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Grabgestaltung

Grabbepflanzung: Winterlich, sommerlich und immer im Trend

Grabbepflanzung

Grabbepflanzung mit einer bunten Blütenpracht. © Hellebardius - flickr

Grabgestaltung und Grabbepflanzung sind genauso Ausdruck einer Kultur, wie Gartengestaltung oder Architektur. Deshalb wird auch die Grabgestaltung dokumentiert und ausgestellt – zum Beispiel anhand von Mustergräbern auf Gartenausstellungen oder auch in speziellen Museen. Auch in der Gestaltung von Grabstätten gibt es Trends – die moderne Grabgestaltung greift aktuelle Gestaltungstendenzen auf und kontrastriert eher klassisch gestaltete Gräber.

Die Ausstellung von Friedhofskultur kann jedoch auch der Anregung und Inspiration dienen, wenn man einen geliebten Menschen bestatten muss und ein würdevolles Grab planen möchte. Denn es gibt viele unterschiedliche Gewächse und Pflanzen, die sich für die Grabbepflanzung eignen. Da fällt es oft schwer eine Wahl zu treffen und die unterschiedlichen Pflanzen und Gestaltungselemente passend miteinander zu kombinieren. Schließlich soll das Grab auch einen einheitlichen und harmonischen Eindruck machen.

Grabbepflanzung jahreszeitlich

An erster Stelle bei der Auswahl der Pflanzen steht der individuelle Geschmack. Schließlich soll das Grab an den Menschen erinnern – weshalb es in einem Stil gestaltet werden sollte, der zu ihm passt. Nur Sie können wissen, welche Pflanzen sich der Verstorbene für sein Grab gewünscht hätte, was ihm besonders gefiel und was nicht. Kleine Einschränkungen können hier durch die Friedhofsordnung entstehen, die unter Umständen gewisse Bepflanzungsvorschriften enthält. Informieren Sie sich deshalb bevor Sie damit beginnen das Grab zu planen, bei dem zuständigen Friedhofsamt.
Je nach Jahreszeit wird das Grab mit anderen Pflanzen versehen, denn Sommerblumen beispielsweise gehen bei winterlichen Temperaturen kaputt. Bei der Grabbepflanzung im Frühjahr werden blühende Pflanzen, wie zum Beispiel Petunien, Stiefmütterchen oder Tulpen gepflanzt. Auch blühende Schnittblumensträuße können auf das Grab gestellt werden. Zusätzlich können je nach Geschmack Dekoartikel aufgestellt werden – Grablaternen oder auch Engelsfiguren sind beispielsweise eine beliebte Dekoration. Auch immergrüne Bäume und Sträucher können im Frühjahr gepflanzt werden. Lebensbäume können so angelegt werden, dass sie über mehrere Jahre auf dem Grab verbleiben können. Während die Blumen bereits als vorgezogenen Pflanzen in die Erde gesetzt werden sollten, können Lebensbäume frisch gesät werden.

Bei der Grabbepflanzung im Herbst – auch Wechselbepflanzung genannt – wird die Sommerbepflanzung entfernt und die Grabbepflanzung für den Winter angelegt. Hier eignen sich nicht nur winterharte Sträucher und Gehölze, wie zum Beispiel Efeu oder verschiedene Beerensträucher. Mit Winter- und Knospenblühern lassen sich trotz eisiger Temperaturen und grauem Himmel bunte Farbtupfer auf dem Grab setzen. Auch Heidekraut ist eine attraktive winterliche Bepflanzung. Der Bodendecker breitet sich wie ein Teppich über das Grab aus und verhindert so das Austrocknen des Bodens und erschwert noch dazu den Unkrautwuchs.

Grabbepflanzung & Grabpflege

Bedenken Sie jedoch bei der Planung der Bepflanzung auch, dass die Grabpflege, je intensiver die Bepflanzung ist, auch umso umfangreicher wird. Doch auch beim Anlegen einer Grabbepflanzung, die pflegeleicht ist, lässt sich der Effekt einer intensiven Bepflanzung erzielen. Werden Teilflächen des Grabs zum Beispiel mit der Grabgestaltung mit Kies oder der Grabgestaltung mit Steinen ausgestattet, so ist die Fläche zur Bepflanzung entsprechend kleiner und die Grabpflege wird weniger zeitintensiv.

Die Grabpflege müssen Sie übrigens nicht unbedingt selbst übernehmen. Vielen Hinterbliebenen ist das oft gar nicht möglich, weil sie zu weit von der Grabstätte entfernt wohnen. Viele Friedhofsgärtner bieten deshalb eine Dauergrabpflege an, die das regelmäßige Gießen, den Pflanzenbeschnitt und die Wechselbepflanzung beinhaltet. Diese Verträge können jährlich oder auf eine Laufzeit von 25 Jahren abgeschlossen werden. Der Gärtner nimmt bei der Grabbepflanzung Rücksicht auf individuelle Wünsche. Auch Sonderbepflanzung für Feiertage, wie zum Beispiel den Geburtstag, den Todestag oder Allerheiligen sind möglich. Viele Menschen schließen bereits vor ihrem Tod einen Vertrag zur Grabpflege ab. Für viele Erben stellt sich dann die Frage, ob sie gesetzlich dazu verpflichtet sind die Grabpflege-Kosten im Rahmen dieses Vertrags zu übernehmen. Die Übernahme dieser Kosten ist allerdings keine gesetzliche, sondern nur eine moralische Pflicht. Außer der Verstorbene hat in seinem Testament festgehalten, dass die Erben die Kosten entsprechend übernehmen sollen. In diesem Fall muss dem letzten Willen nachgekommen werden.

Grabbepflanzung mit dem Friedhofsgärtner planen

Sie suchen einen Friedhofsgärtner, der Sie dabei unterstützt ein Grab zu planen? Sie brauchen jemanden, der ein Grab für Sie pflegt? Stellen Sie kostenfrei und unverbindlich auf Gartenbau.org eine Anfrage und nehmen Sie so Kontakt zu zahlreichen Gartenbau-Betrieben in Ihrer Nähe. Lassen Sie sich unverbindliche Kostenvoranschläge machen und gewinnen Sie einen ersten Eindruck. Entscheiden Sie sich für einen Friedhofsgärtner, der Sie einfühlsam bei der Grabgestaltung begleitet, mit Ihnen die Grabbepflanzung auswählt und diesen Schritt für Sie wesentlich erleichtert. Schließen Sie einen Vertrag zur Dauergrabpflege ab und gehen Sie so sicher, dass das Grab immer gepflegt und blütenreich sein wird.

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