, um sich zu entfalten – dies gilt auch für den Standort und umliegende Gebäude: Ein ausreichender Abstand zu Mauern und Häusern sollte eingehalten werden, da diese das Wachstum des Baums behindern können. Die Pflege des Obstbaums beginnt direkt nach der Einpflanzung mit einer ausgiebigen Bewässerung. Auch eine Düngung des Obstbaums kann hier erfolgen, um das Wachstum zu unterstützen – als natürliche Alternative zum chemischen Dünger eignet sich Kompost sehr gut.

Pflege des Obstbaums im Sommer

Auch im Sommer gilt es, dem Obstbaum regelmäßig Wasser zuzuführen. Vor allem an heißen Sommertagen ist der Obstbaum nicht mehr in der Lage, alle Nährstoffe und die nötige Flüssigkeit selbst aus dem Boden zu ziehen. Weiterhin umfasst die Pflege des Obstbaums hier eine regelmäßige Untersuchung der Blätter und des Stamms, um einen Schädlingsbefall oder Krankheiten wie einen Pilz frühzeitig zu erkennen.
Weiterhin müssen im Sommer natürlich die Früchte geerntet werden.
Darüber hinaus muss geklärt werden, ob der Obstbaum schon im Sommer zurückgeschnitten werden soll. Im Gegensatz zum Winterschnitt sorgt der Sommerschnitt nämlich vorrangig dafür, dass das Wachstum beeinträchtigt wird und die Krone in die gewünschte Form gebracht wird. Dies ist bei Obstbäumen vor allem dann der Fall, wenn die Triebe ausufern und der Baum sehr viel Energie in das Wachstum der Äste statt in die Fruchtbildung steckt – die Folge sind dann nur wenige, kleine Früchte. Allerdings muss der Sommerschnitt auch versiert vorgenommen werden, denn nur so kann verhindert werden, dass der Obstbaum Wassergeschosse bildet. Dadurch würde der Baum nur wenige, dafür aber sehr große Früchte tragen. Wichtig ist abseits vom Pflanzschnitt, regelmäßig abgestorbene Äste und faule Früchte zu beseitigen.

Den Baum auf den Winter vorbereiten

Wenn sich die wärmeren Monate dem Ende neigen, umfasst die Pflege des Obstbaums vor allem die Vorbereitung auf den Winter und den Winterschutz. Der sogenannte Winterschnitt spielt hier eine besonders große Rolle. Dieser wird am besten jährlich vorgenommen und fördert das natürliche Wachstum des Baums. Der Pflanzschnitt kann im November vorgenommen werden, als Zeitpunkt besser geeignet ist allerdings die Zeit um Februar und März: In dieser Zeit steht der Obstbaum kurz vor dem Austrieb. Außerdem sind abgestorbene und tote Äste hier besonders gut erkennbar und können leicht entfernt werden. Um eine gute Pflege des Obstbaums zu gewährleisten, sollte der Winterschnitt allerdings auch nicht bei zu tiefen Minusgraden vorgenommen werden. Beim Winterschnitt werden drei Leitäste gewählt, an denen sich der Gärtner orientieren kann: Alle Wassergeschosse werden entfernt und nach innen wachsenden Äste werden beseitigt. Weiterhin gilt, dass ein starker Rückschnitt das Wachstum des Holzes stärkt, während ein leichter Schnitt die Fruchtansätze unterstützt.

Um den Obstbaum auch im Winter zu pflegen und vor der Kälte zu schützen, kann der Stamm mit einer Kokosmatte oder Schilf ummantelt werden. Etwas angehäufelter Kompost schützt die Veredelungsstelle. Der Baumstamm von älteren Obstbäumen kann mit etwas weißer Farbe bestrichen werden: Durch das sogenannte Weißen wird das Sonnenlicht reflektiert und Temperaturschwankungen vermieden, die andernfalls zu Rissen in der Borke führen würde.

Anders als die Pflege des Obstbaums im Sommer ist der Winterschutz deutlich aufwendiger und umfangreicher. Hobbygärtner sollten sich daher im Idealfall von einem versierten Gartenbauer beraten lassen, der über die richtigen Maßnahmen aufklärt und zum Beispiel auch den Pflanzschnitt vornehmen kann.

Das richtige Werkzeug für die Pflege des Obstbaums

Um die Pflege des Obstbaums richtig vornehmen zu können, ist vor allem das Werkzeug von Bedeutung. Nicht selten verwenden Hobbygärtner nämlich stumpfe oder gar rostige Werkzeuge, die dem Baum enorm schaden können: Durch die geringe Qualität des Schneidewerkzeugs werden die Zweige und Äste mehr gerissen als tatsächlich geschnitten. Dadurch entsteht eine unsaubere Schnittfläche, über die schnell Infektionen entstehen können. Die Krankheit wird dann zudem häufig über das Werkzeug an den nächsten Baum übertragen.

Wenn Sie Ihrem Obstbaum eine umfangreiche und sorgsame Pflege zukommen lassen möchten, sollten Sie daher auf die Qualität der Werkzeuge achten. Um Rost zu verhindern, sollten die Materialien in einem Geräteschrank gelagert werden. Zudem lohnt sich die Investition in hochwertiges Werkzeug. Insbesondere die Scheren sollten regelmäßig gereinigt werden, um eine Ausbreitung von Obstbaumkrankheiten zu vermeiden.

Fazit

Die richtige Pflege für den Obstbaum kann nur gewährleistet werden, wenn die Bedürfnisse des Baums ganzjährig erfüllt werden. So benötigt der Baum bereits nach der Einpflanzung Wasser und Dünger. Im Sommer werden Früchte geerntet und abgestorbene Äste entfernt. Vor dem Winter gilt es vor allem, den Baum auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten: Hier wird der Winterschnitt vorgenommen. Auch der Stammschutz durch Matten, das Weißen und die Anhäufelung von Kompost spielen dabei eine Rolle. Für die Pflege des Obstbaums ist hochwertiges Werkzeug unerlässlich. Laien und Hobbygärtner sollten sich an einen versierten Gartenbauer wenden, der bei den Pflegemaßnahmen behilflich sein kann.

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