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Nutzgarten

Vom Bauerngarten bis zum Hochbeet: Einen Gemüsegarten nach individuellen Wünschen anlegen

Wer einen Gemüsegarten anlegen möchte, hat dabei die Auswahl zwischen unterschiedlichsten Beetformen und Anbauplänen. Mit genügend Platz können Sie das ganze Jahr über reich ernten; doch selbst auf begrenztem Raum lässt sich ein vielfältiger Gemüsegarten gestalten.

Gemüsegarten anlegen

Auch auf begrenztem Raum lassen sich viele verschiedene Gemüsesorten anpflanzen. © Gartenbau.org

So ist das Gelingen Ihrer Erntebemühungen unter anderem auch davon abhängig, wie sorgfältig Sie den künftigen Gemüsegarten planen. Bewerten Sie dazu einerseits den vorhandenen Raum und andererseits den Bedarf an Gemüse. Möchten Sie viele verschiedene Gemüsesorten gleichzeitig anbauen oder genügt Ihnen ein kleiner Gemüsegarten mit weniger Anbaufläche? Übersteigen Ihre Anforderungen womöglich den vorhandenen Platz und erfordern eine alternative Anlegeform beispielsweise in Form eines Hochbeetes? Diese und viele weitere Fragen sollten Sie im Voraus klären, damit die Gestaltung Ihres Gemüsegartens auch ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen gelingt. Gartenbau.org zeigt Ihnen, welche Überlegungen dabei eine wichtige Rolle spielen könnten und welche unterschiedlichen Gestaltungsformen möglich sind.

Reiche Ernte: Einen großen Gemüsegarten anlegen

Haben Sie genügend Platz zur Verfügung, ein großes Areal als Nutzfläche zu gestalten? Dann ist womöglich ein Bauerngarten eine sinnvolle Lösung für Sie: Diese Gartenform zeichnet sich durch eine vielseitige, saisonale Bepflanzung aus, die für eine Versorgung mit frischem Gemüse über nahezu das ganze Jahr sorgt. Gern können Sie sich über dieses Thema hier in unserem Fachartikel zum Bauerngarten weitergehend informieren.

Der Vorteil einer solchen Bepflanzung liegt auf der Hand: Sie können jederzeit Saisongemüse ernten und Ihren Garten so optimal nutzen. Dies kann beispielsweise auch die Einrichtung eines Frühbeetes beinhalten: Auf einer meist kleinen Fläche wird die Gemüseaussaat bereits ab Februar betrieben, wobei sich die Auswahl des Saatgutes in der Regel nach der Kulturdauer richtet. Gemüsesorten, die eine längere Aufzucht benötigen, können hier frühzeitig ausgesät werden. Eine Abdeckung sollte dabei in den frühen Monaten die noch jungen Pflänzchen vor Frost schützen.

Des Weiteren können Sie Ihre Beete auch saisonal einteilen und in Ihrem Gemüsegarten für eine gesunde Mischkultur sorgen. Mit dem selbst gepflanzten Obst und Gemüse lässt sich ein Großteil Ihres eigenen Verbrauchs decken, wenn Sie eine ausgewogene Fruchtfolge im Gemüsegarten befolgen. Je nach Bedarfsmenge kann der Küchengarten so unter Umständen sehr weitläufig werden.

ACHTUNG:
Vergessen Sie bei der Einteilung des Areals nicht, Wege einzuplanen! Zwischen größeren Beeten sollten Sie zumindest schmale Trittpfade von etwa 30 Zentimeter Breite lassen, um bei der Ernte oder Pflege nicht direkt in die Beete treten zu müssen. Für größere Areale empfiehlt sich zudem die Einrichtung eines befestigten Hauptweges, der gegebenenfalls auch mit einer Schubkarre befahren werden kann.

 

Gemüsegarten anlegen: Auch kleine Flächen optimal nutzen

Wer kein ausgedehntes Grundstück zur Gestaltung eines Nutzgartens zur Verfügung hat, muss dennoch nicht auf selbst gezogenes Gemüse verzichten. Auch wer seinen Garten nur zum Teil der landwirtschaftlichen Nutzung zuordnen möchte, hat hierfür verschiedene Möglichkeiten:

  • Der sogenannte Landhausgarten ist eine naturnahe Gartenanlage, welche idyllische Erholungsflächen und Nutzflächen miteinander kombiniert. Ein solches Konzept kann Gemüsebeete, Kräuterbeete und/oder Obstbäume in eine dekorative Gartenlandschaft einbinden. Einen vorgeschriebenen Stil gibt es dabei nicht, die Gestaltung der Anlagen kann ganz nach den eigenen Vorlieben erfolgen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursprünge des Landhausgartens und seine Vorteile.
  • Das Hochbeet ist eine ideale Möglichkeit, kleine Gartenflächen nutzbar zu machen. Wie der Name verrät, wird hier das Gemüsebeet erhöht angelegt, entweder als eine Art Hügelbeet oder mit einer eigenen hölzernen oder steinernen Begrenzung eingefasst. So können Sie beispielsweise zusätzliche Nutzfläche auf Ihrer Terrasse schaffen, ohne die Bodenplatten abtragen zu müssen.
  • Eine ungezwungene und verspielte Art, auf einem Grundstück Nutzfläche zu schaffen, ist die, einen Naschgarten anzulegen: Die Größe der Anlage spielt hierbei kaum eine Rolle, auch auf einem Balkon oder der Terrasse können mithilfe von Blumenkübeln und -kästen solche Gärten angelegt werden. Das Hauptaugenmerk sollte vielmehr auf der Auswahl der Pflanzen liegen: Minigemüse beispielsweise ist nicht nur dekorativ, sondern lädt auch dazu ein, die Früchte zum sofortigen Verzehr zu ernten. Ob Tomaten, Radieschen oder Möhren – Wählen Sie Sorten aus, die pflegeleicht sind und auf Wunsch direkt roh verzehrt werden können. Dann wird Ihr Naschgarten – den Sie natürlich auch mit Obstsorten bestücken können – seinem Namen gerecht.

Zudem können Sie auch schlicht dort anlegen, wo noch ungenutzter Raum zur Verfügung steht. Die Auswahl an Gemüsesorten mit geringem Platzbedarf ist erstaunlich groß, sodass Sie Ihren Garten auch mit der Gestaltung kleiner Beete ergänzen können. Insbesondere ein gut durchdachter Anbauplan, nach welchem Sie verschiedene saisonale Gemüsesorten auf derselben Fläche heranzüchten können, hilft, den Platzmangel so gut wie möglich auszugleichen. Lassen Sie sich zur Auswahl geeigneter Pflanzen am besten in der Fachgärtnerei Ihres Vertrauens beraten.

Fazit

Ob auf weiter Fläche oder eng begrenztem Raum – wer einen eigenen Gemüsegarten anlegen möchte, hat in beiden Fällen verschiedenste Möglichkeiten, den vorhandenen Platz sinnvoll zu gestalten. Insbesondere die kundige Anleitung eines Gartenfachbetriebes hilft Ihnen, die Gegebenheiten Ihres Gartens optimal für die Aufzucht von eigenem Gemüse zu nutzen.