Qualität verpflichtet – eine Initiative von Gartenbau.org
 

Möglichkeiten für die Entsorgung des Baumschnitts

Mit der Entsorgung des Baumschnitts halten Sie den Garten sauber und können darüber hinaus zur Produktion von hochwertigem, natürlichen Dünger beitragen. Wie Sie das schaffen und wie Sie Ihren Baumschnitt grundsätzlich entsorgen können, erfahren Sie bei Gartenbau.org!

Werden Zweige vom Baum geschnitten, können diese über einen Fachbetrieb entsorgt werden. © Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die Entsorgung des Baumschnitts stellt viele Gartenbesitzer vor ein Rätsel – oftmals werden alle Bäume, Hecken und Sträucher im Garten gleichzeitig geschnitten, sodass eine große Menge des Materials anfällt. Zusätzlich zu dem Umfang und Volumen der Äste und Zweige erschwert das Gewicht dieser biologischen Überreste die weitere Verarbeitung – das Geäst kann ausgesprochen schwer und damit umständlich zu transportieren sein.

Welches Material zählt zu dem Begriff Baumschnitt?

Zu dem Begriff Baumschnitt werden für gewöhnliche zahlreiche Abfälle und Produkte gezählt, die bei Arbeiten im Garten anfallen. Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff natürlich auf alles, was beim Schneiden des Baumes anfällt: Dazu gehören in erster Linie Zweige und Äste, aber im weitesten Sinn kann auch Laub dazuzählen. Wird der Baumschnitt von einem Fachbetrieb vorgenommen, kann deutlich mehr Geäst anfallen als bei einem Laien – unerfahrene Hobbygärtner schneiden den Baum häufig zu zaghaft ab, während der kräftige Rückschnitt eines Profis dem Baum zu deutlich mehr Wachstum verhilft.

Viele Gartenbaubetriebe übernehmen darüber hinaus die Entfernung von Baumstümpfen und Wurzelballen. Auch Sträucher und sogar Weihnachtsbäume können unter den Begriff „Baumschnitt“ fallen – in vielen Fällen übernehmen die Gartenbauer mit dem Baumschnitt sogar die Entsorgung von Unkraut und Stroh.

Wann und wie werden die Bäume geschnitten?

Grundsätzlich werden zwei Formen des Baumschnitts unterschieden: Der Winterschnitt und der Sommerschnitt. Ein Winterschnitt ermöglicht stärkeres Wachstum, während der Sommerschnitt für ein geringeres Wachstum sorgt: Der Schnitt im Sommer wird daher auch als Erziehungsschnitt bezeichnet. Hier kann zum Beispiel die Baumkrone geformt werden, ohne, dass das Wachstum der Pflanze angeregt wird. Grundsätzlich gilt, dass ein Baum nie bei Temperaturen unter -5 Grad Celsius geschnitten wird: Hier würden die Äste abbrechen.

Außerdem kann der Fachmann einen Formschnitt vornehmen, der zum Beispiel eine zu große Krone stutzt. Bei einem Entlastungsschnitt wird der Baum von verfaulten, abgestorbenen oder abgebrochenen Ästen befreit. Der genaue Schnitt ist von der Art des Baums und seinem Wachstum abhängig, grundsätzlich werden Triebe jedoch so geschnitten, dass sie mit einem Knoten enden sollten.

Entsorgung und Verwertung

Nach dem Schneiden des Baums müssen die abgefallenen Reste natürlich beseitigt werden. Als Gartenbesitzer haben Sie hier verschiedene Möglichkeiten.

Möglichkeiten zur Entsorgung

Grundsätzlich haben Sie mehrere Möglichkeiten, Ihren Baumschnitt zu entsorgen. In Berlin übernimmt der BSR in den Recyclinghöfen die Annahme und Entsorgung des Baumschnitts. In den meisten Recyclinghöfen in Deutschland werden Gras und Laub allerdings nicht lose angenommen – hier müssen Sie das Material in einen Sack oder in eine Tonne packen und diese dort abgeben. Meistens fallen hierfür keine Gebühren an, allerdings gibt es meistens eine Höchstgrenze. So nehmen die Recyclinghöfe des BSR zum Beispiel maximal einen Kubikmeter des Materials an.

Auch ein Gartenbaubetrieb kann Ihren Baumschnitt für Sie ordnungsgemäß entsorgen. Hier haben Sie einen besonderen Vorteil: Sie müssen den Baumschnitt nicht selbst in Tonnen oder Säcke packen. Die Arbeiten übernehmen Ihre versierten Gartenbauer für Sie, sodass Sie diesen lediglich den Zugang zum Baumschnitt gewährleisten müssen – wenn es sich um sehr große Mengen oder sehr schweres Material handelt, wird der Fachbetrieb unter Umständen einen Kran mit einem Greifarm verwenden. Daher sollte der Baumschnitt bei der Entsorgung gut zugänglich sein und nicht unter einem Dachvorsprung oder unter einem Baum gelagert werden.

Grundsätzlich haben Sie auch die Möglichkeit, das Material in der Biotonne zu entsorgen – hier werden die Nährstoffe allerdings nicht weiter genutzt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, den Baumschnitt zu schreddern, können Sie das zerkleinerte Geäst kompostieren oder zu Mulch weiterverarbeiten.

UNSER TIPP:
Auch die Tierwelt kann von dem pflanzlichen Abfall nach dem Baumschnitt profitieren: Schichten Sie die Reste im Garten auf, um Igeln ein Winterquartier zu bieten. Wenn Sie einen Vogel im Käfig halten, freut sich auch dieser über einige Zweige!

Wie wird der entsorgte Baumschnitt verwertet?

Das gesammelte Material wird in der Regel weiterverwertet, da die Äste und Zweige über Nährstoffe verfügen, die im Gartenbau nützlich sind: Sie eignen sich perfekt für die Anlegung eines Hochbeets oder die Kompostgewinnung. Recyclinghöfe geben das Material zum Beispiel weiter, damit darauf hochwertiger Qualitätskompost hergestellt werden kann. Mit der ordnungsgerechten Entsorgung Ihres Baumschnitts sorgen Sie daher nicht nur für einen gepflegten Garten, sondern ermöglichen auch die sinnvolle Wiederverwertung!

UNSER TIPP:
Wenn Sie Ihren Baumschnitt über einen Gartenbaubetrieb entsorgen, können Sie einige Zweige dennoch behalten und diese für Basteleien verwenden!

Auf die Verwendung als Brennmaterial sollten Sie dabei verzichten, denn dadurch belästigen Sie Ihre Nachbarn nicht nur durch Rauch und Gestank – in den meisten Ländern wie zum Beispiel Brandenburg ist ein solches offenes Feuer mittlerweile auch verboten. Auch kleine Feuer sind meistens nur nach behördlicher Genehmigung möglich. Ebenfalls sollten Sie das Geäst nicht im Garten verbrennen, wenn Sie es zuvor getrocknet haben: So werden Rauch und Gestank zwar größtenteils vermieden, allerdings dürfen Sie zum Beispiel in Baden-Württemberg lediglich Material verbrennen, das nicht für die Kompostierung und Einarbeitung in den Boden geeignet ist. Außerdem sind Mindestabstände zu Gebäuden und Straßen einzuhalten. Das Vorhaben muss außerdem bei der zuständigen Behörde angemeldet werden. Auch in anderen Ländern wie Bayern kann das Verbrennen nur unter strengen Vorschriften und in vielen Gemeinden nur dann erfolgen, wenn keine andere Beseitigung der Abfälle möglich ist.

Wenn Sie Äste oder Zweige kompostieren möchten, müssen Sie diese zuvor in einem Häcksler zerkleinern – dies kann allerdings ebenfalls ein Betrieb für Sie übernehmen, denn nur die wenigsten Gartenbesitzer besitzen ein solches Gerät. Auch hier darf allerdings keine Geruchsbelästigung für die Nachbargrundstücke entstehen.

Entgegen weit verbreiteter Meinungen darf der Baumschnitt auch nicht im Wald oder in der freien Natur entsorgt werden – so würde das Ökosystem des Waldes empfindlich gestört werden. Hier drohen ebenso Bußgelder wie bei der illegalen Entsorgung auf dem Nachbarsgrundstück oder im Park: Bei größeren Mengen sind Strafen von bis zu 2.500 Euro möglich.

Fazit

Ein Baumschnitt wird als Sommerschnitt oder als Winterschnitt angewandt, um einen Bei einem Baumschnitt fallen unweigerlich Äste und Zweige an, die entsorgt werden müssen. Die Entsorgung kann entweder über einen Recyclinghof oder einen Fachbetrieb erfolgen – letzterer wird das Material in Ihrem Garten abholen und es wiederverwerten. Zu einem Recyclinghof müssen Sie die Reste dagegen bereits verpackt abgeben und dürfen das vorgegebene Maximalgewicht nicht überschreiten. Mit einem Gartenbaubetrieb können Sie einen Preis für das Geäst in Ihrem Garten vereinbaren!

Mit der Entsorgung des Baumschnitts halten Sie den Garten sauber und können darüber hinaus zur Produktion von hochwertigem, natürlichen Dünger beitragen. Wie Sie das schaffen und wie Sie Ihren Baumschnitt grundsätzlich entsorgen können, erfahren Sie bei Gartenbau.org!

Werden Zweige vom Baum geschnitten, können diese über einen Fachbetrieb entsorgt werden. © Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die Entsorgung des Baumschnitts stellt viele Gartenbesitzer vor ein Rätsel – oftmals werden alle Bäume, Hecken und Sträucher im Garten gleichzeitig geschnitten, sodass eine große Menge des Materials anfällt. Zusätzlich zu dem Umfang und Volumen der Äste und Zweige erschwert das Gewicht dieser biologischen Überreste die weitere Verarbeitung – das Geäst kann ausgesprochen schwer und damit umständlich zu transportieren sein.

Welches Material zählt zu dem Begriff Baumschnitt?

Zu dem Begriff Baumschnitt werden für gewöhnliche zahlreiche Abfälle und Produkte gezählt, die bei Arbeiten im Garten anfallen. Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff natürlich auf alles, was beim Schneiden des Baumes anfällt: Dazu gehören in erster Linie Zweige und Äste, aber im weitesten Sinn kann auch Laub dazuzählen. Wird der Baumschnitt von einem Fachbetrieb vorgenommen, kann deutlich mehr Geäst anfallen als bei einem Laien – unerfahrene Hobbygärtner schneiden den Baum häufig zu zaghaft ab, während der kräftige Rückschnitt eines Profis dem Baum zu deutlich mehr Wachstum verhilft.

Viele Gartenbaubetriebe übernehmen darüber hinaus die Entfernung von Baumstümpfen und Wurzelballen. Auch Sträucher und sogar Weihnachtsbäume können unter den Begriff „Baumschnitt“ fallen – in vielen Fällen übernehmen die Gartenbauer mit dem Baumschnitt sogar die Entsorgung von Unkraut und Stroh.

Wann und wie werden die Bäume geschnitten?

Grundsätzlich werden zwei Formen des Baumschnitts unterschieden: Der Winterschnitt und der Sommerschnitt. Ein Winterschnitt ermöglicht stärkeres Wachstum, während der Sommerschnitt für ein geringeres Wachstum sorgt: Der Schnitt im Sommer wird daher auch als Erziehungsschnitt bezeichnet. Hier kann zum Beispiel die Baumkrone geformt werden, ohne, dass das Wachstum der Pflanze angeregt wird. Grundsätzlich gilt, dass ein Baum nie bei Temperaturen unter -5 Grad Celsius geschnitten wird: Hier würden die Äste abbrechen.

Außerdem kann der Fachmann einen Formschnitt vornehmen, der zum Beispiel eine zu große Krone stutzt. Bei einem Entlastungsschnitt wird der Baum von verfaulten, abgestorbenen oder abgebrochenen Ästen befreit. Der genaue Schnitt ist von der Art des Baums und seinem Wachstum abhängig, grundsätzlich werden Triebe jedoch so geschnitten, dass sie mit einem Knoten enden sollten.

Entsorgung und Verwertung

Nach dem Schneiden des Baums müssen die abgefallenen Reste natürlich beseitigt werden. Als Gartenbesitzer haben Sie hier verschiedene Möglichkeiten.

Möglichkeiten zur Entsorgung

Grundsätzlich haben Sie mehrere Möglichkeiten, Ihren Baumschnitt zu entsorgen. In Berlin übernimmt der BSR in den Recyclinghöfen die Annahme und Entsorgung des Baumschnitts. In den meisten Recyclinghöfen in Deutschland werden Gras und Laub allerdings nicht lose angenommen – hier müssen Sie das Material in einen Sack oder in eine Tonne packen und diese dort abgeben. Meistens fallen hierfür keine Gebühren an, allerdings gibt es meistens eine Höchstgrenze. So nehmen die Recyclinghöfe des BSR zum Beispiel maximal einen Kubikmeter des Materials an.

Auch ein Gartenbaubetrieb kann Ihren Baumschnitt für Sie ordnungsgemäß entsorgen. Hier haben Sie einen besonderen Vorteil: Sie müssen den Baumschnitt nicht selbst in Tonnen oder Säcke packen. Die Arbeiten übernehmen Ihre versierten Gartenbauer für Sie, sodass Sie diesen lediglich den Zugang zum Baumschnitt gewährleisten müssen – wenn es sich um sehr große Mengen oder sehr schweres Material handelt, wird der Fachbetrieb unter Umständen einen Kran mit einem Greifarm verwenden. Daher sollte der Baumschnitt bei der Entsorgung gut zugänglich sein und nicht unter einem Dachvorsprung oder unter einem Baum gelagert werden.

Grundsätzlich haben Sie auch die Möglichkeit, das Material in der Biotonne zu entsorgen – hier werden die Nährstoffe allerdings nicht weiter genutzt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, den Baumschnitt zu schreddern, können Sie das zerkleinerte Geäst kompostieren oder zu Mulch weiterverarbeiten.

UNSER TIPP:
Auch die Tierwelt kann von dem pflanzlichen Abfall nach dem Baumschnitt profitieren: Schichten Sie die Reste im Garten auf, um Igeln ein Winterquartier zu bieten. Wenn Sie einen Vogel im Käfig halten, freut sich auch dieser über einige Zweige!

Wie wird der entsorgte Baumschnitt verwertet?

Das gesammelte Material wird in der Regel weiterverwertet, da die Äste und Zweige über Nährstoffe verfügen, die im Gartenbau nützlich sind: Sie eignen sich perfekt für die Anlegung eines Hochbeets oder die Kompostgewinnung. Recyclinghöfe geben das Material zum Beispiel weiter, damit darauf hochwertiger Qualitätskompost hergestellt werden kann. Mit der ordnungsgerechten Entsorgung Ihres Baumschnitts sorgen Sie daher nicht nur für einen gepflegten Garten, sondern ermöglichen auch die sinnvolle Wiederverwertung!

UNSER TIPP:
Wenn Sie Ihren Baumschnitt über einen Gartenbaubetrieb entsorgen, können Sie einige Zweige dennoch behalten und diese für Basteleien verwenden!

Auf die Verwendung als Brennmaterial sollten Sie dabei verzichten, denn dadurch belästigen Sie Ihre Nachbarn nicht nur durch Rauch und Gestank – in den meisten Ländern wie zum Beispiel Brandenburg ist ein solches offenes Feuer mittlerweile auch verboten. Auch kleine Feuer sind meistens nur nach behördlicher Genehmigung möglich. Ebenfalls sollten Sie das Geäst nicht im Garten verbrennen, wenn Sie es zuvor getrocknet haben: So werden Rauch und Gestank zwar größtenteils vermieden, allerdings dürfen Sie zum Beispiel in Baden-Württemberg lediglich Material verbrennen, das nicht für die Kompostierung und Einarbeitung in den Boden geeignet ist. Außerdem sind Mindestabstände zu Gebäuden und Straßen einzuhalten. Das Vorhaben muss außerdem bei der zuständigen Behörde angemeldet werden. Auch in anderen Ländern wie Bayern kann das Verbrennen nur unter strengen Vorschriften und in vielen Gemeinden nur dann erfolgen, wenn keine andere Beseitigung der Abfälle möglich ist.

Wenn Sie Äste oder Zweige kompostieren möchten, müssen Sie diese zuvor in einem Häcksler zerkleinern – dies kann allerdings ebenfalls ein Betrieb für Sie übernehmen, denn nur die wenigsten Gartenbesitzer besitzen ein solches Gerät. Auch hier darf allerdings keine Geruchsbelästigung für die Nachbargrundstücke entstehen.

Entgegen weit verbreiteter Meinungen darf der Baumschnitt auch nicht im Wald oder in der freien Natur entsorgt werden – so würde das Ökosystem des Waldes empfindlich gestört werden. Hier drohen ebenso Bußgelder wie bei der illegalen Entsorgung auf dem Nachbarsgrundstück oder im Park: Bei größeren Mengen sind Strafen von bis zu 2.500 Euro möglich.

Fazit

Ein Baumschnitt wird als Sommerschnitt oder als Winterschnitt angewandt, um einen Bei einem Baumschnitt fallen unweigerlich Äste und Zweige an, die entsorgt werden müssen. Die Entsorgung kann entweder über einen Recyclinghof oder einen Fachbetrieb erfolgen – letzterer wird das Material in Ihrem Garten abholen und es wiederverwerten. Zu einem Recyclinghof müssen Sie die Reste dagegen bereits verpackt abgeben und dürfen das vorgegebene Maximalgewicht nicht überschreiten. Mit einem Gartenbaubetrieb können Sie einen Preis für das Geäst in Ihrem Garten vereinbaren!

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