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Der richtige Winterschutz für die Obstbäume

Der richtige Winterschutz ist für Obstbäume essenziell, damit sie auch in der nachfolgenden Saison wieder eine reichliche Ernte ermöglichen. Dazu sind einige Maßnahmen notwendig, denn die Bäume können sich in der Regel nicht völlig selbstständig vor Kälte, Frost und Nässe schützen. Erfahren Sie bei Gartenbau.org, wie Sie den Winterschutz für Ihre Obstbäume richtig umsetzen!

Der Winterschutz für den Obstbaum sorgt für eine gesunde Pflanze, die im Frühjahr wieder blüht. © efes / pixabay.com

Der Winterschutz der Obstbäume sorgt dafür, dass die Pflanzen den Winter problemlos überstehen und auch im nachfolgenden Jahr wieder kräftig blühen und zahlreiche Früchte tragen. Durch den Witterungseinfluss in der Jahreszeit können die Bäume nämlich Schäden davontragen, die die spätere Ernste massiv beeinflussen oder sogar dazu führen können, dass der Baum im Sommer gar nicht mehr blüht. Um dies zu vermeiden, müssen Gartenbesitzer rechtzeitig aktiv werden: Nur mit der passenden Pflege und dem wichtigen Winterschutz können die Obstbäume der Witterung trotzen.

Die Pflanzung der Obstbäume

Der Winterschutz für die Obstbäume beginnt bereits mit der Einpflanzung. Wurzelnackte Obstbäume werden nämlich am besten in herbstlichen Monaten wie Oktober oder November gepflanzt. So haben die winterharten Bäume ausreichend Zeit, ihr Wurzelwerk auszubilden. Damit können sich diese Jungpflanzen in der Regel jedoch auch noch nicht selbst vor der kalten Witterung im Winter schützen, denn sie haben ihre Borke noch nicht vollständig ausgebildet und stehen Wind und Kälte somit fast schutzlos gegenüber.
Bei der Pflanzung des Obstbaums sollten die Wurzeln beschnitten werden, denn das regt das Wachstum an – auch bei niedrigen Temperaturen. Dem Bäumchen sollte ausreichend Platz zur Verfügung gestellt werden, hier sollte also ausreichend viel Abstand zu Gebäuden und Mauern eingehalten werden. Der Baum wird in ein Loch eingesetzt, das nicht zu tief sein sollte – die Wurzeln sollten jedoch vollständig im Pflanzloch sein. Die Veredelungsstelle sollte sich über dem Boden befinden, im Anschluss wird das Loch mit Erde gefüllt. So kann der neu gepflanzte kräftig wachsen. Für einen ausreichenden Winterschutz muss der Obstbaum jedoch noch weiter gepflegt werden.

Wann sollte der Obstbaum geschützt werden?

Grundsätzlich gilt: Wenn Minusgrade vorliegen, kann die Gesundheit eines Obstbaums ohne Winterschutz darunter leiden. Der frühe Winter ist also die perfekte Jahreszeit, um den Baum auf die Witterung in der kalten Jahreszeit vorzubereiten: Die Blätter sind bereits abgefallen und der Baum trägt keine Früchte mehr – perfekt also, um die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen.

Wann damit begonnen werden sollte, die Bepflanzung im Garten winterfest zu machen, hängt im Detail natürlich von den Temperaturen im jeweiligen Jahr ab. Wichtig ist, die jeweiligen Schutzmaßnahmen nicht zu früh durchzuführen – so wird nämlich verhindert, dass der Baum sich auf natürliche Weise abhärtet. Etwa ab dem ersten Frost lohnt sich der Winterschutz für die Obstbäume im Garten.

Der Winterschutz für den Stamm des Obstbaums

Der Stamm des Obstbaumes benötigt einen besonderen Winterschutz. Dieser Bereich ist nämlich insbesondere bei Jungpflanzen noch nicht ausreichend ausgebildet. Auch die schwach ausgebildeten Wurzeln sind noch sehr anfällig.

Grundsätzlich sollte um den Stamm des Baumes etwas Kompost angehäufelt werden. Dieser schützt die empfindliche Veredelungsstelle und das darunter liegende Wurzelwerk. Alternativ können hier auch Kokosmatten, Schilf oder Zweige verwendet werden.
Weiterhin ist es wichtig, den wachsenden Baumstamm vor Temperaturschwankungen und eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Dazu kann der Obstbaum mit einem Winterschutz aus Kokos- oder Schilfmatten oder Jute umwickelt werden. Diese Ummantelung muss natürlich auch befestigt werden, um den ganzen Winter über fest am Baumstamm zu sitzen.

UNSER TIPP:
Mit dieser Methode können auch Kübelpflanzen sehr gut überwintert werden. Dazu wird der Pflanztopf einfach mit dem gewählten Material umwickelt.

Bei älteren Bäumen sollte der Grundstamm ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, denn auch hier kann es zu Temperaturschwankungen kommen, die entsprechende Auswirkungen auf den Baum haben. Durch die vorherrschende Kälte im Winter in Kombinationen mit intensiven Sonnenstrahlen kann es auch bei alten Bäumen zu Rissen in der Borke kommen. Der Winterschutz für alte Obstbäume umfasst daher in erster Linie das Weißen: Dabei wird der Baumstamm von Unreinheiten wie Moosen befreit und mit weißer Farbe bestrichen. Diese reflektiert dann das Sonnenlicht.
Der Schutz des Grundstamms stellt bei der Überwinterung von Bäumen einen besonders wichtigen Aspekt dar – legen sie hierauf also besondere Aufmerksamkeit!

Neben der Witterung muss der Baum allerdings auch vor Tieren geschützt werden, denn vor allem Nagetiere greifen die Wurzeln und den Stamm des Obstbaums gerne an. Ein Fraßschutz aus Draht oder Plastik hilft hier. PVC-Rohre werden zum Beispiel gerne verwendet.

Der richtige Schnitt für den Obstbaum

Neben direkten Maßnahmen für den Schutz des Stamms sorgen Sie auch mit dem richtigen Schnitt für den notwendigen Winterschutz Ihrer Obstbäume. Mit diesem gezielten Rückschnitt sorgen Sie nämlich dafür, dass der Baum im Frühjahr wieder kräftig blühen kann:Unterschieden wird dabei zwischen dem Sommerschnitt und dem Winterschnitt. Wird der Obstbaumschnitt im Sommer durchgeführt, ist dies vor allem eine optische Maßnahme – zu starke Triebe werden hier gekürzt. Dadurch erhalten die wachsenden Früchte allerdings auch mehr Licht, was in der Regel zu einer schöneren Färbung und häufig auch einem besseren Geschmack führt. Im Winter dient ein kräftiger Schnitt als Förderung des Wachstums. Abgestorbene Zweige werden hier zum Beispiel entfernt. Dadurch können Sie im Zuge des Winterschutzes auch erkennen, welche Zweige des Obstbaums abgestorben sind, ob Obstbaumkrankheiten vorliegen und erhalten so eine gute Übersicht über die Gesundheit Ihres Baums. Im Zweifelsfall kann Sie hier ein versierter Gartenbauer beraten.

Schutz der Baumkrone vor Kälte

Seltener als bei Baumstämmen, jedoch durchaus auch vorgenommen, ist der Schutz der Baumkrone. Vor allem bei neu gepflanzten und frostanfälligen Bäumen ist dies sinnvoll. Hier können ähnliche Materialien wie beim Schutz des Baumstamms verwendet werden, also Stroh, Jute oder Schilf. Allerdings ist hier darauf zu achten, dass das Material nur locker und vor allem lichtdurchlässig angebracht wird. So kann die Luft unter dem Winterschutz des Obstbaumes problemlos zirkulieren. Dadurch werden Erkrankungen des Baums – zum Beispiel Pilze – vermieden.

Fazit

Der Winterschutz ist ein essenzieller Bestandteil der Pflege von Obstbäumen. Vor allem der Stamm der Pflanze muss vor den extremen Witterungseinflüssen im Winter geschützt werden: Das Weißen sowie Abdeckungen durch Jute, Stroh und Kokosmatten erweisen sich hier als effektive Maßnahmen. Wichtig ist es bei Jungpflanzen ebenfalls, die Krone zu schützen. Bei den richtigen Maßnahmen zum Winterschutz ist darauf zu achten, dass einige Sorten anfälliger für Frost sind als andere – es lohnt sich daher, einen erfahrenen Gartenbauer hinzuzuziehen, der die einzelnen Baumarten genau kennt.

Der richtige Winterschutz ist für Obstbäume essenziell, damit sie auch in der nachfolgenden Saison wieder eine reichliche Ernte ermöglichen. Dazu sind einige Maßnahmen notwendig, denn die Bäume können sich in der Regel nicht völlig selbstständig vor Kälte, Frost und Nässe schützen. Erfahren Sie bei Gartenbau.org, wie Sie den Winterschutz für Ihre Obstbäume richtig umsetzen!

Der Winterschutz für den Obstbaum sorgt für eine gesunde Pflanze, die im Frühjahr wieder blüht. © efes / pixabay.com

Der Winterschutz der Obstbäume sorgt dafür, dass die Pflanzen den Winter problemlos überstehen und auch im nachfolgenden Jahr wieder kräftig blühen und zahlreiche Früchte tragen. Durch den Witterungseinfluss in der Jahreszeit können die Bäume nämlich Schäden davontragen, die die spätere Ernste massiv beeinflussen oder sogar dazu führen können, dass der Baum im Sommer gar nicht mehr blüht. Um dies zu vermeiden, müssen Gartenbesitzer rechtzeitig aktiv werden: Nur mit der passenden Pflege und dem wichtigen Winterschutz können die Obstbäume der Witterung trotzen.

Die Pflanzung der Obstbäume

Der Winterschutz für die Obstbäume beginnt bereits mit der Einpflanzung. Wurzelnackte Obstbäume werden nämlich am besten in herbstlichen Monaten wie Oktober oder November gepflanzt. So haben die winterharten Bäume ausreichend Zeit, ihr Wurzelwerk auszubilden. Damit können sich diese Jungpflanzen in der Regel jedoch auch noch nicht selbst vor der kalten Witterung im Winter schützen, denn sie haben ihre Borke noch nicht vollständig ausgebildet und stehen Wind und Kälte somit fast schutzlos gegenüber.
Bei der Pflanzung des Obstbaums sollten die Wurzeln beschnitten werden, denn das regt das Wachstum an – auch bei niedrigen Temperaturen. Dem Bäumchen sollte ausreichend Platz zur Verfügung gestellt werden, hier sollte also ausreichend viel Abstand zu Gebäuden und Mauern eingehalten werden. Der Baum wird in ein Loch eingesetzt, das nicht zu tief sein sollte – die Wurzeln sollten jedoch vollständig im Pflanzloch sein. Die Veredelungsstelle sollte sich über dem Boden befinden, im Anschluss wird das Loch mit Erde gefüllt. So kann der neu gepflanzte kräftig wachsen. Für einen ausreichenden Winterschutz muss der Obstbaum jedoch noch weiter gepflegt werden.

Wann sollte der Obstbaum geschützt werden?

Grundsätzlich gilt: Wenn Minusgrade vorliegen, kann die Gesundheit eines Obstbaums ohne Winterschutz darunter leiden. Der frühe Winter ist also die perfekte Jahreszeit, um den Baum auf die Witterung in der kalten Jahreszeit vorzubereiten: Die Blätter sind bereits abgefallen und der Baum trägt keine Früchte mehr – perfekt also, um die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen.

Wann damit begonnen werden sollte, die Bepflanzung im Garten winterfest zu machen, hängt im Detail natürlich von den Temperaturen im jeweiligen Jahr ab. Wichtig ist, die jeweiligen Schutzmaßnahmen nicht zu früh durchzuführen – so wird nämlich verhindert, dass der Baum sich auf natürliche Weise abhärtet. Etwa ab dem ersten Frost lohnt sich der Winterschutz für die Obstbäume im Garten.

Der Winterschutz für den Stamm des Obstbaums

Der Stamm des Obstbaumes benötigt einen besonderen Winterschutz. Dieser Bereich ist nämlich insbesondere bei Jungpflanzen noch nicht ausreichend ausgebildet. Auch die schwach ausgebildeten Wurzeln sind noch sehr anfällig.

Grundsätzlich sollte um den Stamm des Baumes etwas Kompost angehäufelt werden. Dieser schützt die empfindliche Veredelungsstelle und das darunter liegende Wurzelwerk. Alternativ können hier auch Kokosmatten, Schilf oder Zweige verwendet werden.
Weiterhin ist es wichtig, den wachsenden Baumstamm vor Temperaturschwankungen und eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Dazu kann der Obstbaum mit einem Winterschutz aus Kokos- oder Schilfmatten oder Jute umwickelt werden. Diese Ummantelung muss natürlich auch befestigt werden, um den ganzen Winter über fest am Baumstamm zu sitzen.

UNSER TIPP:
Mit dieser Methode können auch Kübelpflanzen sehr gut überwintert werden. Dazu wird der Pflanztopf einfach mit dem gewählten Material umwickelt.

Bei älteren Bäumen sollte der Grundstamm ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, denn auch hier kann es zu Temperaturschwankungen kommen, die entsprechende Auswirkungen auf den Baum haben. Durch die vorherrschende Kälte im Winter in Kombinationen mit intensiven Sonnenstrahlen kann es auch bei alten Bäumen zu Rissen in der Borke kommen. Der Winterschutz für alte Obstbäume umfasst daher in erster Linie das Weißen: Dabei wird der Baumstamm von Unreinheiten wie Moosen befreit und mit weißer Farbe bestrichen. Diese reflektiert dann das Sonnenlicht.
Der Schutz des Grundstamms stellt bei der Überwinterung von Bäumen einen besonders wichtigen Aspekt dar – legen sie hierauf also besondere Aufmerksamkeit!

Neben der Witterung muss der Baum allerdings auch vor Tieren geschützt werden, denn vor allem Nagetiere greifen die Wurzeln und den Stamm des Obstbaums gerne an. Ein Fraßschutz aus Draht oder Plastik hilft hier. PVC-Rohre werden zum Beispiel gerne verwendet.

Der richtige Schnitt für den Obstbaum

Neben direkten Maßnahmen für den Schutz des Stamms sorgen Sie auch mit dem richtigen Schnitt für den notwendigen Winterschutz Ihrer Obstbäume. Mit diesem gezielten Rückschnitt sorgen Sie nämlich dafür, dass der Baum im Frühjahr wieder kräftig blühen kann:Unterschieden wird dabei zwischen dem Sommerschnitt und dem Winterschnitt. Wird der Obstbaumschnitt im Sommer durchgeführt, ist dies vor allem eine optische Maßnahme – zu starke Triebe werden hier gekürzt. Dadurch erhalten die wachsenden Früchte allerdings auch mehr Licht, was in der Regel zu einer schöneren Färbung und häufig auch einem besseren Geschmack führt. Im Winter dient ein kräftiger Schnitt als Förderung des Wachstums. Abgestorbene Zweige werden hier zum Beispiel entfernt. Dadurch können Sie im Zuge des Winterschutzes auch erkennen, welche Zweige des Obstbaums abgestorben sind, ob Obstbaumkrankheiten vorliegen und erhalten so eine gute Übersicht über die Gesundheit Ihres Baums. Im Zweifelsfall kann Sie hier ein versierter Gartenbauer beraten.

Schutz der Baumkrone vor Kälte

Seltener als bei Baumstämmen, jedoch durchaus auch vorgenommen, ist der Schutz der Baumkrone. Vor allem bei neu gepflanzten und frostanfälligen Bäumen ist dies sinnvoll. Hier können ähnliche Materialien wie beim Schutz des Baumstamms verwendet werden, also Stroh, Jute oder Schilf. Allerdings ist hier darauf zu achten, dass das Material nur locker und vor allem lichtdurchlässig angebracht wird. So kann die Luft unter dem Winterschutz des Obstbaumes problemlos zirkulieren. Dadurch werden Erkrankungen des Baums – zum Beispiel Pilze – vermieden.

Fazit

Der Winterschutz ist ein essenzieller Bestandteil der Pflege von Obstbäumen. Vor allem der Stamm der Pflanze muss vor den extremen Witterungseinflüssen im Winter geschützt werden: Das Weißen sowie Abdeckungen durch Jute, Stroh und Kokosmatten erweisen sich hier als effektive Maßnahmen. Wichtig ist es bei Jungpflanzen ebenfalls, die Krone zu schützen. Bei den richtigen Maßnahmen zum Winterschutz ist darauf zu achten, dass einige Sorten anfälliger für Frost sind als andere – es lohnt sich daher, einen erfahrenen Gartenbauer hinzuzuziehen, der die einzelnen Baumarten genau kennt.

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