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Baumhaus und Sandkasten bauen: Auf was Sie unbedingt achten sollten

Für Kinder ist ein Spielplatz im eigenen Garten das Größte. Wenn die Eltern ein Haus mit eigenem Garten besitzen, können sie diesen so gestalten, dass der Nachwuchs seinen privaten Spielplatz besitzt. Ob eine Schaukel für den Garten, ein Baumhaus bauen für Kinder oder ein Sandkasten bauen – jeder Spielplatz benötigt einige essenzielle Elemente, damit sich die Sprösslinge austoben können. Wichtige Informationen und Tipps zur Gestaltung gibt es im Anschluss.

Spielplatz: Der Traum jedes Kindes

Baumhaus für Kinder bauen

Ein Baumhaus für Kinder bauen lassen und träume verwirklichen. © Aquilatin / pixabay.com

Ein Sandkasten für Kinder und daneben ein schickes Baumhaus – diese zwei Dinge sind der Traum aller Kinder. Im Sand buddeln die Kleinen fröhlich vor sich hin und backen ihren ersten Kuchen. Wenn sie größer sind, wünschen sie sich auch ein Baumhaus für den Garten.

In ihrem persönlichen Revier können die Kleinen ihrer Phantasie dann freien Lauf lassen. Damit der Spielplatz für den Nachwuchs auch absolut sicher ist, müssen Eltern einige Hinweise beachten, wenn sie einen Sandkasten oder ein Baumhaus bauen wollen.

Kinderspielplatz: Sicherheit hat Priorität

Auf einem öffentlichen Kinderspielplatz ist die Sicherheit der Spielgeräte praktisch garantiert, schließlich gelten hier genaue Vorschriften. Alle Spielgeräte müssen die strengen Richtlinien folgender DIN-Normen erfüllen, an denen Sie sich auch für Konstruktionen auf dem Spielplatz im eigenen Garten orientieren können:

  • DIN EN 1176–1
  • DIN EN 1176–2
  • DIN EN 1176–3
  • DIN EN 1176–4
  • DIN EN 1176–5
  • DIN EN 1176–6
  • DIN EN 1176–7
  • DIN EN 1176–10
  • DIN EN 1176–11
  • DIN EN 1177
  • DIN EN 18034

Die og. DIN-Normen der Kategorie 1176 beziehen sich größtenteils auf allgemeine und produktspezifische sicherheitstechnische Anforderungen sowie die Installation und Wartung der Geräte. Auch wird festgelegt, wie Spielgeräte umschlossen werden müssen. Die Norm EN 1177 gibt übrigens Informationen über die Dämpfung von Spielplatzböden – auch privat ein wichtiges Thema, wenn sie einen Spielplatz im Garten anlegen wollen und z.B. in einer Reihenhaussiedlung wohnen. Die Norm 18034 bezieht sich auf die Planung und den Betrieb eines Spielplatzes.

Kinderspielplatz-Vorschriften für den Privatbereich gibt es zwar nicht, jedoch ist es sinnvoll, sich an den genannten DIN-Normen zu orientieren. Die Sicherheitshinweise können bei der Planung helfen und sorgen für Sicherheit auf dem Kinderspielplatz im Privatbereich.

Aus den DIN-Normen kann man unter anderem folgende praktische Hinweise ableiten:

  • Schaukeln sollten nur einzelne Sitze haben; zwischen dem Schaukelsitz und dem Gestell sollte ein großer Abstand sein, damit Kinder sich beim Schaukeln nicht am Kopf oder Armen und Beinen verletzten.
  • Bei Geräten mit Zwangsbewegung ist es nicht erlaubt, dass es zu einer Überschneidung der Fallräume kommt.
  • Zwischen den einzelnen Spielgeräten sollte ausreichend Freiraum sein, damit die Verletzungsgefahr gering ist.
  • Es ist folglich sinnvoll, den Spielplatz in mehrere Bereiche einzuteilen.
  • Zwischen dem Sandkasten und Baumhaus sollte ein möglichst großer Abstand sein.
  • Unter Geräten mit Zwangsbewegung muss ein Fallschutzuntergrund (z.B. eine dicke Schickt weichen Rindenmulchs oder Sand) angebracht werden.

Eine große Herausforderung für Eltern ist die Wartung des Spielplatzes. Bei öffentlichen Spielplätzen kümmert sich ein professionelles Unternehmen um die Wartung. Eltern müssen hingegen selbst darauf achten, dass die Geräte korrekt funktionieren und keine Gefahr für ihre Kinder darstellen. Sie sollten die Spielgeräte deshalb regelmäßig überprüfen und Mängel ausschließen können.

Spielplatz Sicherheit für Kinder

Achten Sie darauf das der Spielplatz für Ihr Kind sicher ist. © Photo-Mix / pixabay.com

8 Gestaltungskriterien für den Kinderspielplatz im eigenen Garten

Bevor mit der Planung und Auswahl der Spielplatzgeräte begonnen wird, sollten Eltern die nachfolgenden Kriterien berücksichtigen:

  1. Die Spielgeräte und Bewegungsflächen sollten zum Alter der Kinder passen. Entsprechende Hinweise liefern die Prospekte der Hersteller.
  2. Mehrere kleine Spielanlagen sind einer Großanlage vorzuziehen.
  3. Spielplatzgeräte aus dem Handel sollten das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) tragen.
  4. Spielgeräte sollten nicht in Hauptlaufrichtungen stehen, sondern am Rande des Gartens.
  5. Der Garten sollte in mehrere Zonen eingeteilt werden, zum Beispiel eine Spielzone mit Rasenfläche, einen Sandbereich sowie eine Fläche für Spielplatzgeräte.
  6. Giftige Pflanzen (Goldregen, Stechpalme, et cetera) haben nichts im Garten zu suchen.
  7. Beim Kauf von Spielgeräten ist darauf zu achten, dass keine Schraubenköpfe oder Muttern überstehen.
  8. Kanten und Ecken der Spielgeräte sollten abgerundet sein.

Sandkasten bauen: Tipps und Vorschriften

Der Sandkasten zählt zu den beliebtesten Geräten auf einem Spielplatz. Attraktiv gestaltet, fördert er die Koordination, Motorik und Wahrnehmung der Kinder. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Kindes auf geistiger, körperlicher und kreativer Ebene.

Doch ein Sandkasten muss für die Kleinen in erster Linie sicher sein. Wenn Eltern einen Sandkasten bauen wollen, müssen sie deshalb die Risiken vorher kennen, diese einschätzen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Nachfolgend einige Anregungen, an denen sich Eltern orientieren können.

Der passende Standort für den Sandkasten

Bevor Eltern einen Sandkasten bauen, sollten sie einen geeigneten Standort aussuchen. Sonnig und hell sollte er sein. Die Kinder möchten sich dort schließlich häufig aufhalten und nach einem Regenschauer hilft die Sonneneinstrahlung, dass der Sand zügig trocknet. Wichtig ist auch, dass der Sandkasten vom Haus aus stets im Blickfeld der Eltern ist.

Ein weiterer Vorteil eines sonnigen Standortes ist die Tatsache, dass Pilze und Moose kaum eine Chance haben. Dennoch ist eine zu starke Sonneneinstrahlung nicht empfehlenswert, da die Kleinen der Hitze zu stark ausgesetzt sind. Deshalb eignet sich ein Standort neben einem Baum, der ein wenig Schatten spendet, bestens. In Gärten ohne Schatten kann man dem Sandkasten auch ein Dach spendieren oder einfach einen Sonnenschirm aufstellen.

Sandkasten bauen für Kinder

Der Sandkasten ist eines der beliebtesten Spielzeuge im Garten für Kinder. © EME / pixabay.com

Sandkasten bauen: Aus Holz oder Stein?

Soll man den Sandkasten aus Holz bauen oder entscheidet man sich für Stein? Holz ist das bekanntlich beliebteste Material beim Bau von Spielgeräten. Es ist optisch ansprechend, kann leicht bemalt werden und lässt sich leicht verarbeiten.

Aus Natursteinen könnten Eltern ebenfalls eine Sandkiste erstellen. Dieser würde ein wenig das Feeling eines Nordseestrandes in den heimischen Karten bringen. Die Verletzungsgefahr bei Stürzen ist in einem Sandkasten aus Stein aber größer als bei Holz.

Holzsandkasten bauen

Wer den Sandkasten letztendlich aus Holz bauen möchte, benötigt folgende Materialien:

  • Holzbohlen
  • Kies
  • Schrauben
  • Winkelverbinder
  • Sand
  • Vlies

Das Holz sollte unbehandelt sein und aus ökologischen Gründen aus der Region stammen. Besonders widerstandsfähig ist das Holz der Lärche. Der Kies dient als Drainage und soll dabei helfen, dass Regenwasser zügig ablaufen und der Sand trocknen kann.

Sandkasten richtig abdecken

Sandkastenbesitzer wollen ihn häufig abdecken, damit ungewollte Besucher keinen Zugang haben. Ob die Nachbarkatze oder Insekten – sie alle können es sich im Sandkasten gemütlich machen und den Spielsand verunreinigen.

Einen Sandkasten kann man auf zwei Arten abdecken:

  1. Feste Abdeckung: Holzabdeckungen und planen schützen den Sandkasten vor Wind, Wetter und Tieren. Zwar wird die Nachbarskatze den Sandkasten auf diese Weise nicht mehr nutzen, um darin ihr Geschäft zu verrichten, dafür machen sich Ameisen und anderes Getier schnell breit. Außerdem besteht eine hohe Gefahr der Schimmelbildung, da es unter der Abdeckung recht warm und feucht wird.
  2. Netz als Abdeckung: Ein Netz ist natürlich nicht in der Lage, den Sand vor Wind und Wetter zu schützen. Es hält lediglich Tiere und grobe Verschmutzungen (Laub) fern. Außerdem kann die Sonne weiterhin auf den Sand strahlen und diesen nach einem Regenschauer zügig trocknen; Ameisen und anderes Getier fühlen sich im trockenen Sand auch nicht sonderlich wohl.

Unabhängig von der Wahl der Abdeckung sollten Eltern den Sandkasten regelmäßig mit einer speziellen Schaufel reinigen. So gehen sie sicher, dass die Kinder immer in einer sauberen Umgebung spielen.

Baumhaus bauen: Hinweise und Tipps

Das Baumhaus ist ein oft gehegter Wunsch vieler Kinder, den natürlich alle Eltern im Rahmen ihrer Möglichekiten verwirklichen möchten. Nachfolgend einige Tipps und Hinweise für Eltern, die mit dem Gedanken spielen, ein Baumhaus zu bauen.

Ist eine Baumhaus-Baugenehmigung nötig?

Bevor Eltern Pläne zum Bau eines Baumhauses schmieden, sollten sie überlegen, ob sie eine Baugenehmigung für die Konstruktion benötigen. Auch wenn Sie ein Stelzenhaus bauen möchten, ist dies unter Umständen nicht ohne Baugenehmigung möglich. Grundsätzlich gibt es einige verfahrensfreie Bauvorhaben. Ein Baumhaus fällt in diese Kategorie, wenn es keinen Aufenthaltsraum besitzt (Feuerstätte oder Toilette zum Beispiel).

Das Baurecht ist in Deutschland bekanntlich Ländersache, sodass keine allgemeinen Informationen geliefert werden können. In Baden-Württemberg zum Beispiel sind Gebäude bis 40 Kubikmeter genehmigungsfrei, wenn es sich innerhalb des Bebauungsplanbereiches befindet; in Bayern ist man besonders großzügig und erlaubt Bauten bis 75 Kubikmeter; in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und einigen anderen Bundesländern darf es aber nur zehn Kubikmeter groß sein.

Baumhaus für den Garten

Das Baumhaus im Garten ist immer auch ein echter Hingucker. © sferrario1968 / pixabay.com

Die Höhe des Baumhauses kann durchaus auch kleiner als zwei Meter sein. In einem zwei Meter hohem Baumhaus hätte aber ein Erwachsener ausreichend Platz. Zehn Kubikmeter wiederum sind für ein Baumhaus fast schon zu klein. Die Spielfläche müsste auf eine Länge und Breite von etwas über 2 Metern und die Höhe etwa 1,80 Meter beschränkt werden.

Hinweis:

Selbst wenn Eltern problemlos ein Baumhaus bauen können, sollten sie beim Bauamt nachfragen, ob es örtliche Besonderheiten gibt. Die historische Ortsansicht könnte ein Baumhaus verbieten, ebenso wie ein zu geringer Abstand zur Grenze des Nachbargrundstücks.

Baumhaus in Eigenregie bauen?

Um dem Nachwuchs das Spielen im Baum zu ermöglichen, wollen einige versierte Heimwerker das Baumhaus in Eigenregie bauen. Aus Gründen der Sicherheit ist diese Herangehensweise selten zu empfehlen, da Fehler bei der Planung und Statik verheerend sein können. Es gibt aber eine Alternative: Fertige Bausätze für Hobbyhandwerker.

Im Handel, aber auch bei speziellen Unternehmen, die Baumhäuser bauen, gibt es zugeschnittene Bausätze. Diese werden mit Bauplänen und Anleitungen ausgeliefert und können in Eigenregie zusammengebaut werden.

Der passende Baum für ein Baumhaus

Ob in Eigenregie oder von einem Unternehmen – wer ein Baumhaus bauen möchte, muss zunächst einen geeigneten Baum im Garten finden.

Zu empfehlen sind folgende Sorten:

  • Buche
  • Ahorn
  • Eiche
  • Tannen

Der Baum sollte einen robusten Stamm besitzen, seine Wurzeln fest im Boden verankert sein und schwere Zweige tragen. Anzeichen einer Krankheit oder eines Parasitenbefalls darf er natürlich nicht aufweisen. Im Zweifel beauftragen Eltern einen Fachmann mit der Baumwahl.

Je nach dem, welche Art von Baum gewählt wurde, sollte auch das Baumhaus angepasst werden. Selbst wenn man theoretisch ein 75 Kubikmeter großes Baumhaus bauen könnte, trägt der Baum dessen Gewicht unter Umständen gar nicht.

Aus Sicherheitsgründen sind Eltern beraten, das Baumhaus nicht zu hoch in die Krone des Baumes zu setzen. Unter der Konstruktion ist es wiederum ratsam, das Erdreich mit Dämpfmaterial auszustatten, zum Beispiel Sand oder Rindenmulch. Im Fall aller Fälle landet der Nachwuchs relativ weich und die Verletzungsgefahr wird reduziert.

Spielhaus im Garten: Die Alternative zum Baumhaus

Wenn im Garten kein geeigneter Baum zu finden ist, um ein Baumhaus zu bauen, können Eltern für ihre Kinder ein Spielhaus bauen lassen oder einen Bausatz erwerben. Das Spielhaus im Garten befindet sich gewissermaßen auf dem Boden der Tatsachen und kann somit an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden. Im Grunde handelt es sich um ein Holzhaus in Miniatur, in dem sich der Nachwuchs aufhalten und nach Herzenslust spielen kann.

spielhaus garten

Das Spielhaus im Garten für Kinder. Copyright © Gartenbau.org

Hinweis:

Wie auch beim Baumhaus gilt übrigens: Eine Spielhaus-Baugenehmigung ist unter Umständen nötig. Das Gartenhaus für Kinder können Eltern mit einer passenden Anleitung und Materialliste an einem Nachmittag in Eigenregie bauen. Sie benötigen lediglich Leisten, Bodenplatten und Bretter aus Nadelholz, Schrauben sowie passendes Werkzeug (Bohrmaschine, Stichsäge, Akkuschrauber).

Etwas simpler ist das Zusammenbauen eines fertigen Bausatzes, den man im Handel findet. Die einzelnen Bauteile sind bereits passend zugeschnitten und das Kinderspielhaus im Garten lässt sich besonders leicht realisieren. Je individueller aber die Ausführung sein soll, umso eher empfiehlt es sich, einen kompetenten Fachbetrieb zu beauftragen.

Schaukel bauen: Die perfekte Ergänzung auf dem Spielplatz

Auch die Gartenschaukel ist ein Klassiker, den viele Kinder lieben. Eine Kinderschaukel bauen zu lassen, ist also fast schon ein Muss. Wie bereits erwähnt, wird aus Sicherheitsgründen aber empfohlen, nur eine Schaukel zu wählen und nicht zwei. Zunächst müssen Eltern aber einen passenden Standort aussuchen, bevor sie die Gartenschaukel bauen.

Der Spielplatz im Garten sollte in Zonen eingeteilt sein, von denen es mindestens drei geben sollte:

  1. Sandkasten
  2. Baumhaus/Spielhaus
  3. Schaukel

Zwischen den drei Zonen muss ausreichend Platz vorhanden sein, damit ungestörtes, sicheres Spielen möglich ist.

Ob es sich um eine Schaukel für Kleinkinder oder eine Babyschaukel für den Garten handelt: Eltern sollten großen Wert auf die Statik legen. Wer einen großen Baum im Garten hat, der verwandelt einen Ast kurzerhand in eine Schaukel. Kann dieser aber das Gewicht eines Kindes (oder gar Erwachsenen) tragen?

Wer eine klassische Schaukel bauen möchte, sollte beim Material auf Beständigkeit achten. Das größte Problem: Aus dem Erdreich kann Feuchte ins Holz eindringen. Deshalb ist es ratsam, das Holz mit Kies im Erdreich zu versenken oder die Pfosten am besten gleich in Beton eingießen zu lassen.

Fazit: Spielplatz im eigenen Garten bauen: Planung & Wartung bedenken

Der private Kinderspielplatz kann dem Nachwuchs helfen, sich tagtäglich in seinem persönlichen Reich auszutoben. Eltern müssen jedoch viel Zeit in die Planung des Spielplatzes investieren, damit es den Kinderwünschen gerecht wird und für die Kleinen absolut sicher ist. Im Zweifel überlässt man die Arbeit einem professionellen Gartenbauer, der bei der Planung hilft, individuelle Lösungen schafft und mit seinen Fachkenntnissen sichere Kinderspielplätze konzipiert. Gerade in kleinen Gärten, wo Platz Mangelware ist, kann er platzsparende Lösungen anbieten.

Für Kinder ist ein Spielplatz im eigenen Garten das Größte. Wenn die Eltern ein Haus mit eigenem Garten besitzen, können sie diesen so gestalten, dass der Nachwuchs seinen privaten Spielplatz besitzt. Ob eine Schaukel für den Garten, ein Baumhaus bauen für Kinder oder ein Sandkasten bauen – jeder Spielplatz benötigt einige essenzielle Elemente, damit sich die Sprösslinge austoben können. Wichtige Informationen und Tipps zur Gestaltung gibt es im Anschluss.

Spielplatz: Der Traum jedes Kindes

Baumhaus für Kinder bauen

Ein Baumhaus für Kinder bauen lassen und träume verwirklichen. © Aquilatin / pixabay.com

Ein Sandkasten für Kinder und daneben ein schickes Baumhaus – diese zwei Dinge sind der Traum aller Kinder. Im Sand buddeln die Kleinen fröhlich vor sich hin und backen ihren ersten Kuchen. Wenn sie größer sind, wünschen sie sich auch ein Baumhaus für den Garten.

In ihrem persönlichen Revier können die Kleinen ihrer Phantasie dann freien Lauf lassen. Damit der Spielplatz für den Nachwuchs auch absolut sicher ist, müssen Eltern einige Hinweise beachten, wenn sie einen Sandkasten oder ein Baumhaus bauen wollen.

Kinderspielplatz: Sicherheit hat Priorität

Auf einem öffentlichen Kinderspielplatz ist die Sicherheit der Spielgeräte praktisch garantiert, schließlich gelten hier genaue Vorschriften. Alle Spielgeräte müssen die strengen Richtlinien folgender DIN-Normen erfüllen, an denen Sie sich auch für Konstruktionen auf dem Spielplatz im eigenen Garten orientieren können:

  • DIN EN 1176–1
  • DIN EN 1176–2
  • DIN EN 1176–3
  • DIN EN 1176–4
  • DIN EN 1176–5
  • DIN EN 1176–6
  • DIN EN 1176–7
  • DIN EN 1176–10
  • DIN EN 1176–11
  • DIN EN 1177
  • DIN EN 18034

Die og. DIN-Normen der Kategorie 1176 beziehen sich größtenteils auf allgemeine und produktspezifische sicherheitstechnische Anforderungen sowie die Installation und Wartung der Geräte. Auch wird festgelegt, wie Spielgeräte umschlossen werden müssen. Die Norm EN 1177 gibt übrigens Informationen über die Dämpfung von Spielplatzböden – auch privat ein wichtiges Thema, wenn sie einen Spielplatz im Garten anlegen wollen und z.B. in einer Reihenhaussiedlung wohnen. Die Norm 18034 bezieht sich auf die Planung und den Betrieb eines Spielplatzes.

Kinderspielplatz-Vorschriften für den Privatbereich gibt es zwar nicht, jedoch ist es sinnvoll, sich an den genannten DIN-Normen zu orientieren. Die Sicherheitshinweise können bei der Planung helfen und sorgen für Sicherheit auf dem Kinderspielplatz im Privatbereich.

Aus den DIN-Normen kann man unter anderem folgende praktische Hinweise ableiten:

  • Schaukeln sollten nur einzelne Sitze haben; zwischen dem Schaukelsitz und dem Gestell sollte ein großer Abstand sein, damit Kinder sich beim Schaukeln nicht am Kopf oder Armen und Beinen verletzten.
  • Bei Geräten mit Zwangsbewegung ist es nicht erlaubt, dass es zu einer Überschneidung der Fallräume kommt.
  • Zwischen den einzelnen Spielgeräten sollte ausreichend Freiraum sein, damit die Verletzungsgefahr gering ist.
  • Es ist folglich sinnvoll, den Spielplatz in mehrere Bereiche einzuteilen.
  • Zwischen dem Sandkasten und Baumhaus sollte ein möglichst großer Abstand sein.
  • Unter Geräten mit Zwangsbewegung muss ein Fallschutzuntergrund (z.B. eine dicke Schickt weichen Rindenmulchs oder Sand) angebracht werden.

Eine große Herausforderung für Eltern ist die Wartung des Spielplatzes. Bei öffentlichen Spielplätzen kümmert sich ein professionelles Unternehmen um die Wartung. Eltern müssen hingegen selbst darauf achten, dass die Geräte korrekt funktionieren und keine Gefahr für ihre Kinder darstellen. Sie sollten die Spielgeräte deshalb regelmäßig überprüfen und Mängel ausschließen können.

Spielplatz Sicherheit für Kinder

Achten Sie darauf das der Spielplatz für Ihr Kind sicher ist. © Photo-Mix / pixabay.com

8 Gestaltungskriterien für den Kinderspielplatz im eigenen Garten

Bevor mit der Planung und Auswahl der Spielplatzgeräte begonnen wird, sollten Eltern die nachfolgenden Kriterien berücksichtigen:

  1. Die Spielgeräte und Bewegungsflächen sollten zum Alter der Kinder passen. Entsprechende Hinweise liefern die Prospekte der Hersteller.
  2. Mehrere kleine Spielanlagen sind einer Großanlage vorzuziehen.
  3. Spielplatzgeräte aus dem Handel sollten das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) tragen.
  4. Spielgeräte sollten nicht in Hauptlaufrichtungen stehen, sondern am Rande des Gartens.
  5. Der Garten sollte in mehrere Zonen eingeteilt werden, zum Beispiel eine Spielzone mit Rasenfläche, einen Sandbereich sowie eine Fläche für Spielplatzgeräte.
  6. Giftige Pflanzen (Goldregen, Stechpalme, et cetera) haben nichts im Garten zu suchen.
  7. Beim Kauf von Spielgeräten ist darauf zu achten, dass keine Schraubenköpfe oder Muttern überstehen.
  8. Kanten und Ecken der Spielgeräte sollten abgerundet sein.

Sandkasten bauen: Tipps und Vorschriften

Der Sandkasten zählt zu den beliebtesten Geräten auf einem Spielplatz. Attraktiv gestaltet, fördert er die Koordination, Motorik und Wahrnehmung der Kinder. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Kindes auf geistiger, körperlicher und kreativer Ebene.

Doch ein Sandkasten muss für die Kleinen in erster Linie sicher sein. Wenn Eltern einen Sandkasten bauen wollen, müssen sie deshalb die Risiken vorher kennen, diese einschätzen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Nachfolgend einige Anregungen, an denen sich Eltern orientieren können.

Der passende Standort für den Sandkasten

Bevor Eltern einen Sandkasten bauen, sollten sie einen geeigneten Standort aussuchen. Sonnig und hell sollte er sein. Die Kinder möchten sich dort schließlich häufig aufhalten und nach einem Regenschauer hilft die Sonneneinstrahlung, dass der Sand zügig trocknet. Wichtig ist auch, dass der Sandkasten vom Haus aus stets im Blickfeld der Eltern ist.

Ein weiterer Vorteil eines sonnigen Standortes ist die Tatsache, dass Pilze und Moose kaum eine Chance haben. Dennoch ist eine zu starke Sonneneinstrahlung nicht empfehlenswert, da die Kleinen der Hitze zu stark ausgesetzt sind. Deshalb eignet sich ein Standort neben einem Baum, der ein wenig Schatten spendet, bestens. In Gärten ohne Schatten kann man dem Sandkasten auch ein Dach spendieren oder einfach einen Sonnenschirm aufstellen.

Sandkasten bauen für Kinder

Der Sandkasten ist eines der beliebtesten Spielzeuge im Garten für Kinder. © EME / pixabay.com

Sandkasten bauen: Aus Holz oder Stein?

Soll man den Sandkasten aus Holz bauen oder entscheidet man sich für Stein? Holz ist das bekanntlich beliebteste Material beim Bau von Spielgeräten. Es ist optisch ansprechend, kann leicht bemalt werden und lässt sich leicht verarbeiten.

Aus Natursteinen könnten Eltern ebenfalls eine Sandkiste erstellen. Dieser würde ein wenig das Feeling eines Nordseestrandes in den heimischen Karten bringen. Die Verletzungsgefahr bei Stürzen ist in einem Sandkasten aus Stein aber größer als bei Holz.

Holzsandkasten bauen

Wer den Sandkasten letztendlich aus Holz bauen möchte, benötigt folgende Materialien:

  • Holzbohlen
  • Kies
  • Schrauben
  • Winkelverbinder
  • Sand
  • Vlies

Das Holz sollte unbehandelt sein und aus ökologischen Gründen aus der Region stammen. Besonders widerstandsfähig ist das Holz der Lärche. Der Kies dient als Drainage und soll dabei helfen, dass Regenwasser zügig ablaufen und der Sand trocknen kann.

Sandkasten richtig abdecken

Sandkastenbesitzer wollen ihn häufig abdecken, damit ungewollte Besucher keinen Zugang haben. Ob die Nachbarkatze oder Insekten – sie alle können es sich im Sandkasten gemütlich machen und den Spielsand verunreinigen.

Einen Sandkasten kann man auf zwei Arten abdecken:

  1. Feste Abdeckung: Holzabdeckungen und planen schützen den Sandkasten vor Wind, Wetter und Tieren. Zwar wird die Nachbarskatze den Sandkasten auf diese Weise nicht mehr nutzen, um darin ihr Geschäft zu verrichten, dafür machen sich Ameisen und anderes Getier schnell breit. Außerdem besteht eine hohe Gefahr der Schimmelbildung, da es unter der Abdeckung recht warm und feucht wird.
  2. Netz als Abdeckung: Ein Netz ist natürlich nicht in der Lage, den Sand vor Wind und Wetter zu schützen. Es hält lediglich Tiere und grobe Verschmutzungen (Laub) fern. Außerdem kann die Sonne weiterhin auf den Sand strahlen und diesen nach einem Regenschauer zügig trocknen; Ameisen und anderes Getier fühlen sich im trockenen Sand auch nicht sonderlich wohl.

Unabhängig von der Wahl der Abdeckung sollten Eltern den Sandkasten regelmäßig mit einer speziellen Schaufel reinigen. So gehen sie sicher, dass die Kinder immer in einer sauberen Umgebung spielen.

Baumhaus bauen: Hinweise und Tipps

Das Baumhaus ist ein oft gehegter Wunsch vieler Kinder, den natürlich alle Eltern im Rahmen ihrer Möglichekiten verwirklichen möchten. Nachfolgend einige Tipps und Hinweise für Eltern, die mit dem Gedanken spielen, ein Baumhaus zu bauen.

Ist eine Baumhaus-Baugenehmigung nötig?

Bevor Eltern Pläne zum Bau eines Baumhauses schmieden, sollten sie überlegen, ob sie eine Baugenehmigung für die Konstruktion benötigen. Auch wenn Sie ein Stelzenhaus bauen möchten, ist dies unter Umständen nicht ohne Baugenehmigung möglich. Grundsätzlich gibt es einige verfahrensfreie Bauvorhaben. Ein Baumhaus fällt in diese Kategorie, wenn es keinen Aufenthaltsraum besitzt (Feuerstätte oder Toilette zum Beispiel).

Das Baurecht ist in Deutschland bekanntlich Ländersache, sodass keine allgemeinen Informationen geliefert werden können. In Baden-Württemberg zum Beispiel sind Gebäude bis 40 Kubikmeter genehmigungsfrei, wenn es sich innerhalb des Bebauungsplanbereiches befindet; in Bayern ist man besonders großzügig und erlaubt Bauten bis 75 Kubikmeter; in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und einigen anderen Bundesländern darf es aber nur zehn Kubikmeter groß sein.

Baumhaus für den Garten

Das Baumhaus im Garten ist immer auch ein echter Hingucker. © sferrario1968 / pixabay.com

Die Höhe des Baumhauses kann durchaus auch kleiner als zwei Meter sein. In einem zwei Meter hohem Baumhaus hätte aber ein Erwachsener ausreichend Platz. Zehn Kubikmeter wiederum sind für ein Baumhaus fast schon zu klein. Die Spielfläche müsste auf eine Länge und Breite von etwas über 2 Metern und die Höhe etwa 1,80 Meter beschränkt werden.

Hinweis:

Selbst wenn Eltern problemlos ein Baumhaus bauen können, sollten sie beim Bauamt nachfragen, ob es örtliche Besonderheiten gibt. Die historische Ortsansicht könnte ein Baumhaus verbieten, ebenso wie ein zu geringer Abstand zur Grenze des Nachbargrundstücks.

Baumhaus in Eigenregie bauen?

Um dem Nachwuchs das Spielen im Baum zu ermöglichen, wollen einige versierte Heimwerker das Baumhaus in Eigenregie bauen. Aus Gründen der Sicherheit ist diese Herangehensweise selten zu empfehlen, da Fehler bei der Planung und Statik verheerend sein können. Es gibt aber eine Alternative: Fertige Bausätze für Hobbyhandwerker.

Im Handel, aber auch bei speziellen Unternehmen, die Baumhäuser bauen, gibt es zugeschnittene Bausätze. Diese werden mit Bauplänen und Anleitungen ausgeliefert und können in Eigenregie zusammengebaut werden.

Der passende Baum für ein Baumhaus

Ob in Eigenregie oder von einem Unternehmen – wer ein Baumhaus bauen möchte, muss zunächst einen geeigneten Baum im Garten finden.

Zu empfehlen sind folgende Sorten:

  • Buche
  • Ahorn
  • Eiche
  • Tannen

Der Baum sollte einen robusten Stamm besitzen, seine Wurzeln fest im Boden verankert sein und schwere Zweige tragen. Anzeichen einer Krankheit oder eines Parasitenbefalls darf er natürlich nicht aufweisen. Im Zweifel beauftragen Eltern einen Fachmann mit der Baumwahl.

Je nach dem, welche Art von Baum gewählt wurde, sollte auch das Baumhaus angepasst werden. Selbst wenn man theoretisch ein 75 Kubikmeter großes Baumhaus bauen könnte, trägt der Baum dessen Gewicht unter Umständen gar nicht.

Aus Sicherheitsgründen sind Eltern beraten, das Baumhaus nicht zu hoch in die Krone des Baumes zu setzen. Unter der Konstruktion ist es wiederum ratsam, das Erdreich mit Dämpfmaterial auszustatten, zum Beispiel Sand oder Rindenmulch. Im Fall aller Fälle landet der Nachwuchs relativ weich und die Verletzungsgefahr wird reduziert.

Spielhaus im Garten: Die Alternative zum Baumhaus

Wenn im Garten kein geeigneter Baum zu finden ist, um ein Baumhaus zu bauen, können Eltern für ihre Kinder ein Spielhaus bauen lassen oder einen Bausatz erwerben. Das Spielhaus im Garten befindet sich gewissermaßen auf dem Boden der Tatsachen und kann somit an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden. Im Grunde handelt es sich um ein Holzhaus in Miniatur, in dem sich der Nachwuchs aufhalten und nach Herzenslust spielen kann.

spielhaus garten

Das Spielhaus im Garten für Kinder. Copyright © Gartenbau.org

Hinweis:

Wie auch beim Baumhaus gilt übrigens: Eine Spielhaus-Baugenehmigung ist unter Umständen nötig. Das Gartenhaus für Kinder können Eltern mit einer passenden Anleitung und Materialliste an einem Nachmittag in Eigenregie bauen. Sie benötigen lediglich Leisten, Bodenplatten und Bretter aus Nadelholz, Schrauben sowie passendes Werkzeug (Bohrmaschine, Stichsäge, Akkuschrauber).

Etwas simpler ist das Zusammenbauen eines fertigen Bausatzes, den man im Handel findet. Die einzelnen Bauteile sind bereits passend zugeschnitten und das Kinderspielhaus im Garten lässt sich besonders leicht realisieren. Je individueller aber die Ausführung sein soll, umso eher empfiehlt es sich, einen kompetenten Fachbetrieb zu beauftragen.

Schaukel bauen: Die perfekte Ergänzung auf dem Spielplatz

Auch die Gartenschaukel ist ein Klassiker, den viele Kinder lieben. Eine Kinderschaukel bauen zu lassen, ist also fast schon ein Muss. Wie bereits erwähnt, wird aus Sicherheitsgründen aber empfohlen, nur eine Schaukel zu wählen und nicht zwei. Zunächst müssen Eltern aber einen passenden Standort aussuchen, bevor sie die Gartenschaukel bauen.

Der Spielplatz im Garten sollte in Zonen eingeteilt sein, von denen es mindestens drei geben sollte:

  1. Sandkasten
  2. Baumhaus/Spielhaus
  3. Schaukel

Zwischen den drei Zonen muss ausreichend Platz vorhanden sein, damit ungestörtes, sicheres Spielen möglich ist.

Ob es sich um eine Schaukel für Kleinkinder oder eine Babyschaukel für den Garten handelt: Eltern sollten großen Wert auf die Statik legen. Wer einen großen Baum im Garten hat, der verwandelt einen Ast kurzerhand in eine Schaukel. Kann dieser aber das Gewicht eines Kindes (oder gar Erwachsenen) tragen?

Wer eine klassische Schaukel bauen möchte, sollte beim Material auf Beständigkeit achten. Das größte Problem: Aus dem Erdreich kann Feuchte ins Holz eindringen. Deshalb ist es ratsam, das Holz mit Kies im Erdreich zu versenken oder die Pfosten am besten gleich in Beton eingießen zu lassen.

Fazit: Spielplatz im eigenen Garten bauen: Planung & Wartung bedenken

Der private Kinderspielplatz kann dem Nachwuchs helfen, sich tagtäglich in seinem persönlichen Reich auszutoben. Eltern müssen jedoch viel Zeit in die Planung des Spielplatzes investieren, damit es den Kinderwünschen gerecht wird und für die Kleinen absolut sicher ist. Im Zweifel überlässt man die Arbeit einem professionellen Gartenbauer, der bei der Planung hilft, individuelle Lösungen schafft und mit seinen Fachkenntnissen sichere Kinderspielplätze konzipiert. Gerade in kleinen Gärten, wo Platz Mangelware ist, kann er platzsparende Lösungen anbieten.

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