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Den Garten für Kinder gestalten – die besten Tipps

Wenn Sie einen Garten für Kinder gestalten, muss ein sicherer und wirklich kindgerechter Garten dabei herauskommen. So kann der Nachwuchs in einer natürlichen Umgebung aufwachsen und nach Herzenslust in ihrer grünen Oase spielen. Wichtige Voraussetzung: Die Eltern haben sich umfassend mit der Gartengestaltung für Kinder befasst.

Garten für Kinder gestalten

Den Garten für Ihre Kinder können Sie mit hilfe eines Fachmanns gestalten. © jo-anna / pixabay.com

Die heranwachsende Generation junger Menschen hält sich vermehrt drinnen auf und verbringt immer weniger Zeit im Freien. Durch die Landflucht in Deutschland haben die lieben Kleinen zudem auch weniger Möglichkeiten, die freie Natur kennen zu lernen und zu erleben. Denn schön gestaltete Parks haben recht wenig mit den unberührten Flecken des Landes zu tun.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Eltern ihren Garten für Kinder gestalten. Hier können die Kleinen ihren Bewegungsdrang in vollem Maße ausleben, mit Naturmaterialien experimentieren sowie Pflanzen und Tiere beobachten. Natürlich müssen Eltern auch daran denken, ihren Sprösslingen verschiedene Spielmöglichkeiten anzubieten, etwa ein Sandkasten, ein Baumhaus, ein Kinderspielhaus oder eine Schaukel für Kleinkinder. Ein bespielbarer Garten für Kinder sollte also mehrere Aufgaben erfüllen: Er ist ein Ort zur Erholung für die ganze Familie, eine Möglichkeit für Kinder, Neues über die Natur zu lernen und auch ein praktischer Kinderspielplatz, der ein hohes Maß an Sicherheit bietet.

Damit die Jugend also von Videospielen und dem Smartphone weggelockt werden kann, müssen Eltern wissen, wie sie einen interessanten Garten für Kinder gestalten können. Wichtige Anregungen und Tipps finden Sie hier.

Bestandsanalyse: Wie sieht der aktuelle Garten aus?

Etwa jeder zweite deutsche Privathaushalt besitzt eine grüne Oase. Anders gesagt: Rund 17 Millionen Gärten sind in der gesamten Bundesrepublik zu finden. Immer mehr Eltern wollen einen Garten für Kinder gestalten, damit sich der Nachwuchs in der grünen Oase ungestört aufhalten kann.

Bevor Eltern einen Garten für Kinder planen, ist es zu empfehlen eine Bestandsanalyse der aktuellen grünen Oase erstellen, falls es diese bereits gibt. Gerade beim Kauf einer Immobilie gibt es oft einen bereits fertig angelegten Garten, den man erweitern oder an seine Bedürfnisse anpassen kann.

Zunächst gilt es also zu prüfen, welche Elemente vorhanden sind:

  • Gibt es schon ein Gartenhaus für Kinder und wenn ja, in welchem Zustand?
  • Befindet sich eine Schaukel im Garten und wenn ja, in welchem Zustand?
  • Sind womöglich Giftpflanzen im Garten zu finden und wenn ja, wo und welche?

Besonders problematisch sind Pflanzen, die sowohl für Ihre Kinder als auch Haustiere giftig sind. Doch dazu später mehr.

Zunächst sollten Sie sich notieren, was dem Garten noch fehlt:

  • Es fehlt ein Kinderspielplatz und eine Babyschaukel im Garten.
  • Man hat keinen Naschgarten in der grünen Oase.
  • Es gibt keinen Teich für die Fische.
  • Es fehlt an genügend Freifläche zum Ballspielen, Rennen und Toben.

Eltern, die ein neues Haus bauen, haben bei der Gestaltung des Gartens für ihren Nachwuchs freie Hand. Sie können sich die Bestandsanalyse ersparen und direkt mit der Planung der perfekten grünen Oase für ihren Nachwuchs beginnen.

Kinder im Garten: Auch der Nachwuchs hat Wünsche

Hinweis:
Bevor Eltern Pläne schmieden, sollten sie nicht vergessen, dass sie den Garten für den Nachwuchs gestalten – und die Knirpse sollten – soweit möglich – ebenfalls ein Wörtchen mitzureden haben. Was bringt schon ein Baumhaus im Garten, wenn Ihre Kleinen Höhenangst haben?

Sprechen Sie den Nachwuchs an und fragen Sie die Kinder, was sie sich unter einem idealen Garten für Kinder vorstellen. Wenn der Nachwuchs bereits größer ist, hatten Sie einige Jahre Gelegenheit, ihre Aktivitäten im Freien zu beobachten. Es ist deshalb von Vorteil bei der Gartengestaltung, zu wissen, was Ihren Kindern gefällt und was nicht.

Gartengestaltung für Kinder

Machen Sie Ihre Gartengestaltung einfach mit Ihren lieben Kleinen. © congerdesign / pixabay.com

Es ist auch ein großer Vorteil für die Eltern in der weiteren Gartengestaltung, den Kindern ein wenig Verantwortung zu überlassen. Leichte Aufgaben bei der Gartenarbeit kann Ihr Kind ohne Probleme übernehmen. Dies ermöglicht Ihrem Kind im Sommer zum Beispiel eigenen Ideen rund um die Gartengestaltung zu entwickeln.

Generell ist es empfehlenswert, Ihren Kindern Abwechslung zu bescheren, damit sie sich nicht langweilen. Sie mögen kleine Räume und Höhlen, aber auch Baumhäuser, die ihnen einen Überblick gewähren und das Gefühl vermitteln, den Garten zu hüten. Die lieben Kleinen müssen sich zu jeder Zeit wohlfühlen und einen Rückzugsort haben, der ihnen Geborgenheit und Schutz bietet.

Wenn die kleinen Racker abenteuerlich sind, dann möchten sie vielleicht auf einer riesigen, freien Fläche toben. Ein Kletterbaum oder eine Hängemattenschaukel fordert den Nachwuchs auf, intensiv zu spielen. Eine normale Schaukel wäre lediglich etwas für ein kleineres Kind.

5 bekannte Gefahrenquellen im Garten eliminieren

Für den Nachwuchs wird der heimische Garten schnell zu ihrem persönlichen Reich. Dort können sie sich austoben und nach Lust und Laune spielen – aber nur, wenn es keine Gefahren gibt.

Die fünf gängigsten Gefahrenquellen sollten Sie unbedingt im Vorfeld eliminieren, indem Sie folgende Hinweise beachten:

1. Kinderfreundliche Pflanzen für den Garten

Pflanzen im Garten für Kinder müssen ungiftig sein. Leider wählen viele Eltern die Pflanzen nach ihrem Aussehen – je bunter, desto besser. Leider täuscht das Äußere der schönen Pflanzen jedoch recht häufig.

Die “Welt” hat eine Top–10-Liste mit den giftigsten Pflanzen in deutschen Gärten veröffentlicht:

  1. Thuja
  2. Hortensie
  3. Tollkirsche
  4. Engelstrompete
  5. Bilsenkraut
  6. Eibe
  7. Herbstzeitlose
  8. Blauer Eisenhut
  9. Goldregen
  10. Wunderbaum
Pflanzen für Kinder

Ungiftige Pflanzen für Kinder in den eigenen Garten pflanzen. © marinaphotographyhenna / pixabay.com

Wer sich Bilder mit den Pflanzen im Internet ansieht, bemerkt schnell, dass sie aufgrund ihrer Farbenpracht und verlockend aussehenden Früchte/Beeren für Kinder sehr anziehend sein können. Und welche ungiftigen Gartenpflanzen gibt es als Alternative? Kinder kann man meist recht einfach für Nutzpflanzen begeistern (Kräuter, Beerenfrüchte).

Doch auch Pflanzen, die besonders interessant aussehen oder sich ungewöhnlich anfühlen, freuen die Kleinen:

  • Zierlauch
  • Sonnenblume
  • Fetthenne
  • Woll-Ziest
  • Lampenputzergras
  • Ringelblume
  • Mauerpfeffer

Verzichten Sie auch nicht auf Pflanzen, die Ihrem Nachwuchs als Materialien zum Spielen und Basteln dienen können: Holunder, Haselnuss oder Topinambur sind beliebte Kandidaten.

2. Wasser sollte keine Gefahrenquelle sein

Nicht nur giftige Pflanzen sind eine potenzielle Gefahrenquelle im Garten, sondern auch Teiche und kleine Flüsse. Für Erwachsene wirken sie sehr harmlos, doch Kinder können selbst in seichtem Wasser ertrinken. Die Initiative “Das sichere Haus” rät seit Jahren, solche Gefahrenquellen einzuzäunen.

Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen einen verhältnismäßig schweren Kopf. Sobald sich die Kleinen über eine Wasserfläche beugen, können sie somit leicht hineinfallen.
Aus eigener Kraft sind sie oftmals nicht in der Lage, ihren Kopf aus dem Wasser zu heben. Ihre Nackenmuskulatur ist dafür oft noch nicht stark genug ausgeprägt.

Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten Eltern jede Wasserquelle mit einem zumindest einen Meter hohen Zaun ausstatten. Die gewählten Latten sollten eng zusammenstehen, damit der Nachwuchs nicht hindurchschlüpfen kann.

Große Vorsicht gilt insbesondere im Sommer, wenn die Planschbeckenzeit ansteht. Eltern sollten ihre lieben kleinen dort niemals ohne Aufsicht lassen. Kleinkinder können nicht aus eigener Kraft aufstehen, wenn sie ins Wasser fallen. Selbst ein Wasserstand von wenigen Zentimetern reicht aus, um bei Stürzen lebensgefährlich zu sein.

3. Den Garten sicher umzäunen

Gerade Gärten, die sich in der Nähe von stark befahrenen Straßen befinden, sollten unbedingt eingezäunt werden. Viele Menschen gehen davon aus, dass eine dichte Hecke ausreicht, um die Kleinen im Garten zu halten.

Doch Vorsicht:

Kinder sind äußerst neugierig und suchen immer ein neues Abenteuer, ein Versteck oder einen “Geheimgang”.

Auch beim Zaun gilt wie bei der Umzäunung einer Wasserquelle: Die Mindesthöhe sollte einen Meter betragen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den einzelnen Zaunlatten nicht zu groß ist und sie nicht spitz zulaufen. Querlaufende Balken sollte der Zaun nicht haben, da diese regelrecht dazu einladen, auf beziehungsweise über den Zaun zu klettern.

4. Kein Zugang zu Gartengeräten

Mit Sicherheit haben Sie einen Schuppen oder ein Gartenhaus, indem Sie Ihre Geräte für die Gartenarbeit aufbewahren. Zu diesem sollte der Nachwuchs keinen Zugang haben, denn darin befinden sich Gartengeräte, die in Kinderhänden gefährlich sein können.
Halten Sie Ihr Gartenhaus oder Ihren Schuppen deshalb immer unter Schloss und Riegel – auch Fenster oder andere Zugangsmöglichkeiten sollten stets geschlossen sein.

5. Morsche Bäume im Garten

Bespielbarer Garten für die Kinder

Den eigenen Garten für die Kinder bespielbar gestalten ist manchmal ganz einfach. © belajatiraihanfahrizi / pixabay.com

Eine häufig unterschätzte Gefahrenquelle sind morsche Bäume im Garten. Abbrechende Äste sind für die Kleinen genauso gefährlich wie die Bäume selbst: Der Nachwuchs sieht sie als Klettermöglichkeit.

Damit es nicht zu Unfällen kommt, sollten Eltern ihre Bäume zweimal im Jahr überprüfen und im Zweifel einen kranken oder schwachen Baum entfernen lassen.

Der eigene Spielplatz für den Nachwuchs

Sobald alle Gefahrenquellen eliminiert sind, können Eltern damit beginnen, sich Gedanken um den Spielplatz und das Spielzeug zu machen. Die meisten Eltern bringen ihren Nachwuchs zu einem nahegelegenen Spielplatz. Wenn man aber einen Garten besitzt, kann man dort seinen eigenen Spielplatz anlegen.

Folgende Vorteile hat der persönliche Spielplatz für den Nachwuchs:

  • Eltern sparen Zeit, da sie nicht immer zum Spielplatz gehen müssen.
  • Eltern können immer ein Auge auf den Nachwuchs werfen.
  • Wenn sich Kinder am Spielplatz langweilen, können sie im Garten einer anderen Tätigkeit nachgehen oder ins Haus kommen.

Der Aspekt Sicherheit ist beim Spielplatz äußerst wichtig. Heimwerker kommen immer wieder auf die Idee, Spielgeräte in Eigenregie für den Nachwuchs zu bauen. Auch wenn es gut gemeint ist, können Fehler bei der Konstruktion und Statik verheerende Folgen mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es weitaus sinnvoller, professionelle Bausätze zu kaufen und diese im Garten zusammenzubauen.

Wie kann man den persönlichen Spielplatz gestalten beziehungsweise welche Produkte sind erhältlich?

  • Kinderspielhaus: Hier zieht sich der Nachwuchs zurück und lässt seiner Phantasie freien Lauf.
  • Kletterturm: Diese im Regelfall aus Holz gefertigten Türme ermöglichen eine Vielzahl an Abenteuern; Kinder sind Piraten auf einem Schiff oder verteidigen ihre Burg vor Rittern.
  • Schaukeln: Die Schaukel für den Garten ist das wohl beliebteste Produkt für den Spielplatz. Es wird hin- und hergeschaukelt, bis der Nachwuchs ein anderes Spielgerät nutzt.
  • Sandkasten: Wer hat nicht seinen ersten Kuchen im Sandkasten gebacken? Im Sand können Kinder ihrer Phantasie ebenfalls freien Lauf lassen.
  • Klettergerüste: Die Gerüste und Wände fördern die Muskelkraft der Kleinen und halten sie fit.

Für einen Sandkasten gibt es übrigens keine Vorschriften, auch nicht für die Errichtung anderer Spielgeräte. Dennoch sind Eltern beraten, nur hochwertige Produkte zu kaufen, die nach der DIN-Norm EN 1176 gefertigt sind. Diese Norm gilt eigentlich für öffentlich zugängliche Spielplätze, jedoch sind die Spielplatzgeräte besonders robust und somit auch bestens für den Privatbereich geeignet.

Hinweis:

Der öffentliche Spielplatz wird von der Gemeinde oder Stadt gewartet. Ihren Spielplatz müssen Sie selbst warten oder von einem Profi pflegen lassen. Der Verein “die wohneigentümer” empfiehlt, Spielgeräte regelmäßig visuell zu begutachten und ihre Stabilität zu testen; einmal pro Jahr sollte eine Hauptinspektion erfolgen.

Das Baumhaus als Refugium für Kinder

Die Gartenanlage bei Kindern ist erst perfekt, wenn er von einem wunderschönen Baumhaus geziert wird, so die Ansicht vieler Sprösslinge. So sehr sie sich aber ein solches wünschen mögen – ganz so einfach ist seine Konstruktion nicht.

Eines ist sicher: Dafür müssen alle Voraussetzungen stimmen. Das größte Problem besteht darin, einen passenden Baum zu finden. Er muss kerngesund sein und den Bau eines Hauses ermöglichen. Die Höhe der Plattform sollte aus Sicherheitsgründen maximal 2,5 Meter betragen.

Die eigentliche Gestaltung des Baumhauses orientiert sich an der Krone des Baumes. Dennoch gilt: Sicherheit sollte oberste Priorität haben. Entscheiden Sie sich deshalb für nach innen aufgehende Türen, damit Ihre Kinder nicht so leicht aus dem Haus fallen können. Wählen Sie zudem eine stabile Leiter mit großen Sprossen, die Kinderhände gut umgreifen können.

Naschgarten für Kinder anlegen

Eine Gartenanlage für die nächste Generation muss nicht nur aus Spielgerüsten und Wiesen bestehen. In immer mehr Gärten werden gesundes Gemüse und frische Kräuter angebaut. Bio sollen sie sein und in natürlicher Form auf den Tisch kommen.

Der sogenannte Naschgarten gibt Kindern die Möglichkeit, sich um ihre eigene kleine Welt zu kümmern und deren Ernte später verzehren können: Ob Erdbeeren, Tomaten oder Basilikum – der Nachwuchs sollte bereits in jungen Jahren lernen, sich um Pflanzen zu kümmern und sie zu züchten.

Eltern können ihren Sprösslingen so beibringen, dass es sinnvoll ist, Gemüse und Co. nach Saison zu essen. Das schont die Umwelt und garantiert, dass man immer frisches Essen auf dem Tisch hat. Damit die Pflanzen kräftig wachsen, müssen Eltern natürlich einen passenden Standort wählen und den Kindern beibringen regelmäßig zu wässern.

Bei der Wahl der Pflanzen sollte man sich an regional bekannten Sorten orientieren und keine Exoten in seinem Garten für Kinder anbauen. Einerseits gedeihen Exoten nur schwer, auf der anderen Seite sollen Kinder lernen, saisonales und regionales Obst und Gemüse zu schätzen.

Richtig ausgeführt ist der Naschgarten somit ein besonderes Naturerlebnis für Kinder, die Verantwortung übernehmen und lernen, dass nichts von nichts kommt. Dadurch sollten sie später verantwortungsvolle Menschen werden, die Rücksicht auf ihre Umwelt nehmen und ökologisch leben.

Fazit: Eltern zwischen Bausatz & Beratung vom Fachmann

Eltern hatten bei der Gestaltung für kinderfreundliche Gärten noch nie so viele Möglichkeiten wie heute. Es stehen eine Reihe fertiger Bausätze zur Verfügung, die man nur zusammenbauen muss. Experten helfen Ihnen wiederum bei der Planung und Wartung des Spielplatzes. Darüber hinaus können Gartenbauer die schwierigen Arbeiten die dabei anfallen sollten, übernehmen.

Wenn Sie einen Garten für Kinder gestalten, muss ein sicherer und wirklich kindgerechter Garten dabei herauskommen. So kann der Nachwuchs in einer natürlichen Umgebung aufwachsen und nach Herzenslust in ihrer grünen Oase spielen. Wichtige Voraussetzung: Die Eltern haben sich umfassend mit der Gartengestaltung für Kinder befasst.

Garten für Kinder gestalten

Den Garten für Ihre Kinder können Sie mit hilfe eines Fachmanns gestalten. © jo-anna / pixabay.com

Die heranwachsende Generation junger Menschen hält sich vermehrt drinnen auf und verbringt immer weniger Zeit im Freien. Durch die Landflucht in Deutschland haben die lieben Kleinen zudem auch weniger Möglichkeiten, die freie Natur kennen zu lernen und zu erleben. Denn schön gestaltete Parks haben recht wenig mit den unberührten Flecken des Landes zu tun.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Eltern ihren Garten für Kinder gestalten. Hier können die Kleinen ihren Bewegungsdrang in vollem Maße ausleben, mit Naturmaterialien experimentieren sowie Pflanzen und Tiere beobachten. Natürlich müssen Eltern auch daran denken, ihren Sprösslingen verschiedene Spielmöglichkeiten anzubieten, etwa ein Sandkasten, ein Baumhaus, ein Kinderspielhaus oder eine Schaukel für Kleinkinder. Ein bespielbarer Garten für Kinder sollte also mehrere Aufgaben erfüllen: Er ist ein Ort zur Erholung für die ganze Familie, eine Möglichkeit für Kinder, Neues über die Natur zu lernen und auch ein praktischer Kinderspielplatz, der ein hohes Maß an Sicherheit bietet.

Damit die Jugend also von Videospielen und dem Smartphone weggelockt werden kann, müssen Eltern wissen, wie sie einen interessanten Garten für Kinder gestalten können. Wichtige Anregungen und Tipps finden Sie hier.

Bestandsanalyse: Wie sieht der aktuelle Garten aus?

Etwa jeder zweite deutsche Privathaushalt besitzt eine grüne Oase. Anders gesagt: Rund 17 Millionen Gärten sind in der gesamten Bundesrepublik zu finden. Immer mehr Eltern wollen einen Garten für Kinder gestalten, damit sich der Nachwuchs in der grünen Oase ungestört aufhalten kann.

Bevor Eltern einen Garten für Kinder planen, ist es zu empfehlen eine Bestandsanalyse der aktuellen grünen Oase erstellen, falls es diese bereits gibt. Gerade beim Kauf einer Immobilie gibt es oft einen bereits fertig angelegten Garten, den man erweitern oder an seine Bedürfnisse anpassen kann.

Zunächst gilt es also zu prüfen, welche Elemente vorhanden sind:

  • Gibt es schon ein Gartenhaus für Kinder und wenn ja, in welchem Zustand?
  • Befindet sich eine Schaukel im Garten und wenn ja, in welchem Zustand?
  • Sind womöglich Giftpflanzen im Garten zu finden und wenn ja, wo und welche?

Besonders problematisch sind Pflanzen, die sowohl für Ihre Kinder als auch Haustiere giftig sind. Doch dazu später mehr.

Zunächst sollten Sie sich notieren, was dem Garten noch fehlt:

  • Es fehlt ein Kinderspielplatz und eine Babyschaukel im Garten.
  • Man hat keinen Naschgarten in der grünen Oase.
  • Es gibt keinen Teich für die Fische.
  • Es fehlt an genügend Freifläche zum Ballspielen, Rennen und Toben.

Eltern, die ein neues Haus bauen, haben bei der Gestaltung des Gartens für ihren Nachwuchs freie Hand. Sie können sich die Bestandsanalyse ersparen und direkt mit der Planung der perfekten grünen Oase für ihren Nachwuchs beginnen.

Kinder im Garten: Auch der Nachwuchs hat Wünsche

Hinweis:
Bevor Eltern Pläne schmieden, sollten sie nicht vergessen, dass sie den Garten für den Nachwuchs gestalten – und die Knirpse sollten – soweit möglich – ebenfalls ein Wörtchen mitzureden haben. Was bringt schon ein Baumhaus im Garten, wenn Ihre Kleinen Höhenangst haben?

Sprechen Sie den Nachwuchs an und fragen Sie die Kinder, was sie sich unter einem idealen Garten für Kinder vorstellen. Wenn der Nachwuchs bereits größer ist, hatten Sie einige Jahre Gelegenheit, ihre Aktivitäten im Freien zu beobachten. Es ist deshalb von Vorteil bei der Gartengestaltung, zu wissen, was Ihren Kindern gefällt und was nicht.

Gartengestaltung für Kinder

Machen Sie Ihre Gartengestaltung einfach mit Ihren lieben Kleinen. © congerdesign / pixabay.com

Es ist auch ein großer Vorteil für die Eltern in der weiteren Gartengestaltung, den Kindern ein wenig Verantwortung zu überlassen. Leichte Aufgaben bei der Gartenarbeit kann Ihr Kind ohne Probleme übernehmen. Dies ermöglicht Ihrem Kind im Sommer zum Beispiel eigenen Ideen rund um die Gartengestaltung zu entwickeln.

Generell ist es empfehlenswert, Ihren Kindern Abwechslung zu bescheren, damit sie sich nicht langweilen. Sie mögen kleine Räume und Höhlen, aber auch Baumhäuser, die ihnen einen Überblick gewähren und das Gefühl vermitteln, den Garten zu hüten. Die lieben Kleinen müssen sich zu jeder Zeit wohlfühlen und einen Rückzugsort haben, der ihnen Geborgenheit und Schutz bietet.

Wenn die kleinen Racker abenteuerlich sind, dann möchten sie vielleicht auf einer riesigen, freien Fläche toben. Ein Kletterbaum oder eine Hängemattenschaukel fordert den Nachwuchs auf, intensiv zu spielen. Eine normale Schaukel wäre lediglich etwas für ein kleineres Kind.

5 bekannte Gefahrenquellen im Garten eliminieren

Für den Nachwuchs wird der heimische Garten schnell zu ihrem persönlichen Reich. Dort können sie sich austoben und nach Lust und Laune spielen – aber nur, wenn es keine Gefahren gibt.

Die fünf gängigsten Gefahrenquellen sollten Sie unbedingt im Vorfeld eliminieren, indem Sie folgende Hinweise beachten:

1. Kinderfreundliche Pflanzen für den Garten

Pflanzen im Garten für Kinder müssen ungiftig sein. Leider wählen viele Eltern die Pflanzen nach ihrem Aussehen – je bunter, desto besser. Leider täuscht das Äußere der schönen Pflanzen jedoch recht häufig.

Die “Welt” hat eine Top–10-Liste mit den giftigsten Pflanzen in deutschen Gärten veröffentlicht:

  1. Thuja
  2. Hortensie
  3. Tollkirsche
  4. Engelstrompete
  5. Bilsenkraut
  6. Eibe
  7. Herbstzeitlose
  8. Blauer Eisenhut
  9. Goldregen
  10. Wunderbaum
Pflanzen für Kinder

Ungiftige Pflanzen für Kinder in den eigenen Garten pflanzen. © marinaphotographyhenna / pixabay.com

Wer sich Bilder mit den Pflanzen im Internet ansieht, bemerkt schnell, dass sie aufgrund ihrer Farbenpracht und verlockend aussehenden Früchte/Beeren für Kinder sehr anziehend sein können. Und welche ungiftigen Gartenpflanzen gibt es als Alternative? Kinder kann man meist recht einfach für Nutzpflanzen begeistern (Kräuter, Beerenfrüchte).

Doch auch Pflanzen, die besonders interessant aussehen oder sich ungewöhnlich anfühlen, freuen die Kleinen:

  • Zierlauch
  • Sonnenblume
  • Fetthenne
  • Woll-Ziest
  • Lampenputzergras
  • Ringelblume
  • Mauerpfeffer

Verzichten Sie auch nicht auf Pflanzen, die Ihrem Nachwuchs als Materialien zum Spielen und Basteln dienen können: Holunder, Haselnuss oder Topinambur sind beliebte Kandidaten.

2. Wasser sollte keine Gefahrenquelle sein

Nicht nur giftige Pflanzen sind eine potenzielle Gefahrenquelle im Garten, sondern auch Teiche und kleine Flüsse. Für Erwachsene wirken sie sehr harmlos, doch Kinder können selbst in seichtem Wasser ertrinken. Die Initiative “Das sichere Haus” rät seit Jahren, solche Gefahrenquellen einzuzäunen.

Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen einen verhältnismäßig schweren Kopf. Sobald sich die Kleinen über eine Wasserfläche beugen, können sie somit leicht hineinfallen.
Aus eigener Kraft sind sie oftmals nicht in der Lage, ihren Kopf aus dem Wasser zu heben. Ihre Nackenmuskulatur ist dafür oft noch nicht stark genug ausgeprägt.

Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten Eltern jede Wasserquelle mit einem zumindest einen Meter hohen Zaun ausstatten. Die gewählten Latten sollten eng zusammenstehen, damit der Nachwuchs nicht hindurchschlüpfen kann.

Große Vorsicht gilt insbesondere im Sommer, wenn die Planschbeckenzeit ansteht. Eltern sollten ihre lieben kleinen dort niemals ohne Aufsicht lassen. Kleinkinder können nicht aus eigener Kraft aufstehen, wenn sie ins Wasser fallen. Selbst ein Wasserstand von wenigen Zentimetern reicht aus, um bei Stürzen lebensgefährlich zu sein.

3. Den Garten sicher umzäunen

Gerade Gärten, die sich in der Nähe von stark befahrenen Straßen befinden, sollten unbedingt eingezäunt werden. Viele Menschen gehen davon aus, dass eine dichte Hecke ausreicht, um die Kleinen im Garten zu halten.

Doch Vorsicht:

Kinder sind äußerst neugierig und suchen immer ein neues Abenteuer, ein Versteck oder einen “Geheimgang”.

Auch beim Zaun gilt wie bei der Umzäunung einer Wasserquelle: Die Mindesthöhe sollte einen Meter betragen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den einzelnen Zaunlatten nicht zu groß ist und sie nicht spitz zulaufen. Querlaufende Balken sollte der Zaun nicht haben, da diese regelrecht dazu einladen, auf beziehungsweise über den Zaun zu klettern.

4. Kein Zugang zu Gartengeräten

Mit Sicherheit haben Sie einen Schuppen oder ein Gartenhaus, indem Sie Ihre Geräte für die Gartenarbeit aufbewahren. Zu diesem sollte der Nachwuchs keinen Zugang haben, denn darin befinden sich Gartengeräte, die in Kinderhänden gefährlich sein können.
Halten Sie Ihr Gartenhaus oder Ihren Schuppen deshalb immer unter Schloss und Riegel – auch Fenster oder andere Zugangsmöglichkeiten sollten stets geschlossen sein.

5. Morsche Bäume im Garten

Bespielbarer Garten für die Kinder

Den eigenen Garten für die Kinder bespielbar gestalten ist manchmal ganz einfach. © belajatiraihanfahrizi / pixabay.com

Eine häufig unterschätzte Gefahrenquelle sind morsche Bäume im Garten. Abbrechende Äste sind für die Kleinen genauso gefährlich wie die Bäume selbst: Der Nachwuchs sieht sie als Klettermöglichkeit.

Damit es nicht zu Unfällen kommt, sollten Eltern ihre Bäume zweimal im Jahr überprüfen und im Zweifel einen kranken oder schwachen Baum entfernen lassen.

Der eigene Spielplatz für den Nachwuchs

Sobald alle Gefahrenquellen eliminiert sind, können Eltern damit beginnen, sich Gedanken um den Spielplatz und das Spielzeug zu machen. Die meisten Eltern bringen ihren Nachwuchs zu einem nahegelegenen Spielplatz. Wenn man aber einen Garten besitzt, kann man dort seinen eigenen Spielplatz anlegen.

Folgende Vorteile hat der persönliche Spielplatz für den Nachwuchs:

  • Eltern sparen Zeit, da sie nicht immer zum Spielplatz gehen müssen.
  • Eltern können immer ein Auge auf den Nachwuchs werfen.
  • Wenn sich Kinder am Spielplatz langweilen, können sie im Garten einer anderen Tätigkeit nachgehen oder ins Haus kommen.

Der Aspekt Sicherheit ist beim Spielplatz äußerst wichtig. Heimwerker kommen immer wieder auf die Idee, Spielgeräte in Eigenregie für den Nachwuchs zu bauen. Auch wenn es gut gemeint ist, können Fehler bei der Konstruktion und Statik verheerende Folgen mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es weitaus sinnvoller, professionelle Bausätze zu kaufen und diese im Garten zusammenzubauen.

Wie kann man den persönlichen Spielplatz gestalten beziehungsweise welche Produkte sind erhältlich?

  • Kinderspielhaus: Hier zieht sich der Nachwuchs zurück und lässt seiner Phantasie freien Lauf.
  • Kletterturm: Diese im Regelfall aus Holz gefertigten Türme ermöglichen eine Vielzahl an Abenteuern; Kinder sind Piraten auf einem Schiff oder verteidigen ihre Burg vor Rittern.
  • Schaukeln: Die Schaukel für den Garten ist das wohl beliebteste Produkt für den Spielplatz. Es wird hin- und hergeschaukelt, bis der Nachwuchs ein anderes Spielgerät nutzt.
  • Sandkasten: Wer hat nicht seinen ersten Kuchen im Sandkasten gebacken? Im Sand können Kinder ihrer Phantasie ebenfalls freien Lauf lassen.
  • Klettergerüste: Die Gerüste und Wände fördern die Muskelkraft der Kleinen und halten sie fit.

Für einen Sandkasten gibt es übrigens keine Vorschriften, auch nicht für die Errichtung anderer Spielgeräte. Dennoch sind Eltern beraten, nur hochwertige Produkte zu kaufen, die nach der DIN-Norm EN 1176 gefertigt sind. Diese Norm gilt eigentlich für öffentlich zugängliche Spielplätze, jedoch sind die Spielplatzgeräte besonders robust und somit auch bestens für den Privatbereich geeignet.

Hinweis:

Der öffentliche Spielplatz wird von der Gemeinde oder Stadt gewartet. Ihren Spielplatz müssen Sie selbst warten oder von einem Profi pflegen lassen. Der Verein “die wohneigentümer” empfiehlt, Spielgeräte regelmäßig visuell zu begutachten und ihre Stabilität zu testen; einmal pro Jahr sollte eine Hauptinspektion erfolgen.

Das Baumhaus als Refugium für Kinder

Die Gartenanlage bei Kindern ist erst perfekt, wenn er von einem wunderschönen Baumhaus geziert wird, so die Ansicht vieler Sprösslinge. So sehr sie sich aber ein solches wünschen mögen – ganz so einfach ist seine Konstruktion nicht.

Eines ist sicher: Dafür müssen alle Voraussetzungen stimmen. Das größte Problem besteht darin, einen passenden Baum zu finden. Er muss kerngesund sein und den Bau eines Hauses ermöglichen. Die Höhe der Plattform sollte aus Sicherheitsgründen maximal 2,5 Meter betragen.

Die eigentliche Gestaltung des Baumhauses orientiert sich an der Krone des Baumes. Dennoch gilt: Sicherheit sollte oberste Priorität haben. Entscheiden Sie sich deshalb für nach innen aufgehende Türen, damit Ihre Kinder nicht so leicht aus dem Haus fallen können. Wählen Sie zudem eine stabile Leiter mit großen Sprossen, die Kinderhände gut umgreifen können.

Naschgarten für Kinder anlegen

Eine Gartenanlage für die nächste Generation muss nicht nur aus Spielgerüsten und Wiesen bestehen. In immer mehr Gärten werden gesundes Gemüse und frische Kräuter angebaut. Bio sollen sie sein und in natürlicher Form auf den Tisch kommen.

Der sogenannte Naschgarten gibt Kindern die Möglichkeit, sich um ihre eigene kleine Welt zu kümmern und deren Ernte später verzehren können: Ob Erdbeeren, Tomaten oder Basilikum – der Nachwuchs sollte bereits in jungen Jahren lernen, sich um Pflanzen zu kümmern und sie zu züchten.

Eltern können ihren Sprösslingen so beibringen, dass es sinnvoll ist, Gemüse und Co. nach Saison zu essen. Das schont die Umwelt und garantiert, dass man immer frisches Essen auf dem Tisch hat. Damit die Pflanzen kräftig wachsen, müssen Eltern natürlich einen passenden Standort wählen und den Kindern beibringen regelmäßig zu wässern.

Bei der Wahl der Pflanzen sollte man sich an regional bekannten Sorten orientieren und keine Exoten in seinem Garten für Kinder anbauen. Einerseits gedeihen Exoten nur schwer, auf der anderen Seite sollen Kinder lernen, saisonales und regionales Obst und Gemüse zu schätzen.

Richtig ausgeführt ist der Naschgarten somit ein besonderes Naturerlebnis für Kinder, die Verantwortung übernehmen und lernen, dass nichts von nichts kommt. Dadurch sollten sie später verantwortungsvolle Menschen werden, die Rücksicht auf ihre Umwelt nehmen und ökologisch leben.

Fazit: Eltern zwischen Bausatz & Beratung vom Fachmann

Eltern hatten bei der Gestaltung für kinderfreundliche Gärten noch nie so viele Möglichkeiten wie heute. Es stehen eine Reihe fertiger Bausätze zur Verfügung, die man nur zusammenbauen muss. Experten helfen Ihnen wiederum bei der Planung und Wartung des Spielplatzes. Darüber hinaus können Gartenbauer die schwierigen Arbeiten die dabei anfallen sollten, übernehmen.